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Cloppenburger Gesundheitsamt meldet wieder viele neue Coronafälle

157 gemeldete positive Testergebnisse binnen 24 Stunden: Das ist der zweithöchste Wert seit Beginn der Pandemie. Die Zahl der stationär behandelten Covid-Patienten steigt weiter.

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Symbolfoto: dpa

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Das Cloppenburger Gesundheitsamt hat am Dienstag 157 neue Coronafälle binnen 24 Stunden veröffentlicht. Das ist der zweithöchste Wert seit Beginn der Pandemie. Der bislang höchste Wert mit 195 Neuinfektionen binnen 24 Stunden datiert vom 19. November 2020. Damit bleibt die Zahl der vom Cloppenburger Gesundheitsamt werktäglich veröffentlichten neuen Fälle weiter auf einem sehr hohen Niveau.

Die am Dienstag veröffentlichten 157 neuen Coronafälle verteilen sich auf alle 13 Städte und Gemeinden des Landkreises. Allein in der Stadt Cloppenburg sind es 41 neue positive Testergebnisse (damit aktuell 246 aktive Infektionen), im Saterland sind es 16 (damit aktuell 71 aktive Infektionen) und in Molbergen 14 (damit aktuell 78 aktive Infektionen). Kreissprecher Sascha Sebastian Rühl berichtet von einem "dezentralen Infektionsgeschehen", das sich weiter fortsetze.

Den 157 neuen Coronafällen stehen 131 Personen gegenüber, die seit Dienstag als genesen gelten. Dadurch steigt die Zahl der aktiven und nachgewiesenen Infektionen auf 954 (Vortag: 928). Das ist ein Höchstwert seit dem 2. Mai. Aktuell stehen 1100 Einwohner unter amtlich angeordneter Quarantäne.

Die Zahl der infizierten Patienten, die stationär in einem der drei Krankenhäuser behandelt werden müssen, ist am Dienstag weiter auf 19 gestiegen. Laut aktuellen Angaben der Kreisverwaltung müssen davon fünf Patienten intensivmedizinisch behandelt werden. Mit Blick auf diese Zahlen zeigt sich Landrat Johann Wimberg am Dienstag besorgt: "Ich spreche das ganz offen aus: In den Krankenhäusern werden fast nur noch Corona-Patienten behandelt, die nicht geimpft sind", erklärt Wimberg mit Blick auf eine am Montag bereits veröffentlichte Auswertung. Die Krankenhausbelegung und die auf den Intensivstationen sei derzeit auch im Landkreis Cloppenburg, wo eine hohe Inzidenz auf einer unterdurchschnittliche Impfquote treffe, "besorgniserregend".

"Möglicherweise hat Sie die Rücksichtnahme der Gesellschaft bislang vor einer Infektion bewahrt. Wahrscheinlich werden Sie diesen Winter weniger darauf zählen können."Landrat Johann Wimberg

"Ich weiß nicht mehr, wie oft ich das schon gesagt habe: Eine Intensivstation, die voll ist, weil das Personal um das Leben von Corona-Infizierten kämpft, kann Sie nach einem Autounfall oder Ähnlichem nicht aufnehmen", mahnt der Landrat - und wird noch deutlicher: "Wenn das nächste Krankenhaus dasselbe Problem hat, wird das im Rettungswagen entweder die längste Fahrt Ihres Lebens oder die letzte. Das mag dramatisch klingen, aber so ist es." Die Krankenhäuser im Kreis Cloppenburg seien bereits wieder so hoch belastet, wie zeitweise im letzten Winter.

Wimberg mahnt: "Lassen Sie sich, falls noch nicht geschehen, endlich impfen. Möglicherweise hat Sie die Rücksichtnahme der Gesellschaft bislang vor einer Infektion bewahrt. Wahrscheinlich werden Sie diesen Winter weniger darauf zählen können."

Das Robert Koch-Institut hat am Dienstag für den Landkreis Cloppenburg einen Wert von 289,1 gemeldet. Damit ist der Wert im Vergleich zum Vortag (314,0) relativ deutlich gesunken - es bleibt aber die mit Abstand höchste 7-Tage-Inzidenz in Niedersachsen. Die aktuelle Berechnung des RKI basiert auf 499 Coronafällen in den letzten sieben Tagen. Wimberg wie noch einmal darauf hin, dass die derzeit hohen Fallzahlen auch mit der hohen Testdichte im Landkreis Cloppenburg in Zusammenhang stehen würden (wir berichteten bereits).

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