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CDU-Vorstände stehen hinter Kreßmann

Die Partei-Mitglieder sollen Essens Bürgermeister am 28. September für die Wiederwahl nominieren. Um Rathaus-Chef zu werden, hatte Heiner Kreßmann sein CDU-Parteibuch 2016 zurückgegeben.

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Blickfang: Essens Rathaus gilt vielen als das schönste im ganzen Landkreis. Seit 2016 leitet Heiner Kreßmann von hier aus die Verwaltungsgeschäfte. Foto: Meyer

Blickfang: Essens Rathaus gilt vielen als das schönste im ganzen Landkreis. Seit 2016 leitet Heiner Kreßmann von hier aus die Verwaltungsgeschäfte. Foto: Meyer

Essens CDU wird voraussichtlich keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl 2021 aufstellen. Das gab die Partei am Montag bekannt. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, haben sich die Vorstände des Gemeindeverbandes, des Ortsverbandes Bevern und der Ratsfraktion einstimmig für die Fortsetzung der - so wörtlich - „erfolgreichen Zusammenarbeit“ mit Amtsinhaber Heiner Kreßmann ausgesprochen. Zuvor habe Kreßmann der CDU bestätigt, dass er im kommenden Herbst zur Wiederwahl antreten werde,  erklärte Fraktionsvorsitzender Gregor Middendorf gegenüber OM online.

Auf einer Mitgliederversammlung am 28. September soll Kreßmann vorgeschlagen werden

Auf einer Mitgliederversammlung am 28. September soll der parteilose Verwaltungschef zur Nominierung vorgeschlagen werden. Damit spreche sich die CDU für Kontinuität aus, ergänzt Gemeindeverbandsvorsitzender Bernard Wichmann. „Heiner Kreßmann hat sehr gute Arbeit geleistet und Essen mit der Gemeindeverwaltung und dem Rat vorangebracht.“ Dieser Erfolg solle in den nächsten fünf Jahren fortgesetzt werden. Auch Gregor Middendorf lobte die Arbeit Kreßmanns, der sich 2016 in einer Stichwahl ausgerechnet gegen den CDU-Bewerber Clemens Große Macke durchgesetzt hatte. „Unser Bürgermeister hat in den letzten vier Jahren mit der CDU-Fraktion große Projekte angeschoben, die gemeinsam zum Abschluss gebracht werden müssen.“ Das Verhältnis zwischen Kreßmann und seiner Fraktion bezeichnete Middendorf als „harmonisch".

Unterstützung erhält der Bürgermeister auch vom CDU-Ortsverband Bevern. Kreßmann habe die gesamte Gemeinde im Blick, lobte dessen Vorsitzender Carsten Meyer und wies auf Neubauten wie die Kinderkrippe oder die laufende Flurbereinigung in Bevern hin. Meyer: „Der Ortsverband möchte weiter mit einem so dynamischen Bürgermeister zusammenarbeiten“.

Am 11. September 2016 hatte der Polizeihauptkommissar die Stichwahl gegen den damaligen Landtagsabgeordneten Große Macke mit 57 Prozent überraschend deutlich gewonnen. Er war zuvor aus der CDU ausgetreten, deren Fraktionsvorsitzender er bis dahin gewesen war. Gut abgeschnitten hatte seinerzeit auch der dritte Bürgermeisterkandidat, SPD-Fraktionschef Detlef Kolde. Ihm fehlten am Ende nur 73 Stimmen, um in die Stichwahl zu kommen.

Sozialdemokraten entscheiden später

Ob die Sozialdemokraten auch 2021 wieder einen eigenen Kandidaten oder eine Kandidatin für das Amt aufstellen wollen, stehe noch nicht fest, erklärte Kolde, der auch SPD-Unterbezirksvorsitzender ist, auf Nachfrage. Die Genossen tagen am 21. Oktober.

Die CDU-Mitglieder stimmen bereits Ende des Monats darüber ab, ob Heiner Kreßmann zur Wiederwahl vorgeschlagen wird oder doch noch weitere Kandidaten gefunden werden sollen. Im Mittelpunkt der Versammlung   wird auch die Suche nach Bewerbern für ein Ratsmandat stehen. Aus der Fraktion scheiden einige Lokalpolitiker im kommenden Jahr aus. Wer Vorschläge machen könne oder selbst Interesse an der Nachfolge habe, dürfe sich gern bei ihm oder Carsten Meyer melden, so Bernard Wichmann. Er warb für das ehrenamtliche Engagement. Alle Bürgerinnen und Bürger seien jetzt gefragt.

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