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Christoph Bornhorst übernimmt das Kommando der Freiwilligen Feuerwehr Dinklage

Die Kameraden bereiten den Führungswechsel vor. Stadtbrandmeister Alfred Dinkelmann und dessen Stellvertreter Peter Nickel haben nach 30 Jahren auf eine weitere Kandidatur für ihre Ämter verzichtet.

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Das Ortskommando mit den Geehrten, Beförderten, neu aufgenommenen und Gästen: (vorn von links) Peter Nickel, Christoph Bornhorst, André Borgerding, Marc Sovinec, Leonard Bäuning, Burkhard Mairose, Paul Überwasser, Dominik Trumpf, Matthias Trumme, Carl Heinz Putthoff, Alfred Dinkelmann, (hinten von links) Lukas Witte, André Eick, Mika Willemsen, Daniel Meyer, Martin Albermann, Tobias Buddelmeyer, Michel Südkamp und André Schlotmann. Foto: Vollmer

Das Ortskommando mit den Geehrten, Beförderten, neu aufgenommenen und Gästen: (vorn von links) Peter Nickel, Christoph Bornhorst, André Borgerding, Marc Sovinec, Leonard Bäuning, Burkhard Mairose, Paul Überwasser, Dominik Trumpf, Matthias Trumme, Carl Heinz Putthoff, Alfred Dinkelmann, (hinten von links) Lukas Witte, André Eick, Mika Willemsen, Daniel Meyer, Martin Albermann, Tobias Buddelmeyer, Michel Südkamp und André Schlotmann. Foto: Vollmer

Eine Ära neigt sich dem Ende entgegen: Seit 30 Jahren führen Stadtbrandmeister Alfred Dinkelmann und dessen Stellvertreter Peter Nickel das Kommando der Freiwilligen Feuerwehr Dinklage an. Während der Mitgliederhauptversammlung am Freitagabend leiteten beide ihren Rückzug aus ihrer Spitzenposition ein, indem sie auf eine weitere Kandidatur für ihre bisherigen Ämter verzichteten.

Für die Nachfolge des Stadtbrandmeisters sprachen die Kameradinnen und Kameraden während der Neuwahlen Oberbrandmeister Christoph Bornhorst eindeutig ihr Vertrauen aus. Für das Amt des stellvertretenden Stadtbrandmeisters gaben die 72 Mitglieder mit 42 Stimmen Hauptlöschmeister André Schlotmann den Vorzug vor seinem Mitbewerber Hauptlöschmeister Holger Engbarth. Das letzte Wort in dieser Angelegenheit haben allerdings die Mitglieder des Dinklager Stadtrates. Die Politiker entscheiden, ob sie dem Votum der Versammlung zustimmen und die Gewählten ab dem 1. Januar 2023 durch Berufung ins Ehrenbeamtenverhältnis die jeweils zugedachte Position ausüben sollen.

Bei weiteren Personalentscheidungen wählten die Brandschützer Tobias Buddelmeyer als Nachfolger von Christoph Bornhorst zum Schriftführer. Gerätewart im Kommando André Eick und Beisitzer Leonard Bäuning wurden in ihren Ämtern bestätigt. Großen Beifall erhielt Ludger Baumann für seine Zusage als Fachberater Medizin so lange tätig zu bleiben, bis ein adäquater Nachfolger gefunden ist.

Leistungen von Dinkelmann und Nickel verdienen Hochachtung und Respekt

„Die anstehenden personalen Veränderungen der Führungsspitze sind eine Zäsur“, so Bürgermeister Carl Heinz Putthoff. Die Leistungen von Alfred Dinkelmann und Peter Nickel über die langen Jahre verdienten Hochachtung und Respekt. Der Bürgermeister, in den vergangenen 29 Jahren als Kämmerer und Sacharbeiter für die Angelegenheiten der Feuerwehr zuständig, brachte für den Einsatz der Feuerwehr seine Anerkennung und enge Verbundenheit zum Ausdruck. Er wisse den Schutz der Bürger in guten Händen. Was die Ausrüstung angehe, werde er im Rahmen der Haushaltsberatungen dafür sorgen, dass der Stellenwert der Feuerwehr so bleibt, wie er ist. Als Dank und Anerkennung brachte Carl Heinz Putthoff für alle Feuerwehrleute Gutscheine für einen Kinobesuch mit.

Gratulation: Alfred Dinkelmann (links) und sein designierter Nachfolger Christoph Bornhorst. Foto: VollmerGratulation: Alfred Dinkelmann (links) und sein designierter Nachfolger Christoph Bornhorst. Foto: Vollmer

Eingangs der Versammlung informierte Stadtbrandmeister Alfred Dinkelmann bei seinem Jahresbericht über die Aktivitäten und Einsätze der aktiven Wehr. Erfreut zeigte er sich, dass trotz Corona-Pandemie die Mitgliederzahl von 135 sowohl bei der aktiven Wehr (87) wie auch bei der Jugendfeuerwehr (25) und der Altersabteilung (22) stabil geblieben ist. Unterm Strich rückten die Brandschützer im Jahr 2021 insgesamt 21-mal zu Brandeinsätzen aus, davon zweimal zu nachbarschaftlicher Löschhilfe. Im Jahr zuvor waren es 28 Einsätze mit insgesamt drei nachbarschaftlichen Löschhilfen. Darüber hinaus leisteten die Aktiven in 57 Fällen technische Hilfeleistungen, eine Steigerung von 14 Einsätzen gegenüber dem Vorjahr. Andererseits nahm die Zahl der Fehlalarme um 4 ab, so dass im vergangenen Jahr 18-mal vergebens ausgerückt wurde. Die Dienststunden verringerten sich wegen der beiden Corona-Lockdowns im Jahr 2021 von 7600 um 1336 auf 6264.

Kreisbrandmeister Matthias Trumme haderte während seines Grußwortes mit der Entscheidung des Landesamtes für Brand und Katastrophenschutz (NLBK), dass Schulungen für Feuerwehrangehörige nur noch in dem etwa 130 Kilometer entfernten Celle-Scheuen durchgeführt werden. Die zirka 70 Kilometer ortsnahen Brandschutzschule Loy wurde der Ausbildung für Katastrophenschutz zugeordnet. „Die Landesfeuerwehrschule Loy gehört zu uns ins Oldenburger Land. Wir müssen uns mit allen Mitteln dagegen wehren, dass sie als Katastrophenschutzschule missbraucht wird“, zeigte sich der Kreisbrandmeister kämpferisch.


Fakten:

  • Ehrungen: Paul Überwasser und Burkhard Mairose wurden mit dem Niedersächsischen Ehrenzeichen für 50 Jahre Mitgliedschaft von Kreisbrandmeister Matthias Trumme ausgezeichnet.
  • Detlev Fischer wird das Niedersächsische Ehrenzeichen für 40 Jahre Mitgliedschaft verliehen. Da dieser wegen Erkrankung fehlte wird die Auszeichnung persönlich überbracht.
  • Beförderungen: Zum Feuerwehrmann befördert wurde Michel Südkamp.
  • Zum Oberfeuerwehrmann befördert wurden Daniel Meyer, Janis Mellentin, Tim Niemann, Dominik Trumpf, Mika Willemsen und Lukas Witte.

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