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Christian Jaeger möchte im Zentrum des Judosports trainieren

Sehr persönliche Ansichten – immer dieselben 10 Fragen. Dieses Mal: Christian Jaeger. Er ist Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde St. Michael in Lohne – und begeisterter Judoka.

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Das Leben ist kostbar: Diese Botschaft zieht Pfarrer Christian Jaeger aus seinem ehrenamtlichen Einsatz im Kriseninterventionsteam der Malteser. Er möchte dabei helfen, den schlimmsten Tag im Leben von Menschen ein klein wenig leichter zu machen. Foto: Timphaus

Das Leben ist kostbar: Diese Botschaft zieht Pfarrer Christian Jaeger aus seinem ehrenamtlichen Einsatz im Kriseninterventionsteam der Malteser. Er möchte dabei helfen, den schlimmsten Tag im Leben von Menschen ein klein wenig leichter zu machen. Foto: Timphaus

Und? Wie ging es in letzter Zeit?
In meinem Beruf verändert sich gerade viel: Meine liebe Kollegin, Ute Young, geht Ende November in den Ruhestand. Natürlich freue ich mich, dass sich unser Gemeindekirchenrat mich auf der einen verbleibenden ganzen Stelle wünscht. Meine halbe Stelle in der Altenheimseelsorge in Lohne und Vechta musste ich dafür aufgeben. Das ist mir schwergefallen. Ein echtes Highlight war für mich der ökumenische "United for Rescue"-Gottesdienst am Himmelfahrtstag im Amasyaspor-Stadion. Kann es ein besseres Zeichen des gegenseitigen respektvollen Umgangs der Religionen in Lohne geben?

Was haben Sie sich einmal so richtig gegönnt?
Über ein leckeres Essen oder ein paar Tage Auszeit kann ich mich sehr freuen.

Wenn Sie König von Deutschland wären: Was gehört für Sie als Erstes abgeschafft?
Dem Miesmachen und Meckern, ohne eine Idee zu äußern, wie es besser gehen könnte, würde ich nur zu gern einen Riegel vorschieben. Ich ärgere mich besonders über Menschen, denen es Freude macht, möglichst viele Ängste bei anderen zu schüren. Eine solche Haltung empfinde ich als niederträchtig. Unsere Demokratie hält das aus, und auch dabei möchte ich mit meinen Möglichkeiten helfen.

Welchen Traum werden Sie sich als nächsten erfüllen (können)?
Da ich begeisterter Judoka bin, würde ich gerne mal 2 Wochen im Kodokan in Tokio mittrainieren. Das Kodokan ist das Zentrum des Judosports.

Was tun Sie am liebsten?
Ich liebe meinen Beruf, weil ich dort vieles tun kann, was ich gerne mache – und weil ich sehr selbstbestimmt arbeiten kann. In welchem anderen Beruf gibt es das schon? Wir stehen vor der großen Herausforderung, das Gemeindeleben mit immer weniger Pfarrerinnen und Pfarrern zu gestalten. Und ich bin begeistert über die Ideen, auf die wir mit den Kolleginnen und Kollegen aus der Nachbarschaft kommen. Am glücklichsten bin ich, wenn ich mich mit anderen "Machern" vernetzen kann – also nicht lang schnacken, sondern etwas tun – und das für Menschen, die das brauchen. Ich möchte körperlich fit bleiben und laufe deswegen dreimal pro Woche insgesamt 22 Kilometer. Das macht mir auch den Kopf frei. Judo ist auf so vielen Ebenen ein wunderbarer Sport, dass ich darüber einen langen Vortrag halten könnte. Außerdem liebe ich Singen und Musik machen, beispielsweise in der Kantorei in Vechta. Ein sehr besonderer und liebenswerter Kreis ist das Kriseninterventionsteam der Malteser, in dem ich gerne mitarbeite – einfach, weil ich helfen kann, den schlimmsten Tag im Leben von Menschen ein klein wenig leichter zu machen. Und weil ich hier immer wieder neu begreife, wie kostbar das Leben mit meinen Lieben ist.

Welche Eigenschaften mögen Sie an sich selbst? Und welche nicht?
Ich kann mich gut in andere Menschen mit ihren Bedürfnissen und Nöten hineinversetzen und das hilft mir in meinem Beruf. Schwerer fällt es mir, Ordnung zu halten, weil immer anderes gerade dringender erscheint.

Welche TV-Sendung mögen Sie am liebsten?
Wie viele andere auch, sitze ich kaum noch vor dem Fernseher, sondern lieber mit einem Hörbuch auf den Ohren auf dem Sofa.

Mit wem würden Sie sich gerne einmal treffen?
Mit Menschen, die Lust haben, Kirche neu zu denken und dabei mit anpacken wollen.

Was würden Sie gerne einmal wieder essen?
Für eine 4-Käse-Pizza bei meinem Lohner Lieblingsitaliener bin ich immer zu haben.

Welches Thema in der OV hat Sie am meisten beschäftigt?
Ich lese gerne über das, was in der Stadt Lohne und der Umgebung passiert. Ich habe das Gefühl, nur das, was in der OV steht, hat in der allgemeinen Wahrnehmung stattgefunden. Deshalb spiegelt die OV, was uns gemeinsam wichtig ist.


Zur Person:

  • Christian Jaeger ist Pfarrer in der evangelisch Kirchengemeinde St. Michael in Lohne.
  • Der 59-Jährige ist verheiratet mit Inken Jaeger. Gemeinsam haben sie 2 Söhne; Finn und Kjell (22 und 18 Jahre).
  • Seine Hobbys sind Singen, Judo (2. Dan), Laufen, Doppelkopf und Orgel spielen.
  • Christian Jaeger engagiert sich ehrenamtlich im Kriseninterventionsteam (KIT) der Malteser im Landkreis Vechta.

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