Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Carport brennt: Großeinsatz in Visbek

In der Nacht auf Donnerstag waren rund 100 Einsatzkräfte mit 17 Fahrzeugen bei einem Feuer in Siedenbögen im Einsatz. Insbesondere die Löschwasserversorgung war eine Herausforderung. (Update)

Artikel teilen:
Das Feuer griff auf den Carport über. Foto: Feuerwehr Visbek

Das Feuer griff auf den Carport über. Foto: Feuerwehr Visbek

Bei einem Wohnhaus in Visbek-Siedenbögen ist es in der Nacht auf Donnerstag zu einem Brand gekommen. Wie die Polizei wissen lässt, ist dabei keine Person verletzt worden. Allerdings entstand ein hoher Sachschaden in Höhe von schätzungsweise 300.000 Euro.

Gegen 3.20 Uhr sind die Einsatzkräfte von Anwohnern alarmiert worden, da ein Carport in Brand stehe. Beim Eintreffen fanden die Einsatzkräfte sowohl den Carport als auch eine Terrassenüberdachung aus Holz im Vollbrand vor. Letztere fing aus bislang unbekannter Ursache Feuer, wie die Polizei mitteilt. Auch Teile des anliegenden Wohnhauses wurden in Mitleidenschaft gezogen. Zwei der Fahrzeuge im Carport konnten gerettet werden, sagt Visbeks Ortsbrandmeister Sascha Stelmaszyk. Ein drittes Fahrzeug, ein E-Auto, brannte dagegen, wie die Überdachung, völlig aus.

Die Holzüberdachung brannte völlig aus. Foto: Feuerwehr VisbekDie Holzüberdachung brannte völlig aus. Foto: Feuerwehr Visbek

Insgesamt 97 Feuerwehrleute waren im Einsatz und konnten ein weiteres Ausbreiten des Feuers verhindern. Dafür waren die Kameradinnen und Kameraden aus Visbek, Rechterfeld, Langförden, Wildeshausen und Düngstrüp mit 17 Fahrzeugen im Einsatz. Letztere waren vor allem nötig, um die Wasserversorgung aufrechtzuerhalten, erklärt Stelmaszyk. Die Tanklöschfahrzeuge waren dafür im sogenannten Pendelbetrieb unterwegs.

Ortsbrandmeister fährt nach dem Einsatz direkt zur Arbeit

Wie der Ortsbrandmeister weiter ausführt, ist insbesondere in ländlicheren Bereichen, wie in diesem Fall in Siedenbögen, die Wasserversorgung im Brandfall eine Herausforderung. Das benötigte Löschwasser ist zu weit weg. In Wohngegenden mit enger Bebauung gebe es dagegen einen Grundschutz, sagt Stelmaszyk. Da gebe es weniger Probleme mit der Löschwasserversorgung.

Für die Brandbekämpfung waren die Feuerwehrleute bis kurz nach 8 Uhr im Einsatz, sagt der Ortsbrandmeister. Er selbst ist von dort direkt zur Arbeit gefahren, erzählt er. Sascha Stelmaszyk arbeitet bei der Berufsfeuerwehr in Oldenburg. Andere Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr hielten es entweder wie der Ortsbrandmeister oder starteten später in den Arbeitstag. Das handhabe jede und jeder anders, sagt Stelmaszyk, das hänge auch damit zusammen, welche Absprachen es mit den jeweiligen Arbeitgebern gebe.

Nach so einem Einsatz holt einen doch im Laufe des Tages die Müdigkeit ein. „Man beißt sich durch“, sagt Sascha Stelmaszyk pragmatisch. Der eine oder andere Witz von Kollegen über die Augenränder bleibe nicht aus, aber man halte sich wach und gehe dafür am Abend früher ins Bett. „Solche Einsätze hat man auf dem Dorf ja nicht so oft“, sagt der Visbeker Ortsbrandmeister. Stelmaszyk sowie seine Kameradinnen und Kameraden wissen um das Leid hinter solchen Bränden und behalten das stets im Hinterkopf. Da spielt die Uhrzeit keine Rolle. Denn eines stellt der Ortsbrandmeister klar: „Wenn wir nicht kommen, kommt keiner.“

Zahlreiche Feuerwehrleute waren am frühen Morgen in Siedenbögen im Einsatz. Foto: Feuerwehr VisbekZahlreiche Feuerwehrleute waren am frühen Morgen in Siedenbögen im Einsatz. Foto: Feuerwehr Visbek

So verpassen sie nichts mehr. Mit unseren kostenlosen Newslettern informieren wir Sie über das Wichtigste aus dem Oldenburger Münsterland. Jetzt einfach für einen Newsletter anmelden!

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Carport brennt: Großeinsatz in Visbek - OM online