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Caritas übernimmt Sozialarbeit in Lastrup für weitere 5 Jahre

Die Kooperation habe sich bewährt, urteilen die Verantwortlichen. Bürgermeister Kramer warnt außerdem vor Vorurteilen gegenüber Geflüchteten.

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Verlängert: Bürgermeister Michael Kramer, Barbara Piltz und Caritas-Geschäftsführer Heribert Mählmann (von rechts) freuen sich über die Kooperationsvereinbarung. Foto: G. Meyer

Verlängert: Bürgermeister Michael Kramer, Barbara Piltz und Caritas-Geschäftsführer Heribert Mählmann (von rechts) freuen sich über die Kooperationsvereinbarung. Foto: G. Meyer

Die Jugendsozialarbeit in Lastrup wird weitere 5 Jahre in den Händen des Caritas-Sozialwerks St. Elisabeth (CSW) liegen. Caritas-Geschäftsführer Heribert Mählmann und Bürgermeister Michael Kramer besiegelten am Dienstag eine entsprechende Kooperationsvereinbarung. Darin eingeschlossen sind die Fortführung der Schulsozialarbeit, die Leitung des Jugendtreffs und die Betreuung von Geflüchteten und Arbeitsmigranten.

Der bisherige Kooperationsvertrag war Ende vergangenen Jahres ausgelaufen. Grundsätzliche Änderungen bietet das neue Papier  nicht. Dazu sieht der Bürgermeister auch keinen Anlass. Er lobte die "hervorragende" Zusammenarbeit mit der Caritas: "Die neue Vereinbarung gibt uns Planungssicherheit und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine verlässliche Perspektive."

Zunahme der Arbeitsmigranten kann zu Konflikten führen

Weiteres Plus aus Sicht Kramers: Personelle Ausfälle könnten dank des breiten Caritas-Netzwerks schnell aufgefangen werden. Heribert Mählmann bedankte sich für das Vertrauen. Das Modell habe sich bewährt, urteilt er. Gemeinde und Caritas bündelten darin ihre Kompetenzen.

Mählmann hob dabei den "Faktor Mensch" hervor. "In großen Städten ist die Sozialarbeit deutlich schwieriger." Der Caritas-Chef sieht aber auch in der hiesigen Region ausreichend Konfliktstoff. "Wer davor die Augen schließt, macht einen Riesenfehler." Konkret denke er an die  Zunahme der Arbeitsmigration und des Familiennachzugs aus verschiedenen EU-Ländern. Die Caritas berate die zumeist im Niedriglohnsektor Beschäftigten, betonte Mählmann.

Kramer kritisiert Aussagen in sozialen Medien

Vergleichsweise gering sei dagegen aktuell die Anzahl der Asylbewerber. Das gelte derzeit auch für Lastrup, sagte Barbara Piltz, die im Rathaus für den Sozialbereich zuständig ist. Sie bestätigte, dass Geflüchtete häufig schlimme Erlebnisse verarbeiten müssten. Michael Kramer nahm die Menschen gegen Verallgemeinerungen und Vorurteile in Schutz. "Messerattacken wie in Würzburg dürfen nicht auf eine einzelne Gruppe projiziert werden", mahnte der Bürgermeister. Dies geschehe in den sogenannten sozialen Medien aber immer wieder, bedauert er.

Das Caritas-Sozialwerk St. Elisabeth mit Sitz in Lohne ist seit 1986  für Menschen schwerpunktmäßig in den Landkreisen Cloppenburg und Vechta tätig. Die Stiftung und das 1994 gegründete Caritas-Sozialwerk Vechta GmbH beschäftigen derzeit 350 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das CSW unterhält stationäre Wohngruppen, eine heilpädagogische Tagesgruppe, einen therapeutischen Dienst, ambulante Betreuungsangebote, Flüchtlingswohnheime, soziale Betriebe, eine Jugendwerkstatt sowie verschiedene Einrichtungen und Dienste der Gemeindecaritas.

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