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Corona-Kontrollen in Freikirchen: Kreis Cloppenburg stellt Verstöße fest

Besucher von zwei Gottesdiensten haben sich nicht an die Maskenpflicht gehalten. Außerdem wurde die geltende 3G-Regel bei religiösen Veranstaltungen im Landkreis nicht genügend kontrolliert.

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Symbolfoto: dpa

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Die Landkreis Cloppenburg hat gegen Verantwortliche von zwei Gottesdiensten im freikirchlichen Bereich Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Hintergrund sind Verstöße gegen die Corona-Regeln, die am Sonntag festgestellt worden seien. Das teilt Kreissprecher Frank Beumker am Montagnachmittag mit. Demnach sind insgesamt vier Freikirchen von den Mitarbeitern des Ordnungsamtes und den Beamten der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta aufgesucht worden – zwei befinden sich in Friesoythe, die anderen beiden in Molbergen.

Bei zwei religiösen Veranstaltungen seien mehrere Verstöße festgestellt worden. So hätten sich die Gottesdienstbesucher nicht an die Maskenpflicht, die in der niedersächsischen Corona-Verordnung fixiert ist, gehalten. Außerdem hätten die Verantwortlichen nicht in ausreichendem Maße die Einhaltung der 3G-Regel bei religiösen Veranstaltungen im Landkreis Cloppenburg kontrolliert. Die Cloppenburger Kreisverwaltung hatte am 27. November im Rahmen einer Allgemeinverfügung diese Maßnahme erlassen. Sie ist eigentlich nicht in der Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen vorgesehen. Dort sind Gottesdienste von den Beschränkungen für Veranstaltungen explizit ausgenommen. 

"Beim Zugang in die Gotteshäuser gab es Unregelmäßigkeiten", erklärt Kreissprecher Beumker am Montagnachmittag, ohne zum gegenwärtigen Zeitpunkt weitere Details nennen zu können. Die Verfahren stehen noch am Anfang. Bei den Routinekontrollen am vergangenen Wochenende sei außerdem eine Bäckerei in Cloppenburg aufgesucht worden. Hier wurden keine Verstöße festgestellt.

Allgemeinverfügung war Reaktion auf geringe Impfbereitschaft in einigen Religionsgemeinschaften

Im gesamten Landkreis ist zurzeit für Gottesdienste, Messen, Andachten, Gebetsstunden und alle anderen Veranstaltungen mit religiösem Kontext der Zutritt nur für nachweislich vollständig Geimpfte, Genesene oder aber tagesaktuell negativ Getestete erlaubt. "Um auch bei derartigen Veranstaltungen in geschlossenen Räumlichkeiten das Infektionsrisiko so weit wie möglich zu reduzieren, hat sich der Landkreis Cloppenburg für die 3G-Regelung beim Zugang zu religiösen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen entschieden", betonte Beumker noch einmal am Montag. Die Allgemeinverfügung sei eine Reaktion auf die hohen Infektionszahlen im November und der gleichzeitig niedrigen Impfquote  im Landkreis gewesen. "Dabei wurde auch berücksichtigt, dass es im Bereich einiger Religionsgemeinschaften eine sehr geringe Impfbereitschaft der Mitglieder gibt", unterstrich der Kreissprecher. 

Die Kreisverwaltung sehe in der Maßnahme auch keinen Konflikt mit dem Grundrecht auf Religionsausübung. Denn die religiösen Veranstaltungen würden nicht per se verboten. "Es ist nach wie vor jeder Person möglich, unter Beachtung der 3G-Regelung an Gottesdiensten und anderen religiösen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen teilzunehmen", erklärte Beumker.

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