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Cappelner Senioren im Minutentakt geimpft

Binnen eines Tages bekamen rund 270 Einwohner das Mittel gegen Corona gespritzt. Lob gab es von allen Seiten für die ehrenamtlichen Helfer.

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Kleiner Piks: Für Maria Eilers war es keine Frage, ob sie sich impfen lässt oder nicht. So wie sie haben es auch 270 weitere Einwohner der Gemeinde gesehen, die 80 Jahre und älter sind. Foto: Vorwerk

Kleiner Piks: Für Maria Eilers war es keine Frage, ob sie sich impfen lässt oder nicht. So wie sie haben es auch 270 weitere Einwohner der Gemeinde gesehen, die 80 Jahre und älter sind. Foto: Vorwerk

„Das ist perfekt organisiert. Daran können sich andere Landkreise ein Beispiel nehmen.“ So wie Anna Münzebrock sahen es am Donnerstag viele Senioren, die zum ersten Impftermin in das Cappelner Pfarrheim gekommen waren. „Ein großes Lob an die Gemeinde Cappeln, die Feuerwehr und alle freiwilligen Helfer“, schrieb Silke Abeln unmittelbar nach dem Termin ihrer Schwiegermutter auf Facebook. Besonders das beheizte Vorzelt war der älteren Dame positiv aufgefallen.

Impfquote von rund 76 Prozent

360 Personen hatte die Gemeindeverwaltung an einem Wochenende angeschrieben und schon am Sonntag hatte Bürgermeister Marcus Brinkmann einen großen Stapel an Rückläufern aus dem Briefkasten gefischt, um Platz für weitere Post zu schaffen. Bis Dienstag waren die meisten der rund 276 Anmeldungen eingegangen, die im Minutentakt geimpft wurden. Eine Quote von gut 76 Prozent.

„Die Menschen sind froh, dass sie ein Angebot vor Ort bekommen“, berichtet Marcus Brinkmann aus Gesprächen. Am Montag hat es eine Lagebesprechung gegeben. Dabei wurden die Einbahnstraßenregelung auf der Schulstraße festgelegt und der Räumdienst für Fahrbahn und Bürgersteige geklärt. Die Volksbank hat für den Termin eigens ihren Mitarbeiterparkplatz zur Verfügung gestellt. Mitglieder der drei Feuerwehren aus Cappeln, Schwichteler und Elsten haben die Zufahrt kontrolliert, am Eingang Fieber gemessen und den Beobachtungsraum betreut.

Mittel von Biontech/Pfizer verabreicht

Wer am Eingang registriert wurde, bekam sofort einen Zettel mit dem Hinweis auf den Termin für die zweite Impfung. Die findet am Donnerstag, 4. März, zur gleichen Uhrzeit am selben Ort statt.

Für Erna Kulgemeyer war es keine Frage, ob sie sich impfen lässt oder nicht. „Da habe ich nicht lange drüber nachgedacht. Am Ende steckt man noch andere an. Dann wird man nicht mehr glücklich“, meint die 90-jährige Sevelterin. Auch Maria Eilers (86) zögerte nicht: „Für mich war sofort klar, dass ich mich impfen lasse.“ Vereinzelte Fragen hatte es im Vorfeld gegeben, welcher Impfstoff zum Einsatz kommt, denn das Vakzin von AstraZeneca wollten die Anrufer ausgeschlossen wissen. Dieser Impfstoff wird aber für Senioren über 64 Jahren generell nicht gespritzt. In Cappeln war es das Mittel von Biontech/Pfizer, dem eine sehr hohe Wirksamkeit attestiert wird.

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