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Cloppenburg impft Senioren ab Februar in der Münsterlandhalle

Die Schutz­impfungen der über 80-Jährigen werden voraussichtlich in der zweiten Februarwoche verabreicht. Knapp 2000 Termine wird die Stadt anbieten (Update 15. Januar).

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Impfort Münsterlandhalle: Hier sollen 80-Jährigen und aufwärts gegen das Coronavirus im Februar geimpft werden. Foto: Heimatbund OM/ Gabi Henneberg

Impfort Münsterlandhalle: Hier sollen 80-Jährigen und aufwärts gegen das Coronavirus im Februar geimpft werden. Foto: Heimatbund OM/ Gabi Henneberg

Die Schutz­impfungen der über 80-Jährigen gegen das Sars-CoV-2-Virus beginnen in Cloppenburg aller Wahrscheinlichkeit nach am 8. Februar  in der Münsterlandhalle. Impfwillige Einwohner müssen sich nicht selbst anmelden, sondern werden von der Stadtverwaltung angeschrieben, teilte Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese am Dienstag auf Nachfrage mit.

Aufgerufen werden etwa 2000 Cloppenburger über 80 Jahre. Sobald die Impfdosen tatsächlich eintreffen, soll in einem Extra-Telefonat der persönliche Termin abgesprochen werden. Dazu schichtet die Verwaltung jetzt bereits Personal intern um. Für die Impfungen ist die gesamte zweite Februarwoche vorgesehen. Die gesamte Impfkampagne für die Senioren im Landkreis wird etwa 10 bis 11 Wochen benötigen, schätzt die Kreisbehörde.

Senioren fragen jetzt schon reihenweise nach Terminen an

Wiese begrüßte das bereits am Montag mit dem Landkreis abgesprochene Vorgehen. "Das ist sinnvoll, weil wir die direkte Verknüpfung mit dem Einwohnermeldeamt und dem Ordnungsamt haben", sagte der Bürgermeister. Die Stadt fühle sich zudem verpflichtet: "Es geht um unsere Bürger." Schon jetzt stehe das Telefon kaum still, weil das Interesse groß sei.

Wahrscheinlich wird die Münsterlandhalle als lokales Impfzentrum hergerichtet. Dafür sprechen die günstige Verkehrslage, ausreichend Parkplätze und der ebenerdige Zugang. In der Nebenhalle sollen 3 Räume für die 3 mobilen Impfteams  eingerichtet werden, so dass parallel gearbeitet werden kann.

"Unsere Leute können das und sind hochmotiviert."Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese

Zur Betreuung und Führung der Senioren hofft Wiese auf ehrenamtliche Unterstützung seines Personals. "Wir haben schließlich eine Krise", sagte er mit Blick zum Beispiel auf die Freiwillige Feuerwehr. Zur Unterstützung wird neben Personal aus dem Rathaus auch die Belegschaft des geschlossenen Soestebades eingesetzt. "Unsere Leute können das und sind hochmotiviert", sagte Wiese.

Einen eigenen Fahrdienst zur Impfung schloss er jedoch aus. Dies zu organisieren, würde zu viel Zeit kosten und die Aktion unnötig in die Länge ziehen, meinte der Bürgermeister. Zudem sei es auch bei einem Arztbesuch üblich, die Fahrt selbst zu organisieren. "Notfalls muss man halt ein Taxi bestellen."

Wiese warnt vor "Neiddebatte" zwischen Gemeinden

Der Bürgermeister warnte zugleich vor einer "Neiddebatte" und einem "Ranking", weil nicht alle Gemeinden gleichzeitig von den mobilen Impfteams versorgt werden können, sondern der Reihe nach. "Kleinere Gemeinden können schneller sein, weil sie weniger Menschen impfen lassen müssen", erklärte er. Angesichts der vergleichsweise großen Gruppe von Senioren benötige Cloppenburg ohnehin einen längeren Vorlauf für die Organisation als kleinere Kommunen.

  • Info: Die Anmeldung muss ausgefüllt bis zum 22. Januar an echt.cloppenburg zurückgeschickt werden, damit alle Impfwilligen schnellstmöglich einen Termin bekommen können. Die Dokumente sowie ein FAQ sind auf der Homepage von echt.cloppenburg zu finden. Bei Fragen ist die Stadt Cloppenburg unter Telefon 04471/185 400 zu erreichen.

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