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Bürgerbegehren läuft gut an

1200 Unterschriften wollen die Initiatoren gegen die geplanten Mist und Gülle verarbeitenden Anlagen am C-Port sammeln. 500 haben sie bereits geschafft.

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Unterschriftensammler: Thomas Bickschlag, Walter Hußmann und Carsten Ambacher (von links) sind mit der ersten Resonanz auf ihr Bürgerbegehren zufrieden.  Foto: M. Passmann

Unterschriftensammler: Thomas Bickschlag, Walter Hußmann und Carsten Ambacher (von links) sind mit der ersten Resonanz auf ihr Bürgerbegehren zufrieden.  Foto: M. Passmann

Die Initiatoren des Bürgerbegehrens gegen die geplanten Anlagen zur Mist- und Gülleverarbeitung am C-Port haben einen ersten Erfolg verbucht: Kurz nach dem Start des Bürgerbegehrens haben sie bereits 500 Unterschriften gesammelt.

Thomas Bickschlag, Carsten Ambacher und Walter Hußmann benötigen mindestens 1080 gültige Unterschriften, um mit ihrem Bürgerbegehren einen Bürgerentscheid auszulösen. Um auf der sicheren Seite zu sein, will das Team in der Gemeinde Saterland etwa 1200 Unterschriften sammeln. Damit könnten dann auch ungültige oder doppelte Unterschriften ausgeglichen werden.

Unterschriftenstand bei Lebensmittelgeschäft

Der erste Schritt dazu ist getan. „Wir können bereits rund 500 Unterschriften vermelden“, sagt Walter Hußmann. „Das ist sehr erfreulich.“ Um dem Ziel näher zu kommen, hatte er zusammen mit Bickschlag und Ambacher am vergangenen Samstag einen ersten Informationsstand in Sedelsberg beim Lebensmittelgeschäft Koop-Brinkmann an der Haupstraße aufgebaut. Zuvor hatten sie bereits Unterschriftenlisten in verschiedenen Geschäften, Tankstellen und Postfilialen ausgelegt.

„Die Resonanz der Bevölkerung auf die Aktion war sehr erfreulich.“Walter Hußmann, Initiator des Bürgerbegehrens

Auf dem Parkplatz vor dem Geschäft in Sedelsberg machte ein großes Hinweisschild auf das Bürgerbegehren aufmerksam. „Die Resonanz der Bevölkerung auf die Aktion war sehr erfreulich“, bilanziert Hußmann. „Obwohl wir die Aktion wegen der Hitze früher als geplant beenden mussten, sind viele Unterschriften zusammengekommen.“

Doch es wurde nicht nur unterschrieben. Auch im Gespräch machten die Unterzeichner deutlich, dass und warum sie gegen den Bau der Anlagen sind. „Es wird später genauso stinken, wie einst bei der Tierkörperbeseitigungsanlage in Kampe“, befürchtet etwa Patrick Kempe aus Sedelsberg. Große Bedenken haben auch Günter und Petra König aus Ramsloh. „Störungen und Probleme im Bereich der Anlagen sind nicht auszuschließen. Dann kommt es zur Verschmutzung der Sagter Ems“, so das Ehepaar.

Zwei Gründe, die aus seiner Sicht gegen die Anlagen sprechen, nennt Siegfried Schwarzbach. „Es wird stinken, ganz zu schweigen von dem großen Verkehrsaufkommen durch die vielen Lkw“, sagt der Sedelsberger.

Fortsetzung am nächsten Wochenende

„Wehret den Anfängen“, mahnt wiederum Bernd Lindemann. „Wir haben schon die Mülldeponie und nun soll auch noch die Sagter-Ems belastet werden. Daher kein Bau der Anlagen“, so Lindemann.

„Wir wissen, dass es noch ein schwieriger Weg sein wird, die Vorhaben zu verhindern. Aber wir klammern uns an jeden kleinen Strohhalm“, meint Thomas Bickschlag. Am kommenden Wochenende soll die Standaktion entweder in Ramsloh oder Strücklingen fortgesetzt werden.

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