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CDU will L871 erneut zum Thema machen

Der Ausbau der Straße zwischen Garrel und Beverbruch ist wieder eine Option. Nach Angaben der Christdemokraten soll das Thema erneut in die Gremien gehen.

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Hat schon bessere Zeiten gesehen: Die Landesstraße 871 – hier in Beverbruch – befindet sich in keinem guten Zustand. Foto: Schrimper

Hat schon bessere Zeiten gesehen: Die Landesstraße 871 – hier in Beverbruch – befindet sich in keinem guten Zustand. Foto: Schrimper

Eigentlich sollte die baufällige Landesstraße 871 auf dem 5 Kilometer langen Abschnitt zwischen Garrel und Beverbruch in diesem Sommer saniert werden. Doch dieses Vorhaben ist nun von der zuständigen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lingen auf das nächste Jahr verschoben worden. Laut Bauamtsleiter Ewald Bley soll sattdessen in diesem Jahr die Sanierung der L847 (Varrelbuscher Straße) angegangen werden. Für die CDU in Garrel ist dies ein Anlass, den zuletzt verworfenen Ausbau mit Verbreiterung der gesamten Landesstraße 871 bis Großenkneten noch einmal neu zur Diskussion zu stellen und als Option in Betracht zu ziehen.

Stefan Meyer, CDU-Fraktionsvorsitzender, hatte in seiner Haushaltsrede während der Ratssitzung am Montag gesagt, dass der mögliche Ausbau "kurzfristig noch einmal in die Gremien gehen" solle. Schließlich würden Vertreter der Wirtschaft die Anbindung zur A29 als "Lebensader" der Gemeinde bezeichnen, hatte er betont.

Zum Hintergrund: Die Garreler Politik hatte einen etwa 8 Millionen Euro teuren Ausbau mehrheitlich abgelehnt, weil das Land als Bauträger die komplette Planung des Vorhabens an die Gemeinde Garrel abgeben würde. Seinerzeit war unter anderem von "Erpressung" und einem "Giftgeschenk" die Rede. Für die Kommune ergäben sich ein hoher Arbeitsaufwand und Kosten in Höhe von rund 400.000 bis 420.000 Euro. Die Kosten der etwa eine Million Euro teuren Sanierung lägen hingegen komplett beim Land.

Großenkneten beteiligt sich mit 100.000 Euro an den Planungskosten

Wie der CDU-Fraktionsvorsitzende auf Nachfrage von OM Online sagte, sei in der Nachbargemeinde Großenkneten der Ratsbeschluss gefasst worden, sich mit 100.000 Euro an den Planungskosten zu beteiligen. Das seien neue Erkenntnisse, die in die Überlegungen mit einfließen müssten. Die Gemeinde Garrel hat vorsorglich die selbe Summe in ihren Haushalt für das laufende Jahr eingestellt.

Für Mittwoch war laut Meyer eine interfraktionelle Sitzung angesetzt, auf der sich auch die "Garreler Unternehmerschaft" zu Wort melden sollte. Der Fraktionsvorsitzende kann sich nach eigener Aussage vorstellen, dass die Unternehmen "einen kleinen Obolus dazu tun" und sich so an den Planungskosten beteiligen. Einige Unternehmer hätten bereits Interesse signalisiert, über das Vorhaben ins Gespräch zu kommen. Ob es mit dem Ausbau letztendlich doch etwas werde, sei vorbehaltlich der Entscheidungen in den Gremien des Rates.

CDU-Fraktionschef Stefan Meyer mahnt zur Eile

Dadurch, dass die Sanierung der L871 doch nicht kurzfristig erfolgen werde, eröffne sich "ein ganz neues Zeitfenster", das man nutzen wolle, "das Ganze neu anzuschieben", so Meyer. Dabei mahnt er zur Eile. "Wenn wir etwas wollen, müssen wir zügig in die Gänge kommen." Immerhin müssten im Rahmen der Vorplanung unter anderem eine Kartierung und umfangreiche Untersuchungen zu Natur- und Landschaftsbelastungen vorgenommen werden.

Für eine von den Garrelern erhoffte Verbreiterung der Straße müssten zudem Flächen erworben werden. Die Grundstücksverhandlungen müsste jedoch die Kommune führen. Nachdem es im vergangenen Jahr hieß, dass diese Arbeit – auch auf Großenknetener Gebiet – komplett an Garrels Bürgermeister Thomas Höffmann hängenbleiben würde, gibt es nun offenbar ein Umdenken in der Nachbargemeinde. Wie Klaus Bigalke, Erster Gemeinderat in Großenkneten, auf Nachfrage sagte, habe die Verwaltung erklärt, dass sie die Gemeinde Garrel bei Grundstücksverhandlungen auf Großenknetener Gebiet unterstützen werde.

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