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Bürgermeister bekommt Hilfe aus der alten Heimat

Der FC Lastrup hatte eine Hilfsaktion für Flutopfer in Nideggen gestartet. Das gesammelte Geld brachte er jetzt in die Eifel. Dort wird es dringend gebraucht.

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Geld aus der Heimat: FC Lastrup und TuS Berge spenden 2500 Euro nach Niddegen. Marco Schmunkamp (Bürgermeister von Nideggen) nimmt die Spende von seinem Vater Bernhard Schmunkamp entgegen. Foto: K. Schmunkamp

Geld aus der Heimat: FC Lastrup und TuS Berge spenden 2500 Euro nach Niddegen. Marco Schmunkamp (Bürgermeister von Nideggen) nimmt die Spende von seinem Vater Bernhard Schmunkamp entgegen. Foto: K. Schmunkamp

Hilfe aus der alten Heimat hat Nideggens Bürgermeister Marco Schmunkamp erhalten. Der gebürtige Lastruper nahm jetzt eine Spende über 2.500 Euro entgegen. Das Geld soll den von der Flutkatastrophe im Juli besonders Betroffenen in der kleinen Eifelgemeinde zugutekommen.

Nachdem sie die Bilder von den Zerstörungen gesehen hatten, wollten die Aktiven vom FC Lastrup spontan helfen. Ihre Idee: Während des Bezirkspokalspiels gegen den TuS Berge sollten Spenden gesammelt werden.  Die Berger waren sofort begeistert, und auch ein Lastruper Wurstwarenspezialist machte mit. Er stellte kostenlos Bratwurst zur Verfügung. Das Spiel war gut besucht und am Ende kam die hohe Summe zustande, die jetzt an den Verein „Soziales Netzwerk“ aus Nideggen geht. "Das Geld soll denen helfen, die durch die Flut im Juli in wirklich große Not geraten sind", sagt Klaus Schmunkamp. Der zweite Vorsitzende des FC Lastrup ist der Bruder des Bürgermeisters.  Dieser hatte früher ebenfalls für den FC gekickt. 

Bei der Übergabe berichtete Marco Schmunkamp, dass die Flut in Nideggen keine Todesopfer gefordert hatte. "Mit Blick auf die Nachbargemeinden haben wir noch ein enormes Glück gehabt. Die Staumauer konnte die enormen Wassermengen regulieren." Ganz ohne Schäden sei die Nacht aber nicht verlaufen. In 2 Stadtteilen seien viele Häuser nicht mehr bewohnbar. "Sie müssen abgerissen und neu aufgebaut werden. Die Familien sind noch immer provisorisch bei Freunden, Bekannten und Verwandten untergebracht."

Im Alltag fehlen noch immer viele "Kleinigkeiten"

Kurz nach den Überschwemmungen hätten die Betroffenen zwar staatliche Hilfen erhalten. Doch viele "Kleinigkeiten" des Alltags würden durch sie nicht zwingend abgedeckt, hieß es. Menschen in Not können sich in Nideggen schon seit Jahren an das soziale Netzwerk wenden. Der Verein hilft unbürokratisch. "Wir haben ihn bewusst gewählt, weil wir uns sicher sein können, dass das Geld auch wirklich bei den Bedürftigen ankommt", sagt Klaus Schmunkamp. Die Geschädigten hätten weiterhin große Zukunftsängste. "Sie werden vermutlich noch sehr lange Zeit, womöglich Jahre brauchen, um ihre  Häuser und Grundstücke komplett zu sanieren. 

Marco Schmunkamp bedankte sich in aller Form  für die "großartige Geste", mit der vor Ort sehr viel Gutes getan werden könne. Überreicht wurde der Scheck von seinem Vater Bernhard. "Ich nehme ihn mit Stolz entgegen und sende ein dickes Dankeschön in die Heimat. Ich freue mich sehr, dass man dort in diesen schwierigen Zeiten an mich und meine Stadt gedacht hat."

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