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Caritas zeichnet Alfons Hoping aus

Das Ehrenzeichen in Gold soll die ehrenamtliche Arbeit des Visbekers in Litauen würdigen. Mehr als 400.000 Euro hat er bereits in das baltische Land gebracht. Mehr als 5000 Einzelspender halfen mit.

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Überreichten das Ehrenzeichen: Honorarprofessor Dr. Martin Pohlmann (links) und Dr. Gerhard Tepe (rechts) mit Alfons Hoping und seiner Frau Margret. Foto: Kattinger

Überreichten das Ehrenzeichen: Honorarprofessor Dr. Martin Pohlmann (links) und Dr. Gerhard Tepe (rechts) mit Alfons Hoping und seiner Frau Margret. Foto: Kattinger

Mit dem Ehrenzeichen in Gold des Deutschen Caritasverbandes hat der Vorstand des Landes-Caritasverbandes jetzt Alfons Hoping aus Visbek ausgezeichnet. Ausgehend von der Litauenhilfe von Maltesern und Caritas in den 1990er Jahren um Clemens Rottinghaus und den früheren Direktor Paul Schneider habe Hoping dem baltischen Land inzwischen über 400.000 Euro an Hilfsgeldern zukommen lassen, teilt der Landes-Caritasverband mit.

Im Fokus stand und steht ein Kinderheim in dem 1000-Einwohner-Ort Alvitas an der litauisch-russischen Grenze, blickte Caritasdirektor Dr. Gerhard Tepe auf die Anfänge der Initiative zurück. Die graue Trostlosigkeit der langen Korridore in dem damaligen staatlichen Kinderheim hätten sich dem heute 71-jährigen Visbeker vor über 25 Jahren eingeprägt. Hoping habe beschlossen zu helfen.

Dabei habe der Visbeker das Talent, andere begeistern und für seine Sache gewinnen zu können, würdigte der Caritasdirektor. Mit dem Ergebnis, dass sich durch den Landmaschineningenieur zahlreiche Männer und Frauen aus dem Oldenburger Land ein Bild von der Lage vor Ort gemacht haben und es inzwischen 5000 Einzelspender gibt. „Selbst Menschen, die ich gar nicht persönlich kenne“, dankte Hoping.

Das Kinderheim muss umziehen

Immer wieder aber gab es auch Rückschläge und Schwierigkeiten. Jüngstes Beispiel: Der Beschluss der litauischen Regierung 2017, dass sich alle Kinderheime zu verkleinern haben, machte die weitere Nutzung eines 2015 gebauten Komplexes unmöglich. Hoping versuchte viel, um die Einrichtung an dem Standort erhalten zu können. Vergeblich. Der Astruper aber plante neu. Aufgeben? Keine Option.

Ein neues Gebäude für ein Kinderheim ist mittlerweile gefunden. Dabei handelt es sich um ein altes Einfamilienhaus mit Nebengebäude auf 1700 Quadratmetern, das der Leiter der Einrichtung, Pfarrer Vytautas Kajokas, kürzlich für 30.000 Euro gekauft hat. Es befindet sich rund 200 Meter vom jetzigen Standort entfernt. Mit dem Bau von 2015 sei es nicht zu vergleichen, sagt Hoping. Eine Sanierung sei dringend nötig. Die Spendensammlung läuft.

Neben seiner Litauenarbeit war der Geehrte 9 Jahre ehrenamtlicher Schöffe am Gericht, Malteser-Ortsbeauftragter sowie im Pfarreirat und Kirchenausschuss seiner Heimatpfarrei St. Vitus in Visbek. Und auch für Geflüchtete aus der Ukraine engagiert er sich.

  • Info: Das Kinderheim kann mit Spenden unterstützt werden: IBAN: DE52 2806 6103 0001 4966 03, Volksbank Visbek, Kennwort: Kinderheim St. Kazimier.

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