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Cloppenburgs Landrat kritisiert Klima in sozialen Medien

Johann Wimberg blickt aber auch mit Zuversicht und Dankbarkeit auf das abgelaufene Jahr zurück. Es sei aber noch Geduld erforderlich, auch wenn ein Licht am Ende des Tunnels erkennbar sei.

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Bei einer Pressekonferenz: Corona war auch für Landrat Johann Wimberg und das Kreishaus das beherrschende Thema 2020. Foto: Hermes

Bei einer Pressekonferenz: Corona war auch für Landrat Johann Wimberg und das Kreishaus das beherrschende Thema 2020. Foto: Hermes

„Ein Jahr im Ausnahmezustand geht zu Ende“, sagt Johann Wimberg rückblickend auf 2020. In seinen Grüßen zum Jahreswechsel dankt der Landrat allen, die sich mit Einsatz und Engagement in die Bewältigung der Corona-Krise eingebracht haben.

Man sei in vielerlei Hinsicht an die Grenzen der Belastbarkeit gegangen, so der Landrat. Der lebensrettende Infektionsschutz habe einen hohen Preis. Die Eingriffe in die Grund- und Freiheitsrechte gehörten ebenso dazu wie auch die Einschränkungen des sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Lebens.

Einigen gingen die Maßnahmen zu weit, anderen reichten sie nicht

„Es ist zu erwarten, dass uns die Folgen noch lange beschäftigen werden“, so Wimberg. Während die ergriffenen Maßnahmen den einen viel zu weit gingen, waren sie für andere nicht weitreichend genug. Selten zuvor hätten ihn zu einer Angelegenheit so viele unterschiedliche Reaktionen erreicht wie in diesem Jahr, so Wimberg weiter.

Der Wind des gesellschaftlichen Klimas sei rauer geworden und die Art und Weise mancher Auseinandersetzung nicht sachlicher und fairer. Den „Dampf“, den einige in den sozialen Medien abließen, habe das Maß des Erträglichen bei weitem überschritten, so Wimberg. Corona habe Menschen das Leben gekostet und bei anderen tiefe Wunden hinterlassen. „Das sollten wir nie vergessen“, betonte der Landrat.

„Der Applaus für die Pflegerinnen und Pfleger, für die Ärzte, Seelsorger, Hilfs- und Rettungskräfte darf nicht verhallen, sondern muss Konsequenzen haben, wenn es um Wertschätzung und Unterstützung geht“ Landrat Johann Wimberg

Wie wertvoll ein gutes Gesundheitssystem sei, habe sich ebenso gezeigt, wie die Notwendigkeit, es zu stabilisieren und zu erhalten. „Der Applaus für die Pflegerinnen und Pfleger, für die Ärzte, Seelsorger, Hilfs- und Rettungskräfte darf nicht verhallen, sondern muss Konsequenzen haben, wenn es um Wertschätzung und Unterstützung geht“, erklärt Wimberg.

Er sieht mit Blick auf 2021 jedoch auch berechtigten Grund zu Hoffnung und Zuversicht, gerade durch die angelaufenen Impfungen. „Wir dürfen optimistisch sein, dass wir im neuen Jahr Stück für Stück zu einer neuen Normalität zurückkehren können.“ Es sei aber noch Geduld erforderlich, auch wenn ein Licht am Ende des Tunnels erkennbar sei, so der Chef der Kreisverwaltung.

Wimberg ist Dankbar für großen Einsatz

Wimberg blicke zudem ebenfalls dankbar zurück auf das Jahr. „Dankbar für Frauen und Männer, die mit vollem Einsatz bei der Sache waren, damit diese Krise überhaupt bewältigt werden konnte.“ Seinen Dank richte er zudem an alle, die mit Gelassenheit, Weitsicht und Verständnis reagiert hätten, wenn in diesem Ausnahmezustand nicht alles so funktioniert hätte, wie in „ganz normalen Zeiten“. Er wünsche allen hoffnungsvolle und Existenz sichernde Perspektiven für das kommende Jahr.

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