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Cloppenburger Rat gedenkt der Corona-Todesopfer

Alle Cloppenburger Fraktionen bis auf die AfD haben sich an der Aktion vor dem Rathaus beteiligt. Bürgermeister Neidhard Varnhorn hielt dabei eine kurze Ansprache.

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<div></div>Gedenkfeier des Cloppenburger Stadtrates: Die Mitglieder kamen vor dem Rathaus zusammen, Bürgermeister Neidhard Varnhorn (4. von rechts) hielt eine kurze Ansprache. Foto: Hermes

Gedenkfeier des Cloppenburger Stadtrates: Die Mitglieder kamen vor dem Rathaus zusammen, Bürgermeister Neidhard Varnhorn (4. von rechts) hielt eine kurze Ansprache. Foto: Hermes

Während sich die "Spaziergänger" gegen die Corona-Maßnahmen in Cloppenburg auf den Weg machten, hielt der Stadtrat am Montagabend vor dem Rathaus eine Gedenkfeier zu ehren der Corona-Todesopfer ab. Die Ratsmitglieder entzündeten je eine Kerze für jeden der bislang 202 Verstorbenen im Landkreis Cloppenburg, stellvertretend auch für die weiteren Opfer und Erkrankten der Pandemie.

Bürgermeister Neidhard Varnhorn dankte in seiner kurzen Ansprache den Initiatoren, bis auf die AfD hatten sich alle Ratsgruppen solidarisch gezeigt. Er lobte ebenfalls die „Menschen, die in den unterschiedlichsten Bereichen Tag für Tag eingestanden sind für Nächstenliebe, für Zusammenhalt, für uns alle. Sie sind der beste Ausdruck einer Gemeinschaft, wie wir sie uns wünschen.“

„Hüten wir uns vor der Gleichgültigkeit! Hinter den Zahlen, hinter jeder einzelnen Ziffer, stehen Menschen mit Familien und Schicksalen.“Bürgermeister Neidhard Varnhorn

Er habe den Eindruck, so Varnhorn weiter, dass in der Öffentlichkeit das Sterben während der Pandemie viel zu häufig auf die reinen Fallzahlen reduziert wurde. Beim Blick auf die Zahl der vielen Toten gehe ihm jedoch vor allem eines zuerst durch den Kopf: „Hüten wir uns vor der Gleichgültigkeit! Hinter den Zahlen, hinter jeder einzelnen Ziffer, stehen Menschen mit Familien und Schicksalen.“

Die Lage sei kompliziert. Man wolle die Bürgerinnen und Bürger nicht überfordern oder frustrieren, gleichzeitig aber das Notwendige umsetzen, um die Infektionsgeschwindigkeit in den Griff zu bekommen. „Eine Schablone, die als Verhaltens- und Regelungsmuster herangezogen werden kann, existiert nicht“, so Varnhorn. Im anschließenden Interview mit OM Online äußerte sich der Bürgermeister deutlich in Richtung der Demonstranten: „Die sogenannten Spaziergänge sind für mich eine illegale Versammlung“.

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