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Cloppenburgs TÜV-Leiter gibt Tipps zum Start in die Motorradsaison

Sascha Tejkl erklärt, was Motorradfahrer unbedingt beachten sollten, bevor es wieder auf die Straße geht. Neben der technischen Seite sei auch die körperliche Fitness wichtig.

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Zuerst Funktionstüchtigkeit prüfen: Wenn das Zweirad längere Zeit nicht auf den Straßen unterwegs war, ist ein gründlicher Check ein Muss.   Foto: TÜV NORD

Zuerst Funktionstüchtigkeit prüfen: Wenn das Zweirad längere Zeit nicht auf den Straßen unterwegs war, ist ein gründlicher Check ein Muss.   Foto: TÜV NORD

Sobald die Temperaturen wieder in den zweistelligen Bereich steigen, wird bei vielen das Motorrad aus der Garage geholt, der Staub von der Schutzkleidung geklopft und der Helm poliert. Gerade wenn das Zweirad längere Zeit nicht auf den Straßen unterwegs war, ist ein gründlicher Motorrad- und Fahrercheck sinnvoll. Sascha Tejkl, Leiter der TÜV-Nord-Station Cloppenburg, weiß, was zu tun ist. Er erklärt: „Damit Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer die erste Ausfahrt ihres Bikes sicher starten können, sollten im Vorwege alle wichtigen technischen Komponenten auf ihre Funktionstüchtigkeit geprüft werden.“

Leuchten Blinker, Bremslicht und Abblendlicht einwandfrei? Funktionieren die Bremsen auch problemlos? Wie sieht die Funktionsweise von Hupe und Killschalter aus? Auch die Kette sollte ausreichend geschmiert und gespannt sowie das Motoröl vollständig aufgefüllt sein. „Vor allem die langen Standzeiten während der Überwinterung ziehen eine Ölalterung nach sich. Daher ist es absolut empfehlenswert, jährlich vor dem Saisonstart einen Ölwechsel durchzuführen“, betont der Experte. Die Motorradfahrer sollten vor dem Start in die Saison auch auf die Reifen ihrer Zweiräder achten, denn das Mindestprofil dürfe nicht unter 1,6 Millimeter tief abgefahren sein und der Luftdruck müsse im vorgeschriebenen Bereich liegen. Es sei außerdem sinnvoll, die Reifen auf mögliche Beschädigungen und einen gleichmäßigen Verschleiß zu prüfen.

Pausen einlegen, um konzentriert zu bleiben

Nicht nur das Motorrad, sondern auch der Fahrer müsse ab und zu aus dem Winterschlaf geholt werden. Hierfür biete sich ein Fahrer-Check in jedem Fall an. Eventuell sei eine Wiedereingewöhnungsphase sinnvoll. Leerstehende Parkplätze oder Verkehrsübungsplätze seien zum Beispiel der ideale Ort für Fahrübungen. Auch Vollbremsungen könnten hier trainiert werden.

Steht die erste Fahrt mit dem Motorrad an, empfehle es sich, die Schutzkleidung auf Vollständigkeit und Schäden zu überprüfen. Zu einer kompletten Motorradkleidung gehörten demnach der ECE-genehmigte Helm, die Motorradlederhandschuhe und -stiefel, eine Schutzjacke und -hose mit zwei Protektoren sowie ein Nierengurt.

Natürlich sollte man sich auch körperlich fit genug für eine Fahrt mit dem Zweirad fühlen. „Wem eine lange Tour bevorsteht, muss ausdauernd sein und schnell reagieren. Eine gewisse Körperspannung, gerade für das Balancegefühl in der Kurvenfahrt ist wichtig“, weiß Tejkl. Sich über lange Zeit konzentrieren zu können, sei eine Voraussetzung für die sichere Fahrt. Um diese Konzentration zu halten, böten sich regelmäßige Pausen sowie ausreichende Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme an. Sind alle Vorkehrungen getroffen, stehe einer gelungenen Motorradsaison nichts im Wege.

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