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Bürgermeister Hage hofft auf eine Wiederwahl

Der Kandidaten-Check von OM online: 7 Jahre ist Karsten Hage (CDU) im Amt. Linderns Verwaltungschef sieht seine Gemeinde auf einem guten Weg und versteht sich als Teamplayer (mit Video).

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Will seine Arbeit in Lindern fortsetzen: Karsten Hage stellt sich am 12. September zur Wiederwahl. Foto: Siemer

Will seine Arbeit in Lindern fortsetzen: Karsten Hage stellt sich am 12. September zur Wiederwahl. Foto: Siemer

Der Kandidaten-Check von OM online. In dieser Reihe stellen wir zur Kommunalwahl im September die Bürgermeister- und Landratskandidaten in den Landkreisen Cloppenburg und Vechta vor. Das Konzept: Einen thematischen Treffpunkt darf der Kandidat wählen, den anderen bestimmt die Redaktion. In dieser Folge: Linderns amtierender Bürgermeister Karsten Hage im Talk mit Reporter Georg Meyer.

"Mein Ziel ist die Wiederwahl." So formuliert Linderns Bürgermeister Karsten Hage seinen Wunsch für die Bürgermeisterwahl, der er sich  am 12. September stellen wird. Seine Chancen? Der Amtsinhaber mit CDU-Parteibuch ist der einzige Anwärter in Lindern.

Natürlich würde er sich über ein gutes Ergebnis freuen, sagt Hage. Gemeinsam mit Rat, Verwaltung und unterstützt von den Bürgerinnen und Bürgern habe er versucht, die Gemeinde in den vergangenen Jahren voranzubringen.

Vor 7 Jahren bekam Hage 89 Prozent der gültigen Stimmen

Eine Prognose lässt sich der mit Lebensgefährtin Sandra Ostendorf im Ortsteil Großenging lebende gebürtige Diepholzer nicht entlocken. Bei seiner ersten Wahl zum Nachfolger von Rainer Rauch vor 7 Jahren erreichte der Vater einer erwachsenen Tochter 89 Prozent. Anders als einige andere Bewerber in der Region habe er sich bewusst dafür entschieden, wieder als CDU-Kandidat anzutreten, sagt Hage.

An den Anfang seiner kurzen Ansprache zur Nominierung stellte der passionierte Jäger und „Edelstallknecht“ ein Bekenntnis: „Meine Frau und ich leben gern in diesem schönen Ort und möchten hier bleiben.“ Das, was bisher erreicht wurde, sei die Leistung vieler im Team, auch der CDU-Fraktion in beiden Räten und ebenso der Kollegen der SPD, denen er "eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit und die gemeinsame Suche nach der besten Lösung" bescheinigen könne.

In allen Bauerschaften sind Bauplätze geschaffen worden

Vor einigen Wochen hatte der CDU-Gemeindeverband Hage fast einstimmig erneut zum Kandidaten gekürt. „Du bist unser Mann. Unser aller Ziel ist es, mit dir die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre fortzusetzen“, hatte der Vorsitzende und stellvertretende Bürgermeister, Stefan Schute, unter dem Beifall der Mitglieder verkündet.

Der Begriff der "erfolgreichen Arbeit" wird in der Politik gern verwandt. Doch in Lindern sei das, was aufbauend auf der Arbeit von Hages Vorgängern Rauch und Paul Hußmann geschaffen wurde, an vielen Stellen sichtbar, sagen viele Bürgerinnen und Bürger. Das Ziel, Lindern als Wohn- und Arbeitsort auszubauen, sei stets im Blick behalten worden. In allen Bauerschaften seien Bauplätze geschaffen worden; rund 120 sind es insgesamt. Über 30 entstehen demnächst an der Löninger Straße. 

Dort laufen indes noch archäologische Untersuchungen. Für Hage sind sie ein Ärgernis: Sie verzögerten alles, findet er. Zudem müssten  die Kosten auf die Grundstückskäufer umgelegt werden.

Hage wertet Dorferneuerung als Gewinn für Lindern

Durch den Ausbau des Gewerbegebiets in Stühlenfeld, die Neuansiedlung von Betrieben und die Ausbau-Projekte bestehender Unternehmen seien in den letzten Jahren mehr als 100 neue Arbeitsplätze geschaffen worden. Und: Für das neue, 5 Hektar große Gewerbegebiet im Dreieck von Lienerscher Straße und Umgehung liegen bereits viele Anfragen und Wünsche vor, sagt Hage.

Sein Ziel sei nicht, die Einwohnermarke um jeden Preis über 10.000 zu bekommen. Die Menschen sollten sich in Lindern wohlfühlen, sagt Hage. Dazu trage aus seiner Sicht auch die bis 2022 verlängerte „Dorferneuerung Lindern“ bei. Mehr als 5 Millionen Euro seien bisher in zentrale Projekte geflossen. Beispielhaft zählt der Bürgermeister auf: die Sanierung und die Umgestaltung der Ortsdurchfahrt; die Umgestaltung der Holthöher Straße, des Nordwegs, der Vehnstraße, des Marktplatz-Randbereichs, der Ortseingänge sowie die Sanierung und der Umbau des Hauses Eilers zum Kindergarten. Wenn die genehmigten Projekte Schulhof-Sanierung und Umgestaltung der Vreeser Straße im kommenden Jahr abgeschlossen seien, seien so gut wie alle geplanten Maßnahmen auch umgesetzt worden.

Als "Riesenerfolg" wertet Hage die 90-prozentige Förderung und die eine Million Euro für die Sanierung der Lüftung und des Dachs des Hallenbades. Bei allen umfangreichen Investitionen sei auch durch das konsequente Nutzen von Fördertöpfen sparsam gewirtschaftet worden, betont der Bürgermeister. Am Ende des Jahres habe Lindern 1,5 Millionen Euro Schulden, und das nur, weil eine große Ackerfläche für notwendige Tauschgeschäfte für neue Bau- und Gewerbegebiete gekauft werden konnte.


Zur Person:

  • Karsten Hage ist 55 Jahre alt.
  • Er studierte an der Niedersächsischen Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege; Abschluss: Diplom-Verwaltungswirt (FH).
  • Er war Leiter des Fachdienstes Zentrale Dienste und Finanzen; Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters der Stadt Diepholz.
  • Er ist seit dem 1. November 2014 seit 01.11.2014 Bürgermeister der Gemeinde Lindern.
  • Sein größtes Hobby: Pferdehaltung.

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