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Carnevalisten erobern Cloppenburger Rathaus

Die CCV-Gruppen haben die närrische Saison in der Kreisstadt eröffnet. Bürgermeister Neidhard Varnhorn musste am Ende schließlich klein beigeben.

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Überdimensionale Booster-Spritze: Die Carnevalisten überraschten Bürgermeister Neidhard Varnhorn, der mit seinen Verteidigern keine Abwehr entgegenzusetzen hatte. Foto: Heidkamp

Überdimensionale Booster-Spritze: Die Carnevalisten überraschten Bürgermeister Neidhard Varnhorn, der mit seinen Verteidigern keine Abwehr entgegenzusetzen hatte. Foto: Heidkamp

Erfolgreicher Sturm auf das Cloppenburger Rathaus, aber erst mit dem dritten Anlauf: Die Cloppenburger Carnevalisten öffneten am Wochenende die Rathaustür und übernahmen damit das Amtsgebäudes für die Dauer der närrischen Saison.

Pünktlich um 11.11 Uhr setzten die Mitglieder vom CCV ihre Truppen in Marsch, angefangen von den Minis, die mit Tänzen versuchten, die Rathaus-Verteidiger zu bezirzen. Bürgermeister Varnhorn und seine Stellvertretenden konnten sich anfangs noch locker mit dem Werfen von Bonbons gegen die Angriffe erwehren.

Salutsalven: Donnern war im ganzen Stadtgebiet zu hören

Erst als Mitglieder der Bürgerartillerie mit ihren Schaft- und Handböllern unter dem Kommando von Ute Jansen ins Spiel kamen, wurde es den Stadtoberen doch ein wenig mulmig. Gleich drei Salutsalven feuerten die Schützeninnen und Schützen ab, das Donnern war im ganzen Stadtgebiet deutlich zu hören.

Als dann auch noch die Soldaten mit dem Rammbock Aufstellung nahmen, hofften alle Beteiligten auf ein freiwilliges Öffnen der Rathaustür. „Ihr kommt hier nicht rein“, rief Varnhorn siegessicher den über 111 aktiven CCVern und über 100 Besuchern des Spektakels zu.

Carnevalisten überraschten mit Booster-Spritze

„Zur Schlüsselübergabe hast Du hoffentlich eine Einweisung bekommen“, wollte CCV-Präsident Dirk Lanfermann Bürgermeister Varnhorn bewegen und setzte seine Rammbocktruppe im Marsch. Diese allerdings musste ebenfalls nach vergeblichen Anläufen die Segel streichen. Erst mit ihrer Geheimwaffe wurden die Sorgenfalten der Verteidiger auf dem Rathausbalkon größer.

Mit einer riesigen Booster-Spritze überraschten die Carnevalisten alle Beteiligten. Ein Versuch reichte, um die Tür zu öffnen und das Gebäude samt Rathauskasse zu übernehmen. „Wir haben alles gegeben. Aber gegen die Geheimwaffe hatten wir einfach keine Chance. Aber Cloppenburg hat jetzt endlich wieder die Narrenzeit“, musste Bürgermeister Varnhorn nach nur zwölf Tagen Amtszeit den Rathaus-Schlüssel übergeben. Durch den Coronabedingten Ausfall des Karnevalssession im vergangenem Jahr dürfte die Stadtkasse nach Meinung von Prinz Mika Schulze und Prinzessin Caprice-Fabienne Wimmert prall gefüllt sein.

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