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Christina Schlarmann ist die Neue im Dersabad

Die 48-Jährige gehört nun zum Team des Dammer Freibades. Sie stand zuvor in Steinfeld am Beckenrand.

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Christina Schlarmann (48) gehört jetzt zum Team des Dammer Dersabades. Foto: Lammert

Christina Schlarmann (48) gehört jetzt zum Team des Dammer Dersabades. Foto: Lammert

Seit Wochen hat Christina Schlarmann mit ihrem Schwimmmeisterkollegen Ulrich Hake und anderen Angestellten der Stadt Damme auf diesen Tag hingearbeitet: Am Freitag öffnet das Dersabad nun seine Pforten. Viel früher, als wegen der Corona-Pandemie zunächst in Aussicht gestellt war. Auf Bundesebene war ursprünglich die Rede davon, die Bäder im Juli in Betrieb gehen zu lassen.

Zum Saisonauftakt werden die Badegäste mit Christina Schlarmann ein neues Teammitglied kennenlernen können. Die 48-jährige aus Holdorf, die mit ihrem Mann und ihrem Sohn (16) in Borringhausen lebt, kennt sich aus: Ihre zweieinhalbjährige Ausbildung absolvierte sie ab 1988 in Sulingen. „Ich hatte da ein Zimmer“, erzählt Christina Schlarmann. Zur Berufsschule musste sie in dieser Zeit einmal pro Woche nach Hannover fahren. Nach der Lehre allerdings waren Jobangebote in Schwimmbädern Mangelware. Schlarmann begann in Lohne eine Ausbildung zur Zahnarzthelferin und war bis 2007 in einer Praxis tätig. Parallel jobbte sie ab 1998 auf 450-Mark-Basis in Steinfeld im Freibad und im Hallenbad.

Maximal 244 Badegäst haben in Damme Zutritt

2007 gab Christina Schlarmann ihre Arbeit in der Zahnarztpraxis auf und arbeitete seitdem in Teilzeit in den Steinfelder Bädern. Nun also der Wechsel nach Damme, wo die 48-Jährige als städtische Angestellte außerhalb der Freibadsaison auch als Aushilfe im Hallenbad wirken soll.

In Schwimmerkreisen ist Schlarmann, die auch außerhalb der Arbeitszeit liebend gerne im Element Wasser unterwegs ist, als Mitglied der Ortsgruppe der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) und des OSC Damme keine Unbekannte. Das sanierte Dersabad kennt sie daher gut. „Das Bad gefällt mir sehr gut“, sagt Christina Schlarmann. Was ist besonders schön? Das Edelstahlbecken, die breite gelbe Rutsche im Nichtschwimmerbereich sowie das Gebäude für die Badeaufsicht. Von dem aus habe das Personal einen sehr guten Überblick über das Geschehen im großen Becken. Und: Es bietet Schutz bei sehr schlechtem und auch bei zu gutem Wetter.

Ein Mal, erzählt die Schwimmmeister, sei sie bislang Zeugin eines  schlimmen Badeunfalls gewesen. Eine Jugendliche trieb im Wasser, wurde in letzter Sekunde gerettet und musste per Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden. „Letztlich ging das alles glimpflich ab. Nach einer Woche war das Mädchen wieder zu Hause und wollte am liebsten sofort zum Schwimmen gehen“, sagt Schlarmann.

Ein Engel ist am Freibadschlüsselbund befestigt

Sie selbst musste noch nie ins Wasser springen, um jemanden zu retten. Damit das auch im Dersabad so bleibt, hat Christina Schlarmann von ihren früheren Kollegen in Steinfeld zum Abschied einen Schutzengel bekommen: „Den habe ich gleich an das Bund mit dem Schlüssel fürs Dersabad gehängt.“

Mit Blick auf die nun beginnende Saison erwartet die Schwimmmeisterin eher etwas mehr Ruhe auf der Anlage, weil wegen der Corona-Beschränkungen nicht so viele Besucher wie früher auf das Gelände dürfen. Maximal sind 244 erlaubt. Dass strengere Vorschriften gelten, scheint klar. „Die Menschen sollten die Abstandsregeln eigentlich kennen, sie haben ja genug Probezeit gehabt", sagt Schlarmann. 

Letztlich aber ist die Schwimmmeisterin hinsichtlich des Einhaltens der Vorgaben optimistisch: „Die Badegäste sind bestimmt froh, dass das Dersabad nun doch viel früher als zunächst in Aussicht gestellt öffnet. Da werden sie die Regeln gewiss einhalten.“

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