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Bürgerstiftung Neuenkirchen-Vörden wird 15 Jahre alt

Rückblick, Einblick, Ausblick: Zum Jubiläum präsentiert die Stiftung ihre Geschichte und Arbeit in einer Broschüre.

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Gesicht der Bürgerstiftung: Seit der Gründung ist Norbert Feldkamp dabei. Mit 4 anderen Mitgliedern ist er im Vorstand. Foto: E. Wenzel

Gesicht der Bürgerstiftung: Seit der Gründung ist Norbert Feldkamp dabei. Mit 4 anderen Mitgliedern ist er im Vorstand. Foto: E. Wenzel

In ganz Neuenkirchen ist sie bekannt: die Skulptur am Kreisel in Neuenkirchen. Seit 10 Jahren steht sie dort als Zeichen für die Arbeit der Bürgerstiftung. Bei einem Projekt der Stiftung wurde sie seinerzeit erstellt. An diesem Tag steht der Vorsitzende der Bürgerstiftung, Norbert Feldkamp, erneut vor der Skulptur. Der Anlass: Die Bürgerstiftung wird 15 Jahre alt – zur Feier des Tages werden Informationsbroschüren verteilt.

Unter regulären Umständen würde der Stiftungsgeburtstag jetzt zelebriert. Feldkamp erinnert sich an das 10-jährige Bestehen, bei der Veranstaltung im Neuenkirchener Saal Otte wurden seinerzeit die Ehrenamtlichen gefeiert. Eine solche Veranstaltung ist in diesem Jahr aber Corona-bedingt nicht möglich. Trotzdem wollte die Bürgerstiftung Neuenkirchen-Vörden den Kontakt zu ihren Ehrenamtlichen, Stiftern und Zustiftern aufrechterhalten. Daher erhielten sie alle die Broschüre, in der sich die Bürgerstiftung unter dem Titel „Rückblick, Einblick, Ausblick“ präsentiert.

In einer sich stark verändernden Gesellschaft wolle der Vorstand eher die Zwischenziele, die Arbeit und die Erfolge der Stiftung präsentieren. Dadurch, dass man in kürzeren Abständen eine Bestandsaufnahme angehe, könne man den Blick nach vorne richten. „Kurz und prägnant“ soll der Flyer das Augenmerk auf die Entwicklung der Bürgerstiftung lenken.

Schwerpunkt der Arbeit hat sich verschoben

Feldkamp erinnert in diesem Zusammenhang an die Anfänge der Bürgerstiftung. Zu Beginn habe man noch "operativer" gearbeitet, erklärt er. So konnte sich die Stiftung durch die Tafel oder Leseprojekte zunächst einmal einen Namen in Neuenkirchen-Vörden machen. Ab 2009 kam ein weiteres Aufgabenfeld hinzu: die Seniorenarbeit. Mittlerweile hätte die Bürgerstiftung sich vom Initiieren einzelner Projekte entfernt und konzentriere sich stattdessen auf deren Förderung. Als Beispiel gelungener Arbeit nennt Feldkamp den Bürgerbrunch.

Insgesamt zieht der Vorsitzende nach 15 Jahren eine positive Zwischenbilanz, was die Entwicklung der Stiftung angeht. „Ich könnte den ganzen Tag reden. Man wundert sich, was da zusammenkommt“, scherzt Feldkamp. Die Highlights würden auf insgesamt 6 Seiten der 15-Jahre-Broschüre aufgezeigt.

Änderung der Satzung steht an

Für die Zukunft ist dem Vorsitzenden nicht bang: „Die Ideen gehen nie aus.“ Es müsse nur darauf geachtet werden, dass die Projekte, so gut die Ideen auch seien, letztlich umsetzbar blieben. Bestehende Projekte, wie der Bürgerbrunch oder der "Tag des Ehrenamtes", sollen fortgeführt werden. Letzterer musste dieses Jahr abermals Ccorona-bedingt ausfallen. Geplant sei in diesem Zusammenhang ein Theaterprojekt in Zusammenarbeit mit dem "Kleinen Kaufhaus" gewesen.

Zudem stehe eine Satzungsänderung an, genauer gesagt die Einführung eines Stiftungsfonds. Unter dem Dach der Bürgerstiftung sollen Interessierte eine Namensstiftung gründen können, um Projekte ihrer Wahl zu fördern.

Eine Entwicklung im Zuge der Pandemie: die digitale Bürgerstiftung. Die Ehrenamtlichen arbeiteten zu einem Großteil online, in Teams wurden beispielsweise Videokonferenzen abgehalten. Das könne sich der Vorsitzende auch für die Zukunft vorstellen. Zur Seite stehen der Bürgerstiftung nämlich zum einen ein IT-Spezialist, zum anderen drei junge Frauen, die laut Feldkamp "sehr motiviert" an der Digitalisierung arbeiteten.

Stiftung braucht junge Leute und will sie stärker fördern

In diesem Zusammenhang räumt der Vorsitzende ein: „Wir haben eine große Lücke, was soziale Medien betrifft.“ Auch daran solle in Zukunft gearbeitet werden. Feldkamp ist sich des Ausmaßes dieser Arbeit aber bewusst, dass diese Aufgabe nicht zu unterschätzen sei. „Das ist kein Projekt, wo du einmal was machst, und dann ist es beendet.“ Hier seien junge Menschen gefragt, die sich digital auskennen.

Genau diese möchte die Bürgerstiftung in Zukunft verstärkt ansprechen. Als Motivation schwebt Feldkamp ein Jugend-Etat vor. Über diesen soll eine Gruppe Jugendliche frei verfügen können, um Projekte ihrer Wahl zu unterstützen. Der Vorsitzende kann sich hier eine Zusammenarbeit mit den Schulen vorstellen.

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