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Conrad Niemeyers Wort hat überall Gewicht

Der 86-jähriger Strücklinger ist zum fünften Ehrenbürger der Gemeinde Saterland ernannt worden. Er gilt als Mann der leisen Töne, ausgleichend und immer freundlich.

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Ehrung im kleinen Kreis: Stephan Dannebaum (von links), Dr. Heinrich Norrenbrock, Elisabeth und Conrad Niemeyer, Margot Tameling und Thomas Otto.   Foto: Kruse

Ehrung im kleinen Kreis: Stephan Dannebaum (von links), Dr. Heinrich Norrenbrock, Elisabeth und Conrad Niemeyer, Margot Tameling und Thomas Otto.   Foto: Kruse

Mit einem Festakt in kleinem Rahmen ist Conrad Niemeyer das Ehrenbürgerrecht der Gemeinde Saterland verliehen worden. Der Landwirt aus Strücklingen habe sich über viele Jahrzehnte „zum Wohle seines Ortes, zum Wohle der Gemeinde Saterland und zum Wohle seiner Mitmenschen im Saterland eingesetzt“ und setze sich immer noch aktiv ein, sagte Bürgermeister Thomas Otto bei der Feier im Rathaus in Ramsloh.

Otto überreichte dem 86-Jährigen im Beisein von dessen Ehefrau Elisabeth die Verleihungsurkunde. Mit der Ernennung wurde ein Ratsbeschluss aus dem Februar dieses Jahres umgesetzt. Einstimmig hatte der Gemeinderat damals dem Antrag des Heimatvereins „Seelter Buund“ zugestimmt, Niemeyer diese Auszeichnung zuteil werden zu lassen.

Der Geehrte dankte in einer kurzen Rede allen Ehrenamtlichen. Ohne sie hätte er diese Auszeichnung nicht erhalten. „Nur in der Gemeinschaft ist das möglich. Mein Dank geht an alle, die ehrenamtlich tätig sind“, sagte Niemeyer bei der Feier, an der coronabedingt nur acht Personen teilnehmen durften.

„Conrad hat bei allen Dingen immer das Wohl der Gemeinde vorangestellt.“SPD-Fraktionschef Karl-Peter Schramm

 „Dein Wort hatte überall Gewicht, du bist ein wirklich guter Saterländer“, stellte der Ratsvorsitzende Dr. Heinrich Norrenbrock fest. Auch Stephan Dannebaum vom Vorstand des „Seelter Buund“ fand respektvolle Worte: „Diese Ehrung steht dir mit Ehren zu.“

Was zeichnet Conrad Niemeyer aus? Dazu äußerten sich viele Wegbegleitung auf Nachfrage. „Er hat während seiner Tätigkeit im Rat immer die Gemeinde im Blick gehabt“, sagt SPD-Chef Karl-Peter ­Schramm. „Dabei war und ist er stets freundlich, es gelang während seiner Tätigkeit im Rat auch kaum, ihn aus der Ruhe zu bringen. Conrad hat bei allen Dingen, die anstanden, nie das Parteibuch im Blick gehabt, sondern immer das Wohl der Gemeinde vorangestellt“, sagt Schramm.

Besonders lobt er den Einsatz des 86-Jährigen für die Saterfriesische Sprache. „Conrad war es auch, der sich dafür stark gemacht hat, dass viele Straßen saterfriesische Namen tragen“, erinnert Schramm. Für den Erhalt des Saterfriesischen engagiere sich Niemeyer auch als Vertreter im Oldenburgischen Heimatbund und bei der Oldenburgischen Landschaft. Niemeyer ist Ehren- und Gründungsmitglied des Heimatvereins.

"Wenn es einer verdient hat, dann Conrad Niemeyer."Hans-Dieter Hanekamp, Vorsitzender des Bürgervereins

„Wenn es einer verdient hat, dann Conrad Niemeyer“, sagt Hans-Dieter Hanekamp, Vorsitzender des Bürgervereins Strücklingen, dessen Ehrenvorsitzender und Gründungsmitglied Conrad Niemeyer ist. Von 1995 bis 2010 fungierte er als Vorsitzender.

Leonhard Rosenbaum (CDU), dienstältestes Mitglied im Gemeinderat, lobt Niemeyer als einen Kommunalpolitiker, der sich „immer konstruktiv eingebracht“ habe. „Er ist stets freundlich, ein sehr persönlicher Typ“, sagt Rosenbaum.

„Conrad Niemeyer war über Jahrzehnte vielfältig ehrenamtlich in verschiedenen Bereichen tätig, im Heimatbund, in der Jagdgenossenschaft, im Aufsichtsrat der Raiffeisenbank Strücklingen-Idafehn, im Bürgerverein, um einige Bereiche zu nennen. Ganz besonders galt sein Einsatz als Ratsmitglied der Kommunalpolitik. Hierbei habe ich Conrad Niemeyer als aktiven, ausgleichenden und für die Entwicklung der ganzen Gemeinde sich einsetzenden Ratskollegen kennen- und schätzen gelernt“, zollt Saterlands früherer Bürgermeister Hubert Frye dem Geehrten Respekt.

  •  Conrad Niemeyer ist der fünfte Ehrenbürger der Gemeinde. Vor ihm waren Heinrich Kröger (1920 - 2016), Marron Curtis Fort (1938 - 2019), Dr. h.c. Peter Waskönig (1932 – 2017) und der Niederländer Pyt Kramer zu Ehrenbürgern ernannt worden.

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