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Bührener Kita wird erweitert

Die Kinderbetreuung in der Gemeinde Emstek wurde ausführlich im Fachausschuss thematisiert. Übergangsweise wird ein Ausweichquartier neben der Kirche errichtet.

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Mehr Platz gewünscht: Im Bührener Kindergarten wird jeder Winkel genutzt und nach Bedarf umgeräumt.   Foto: Vorwerk

Mehr Platz gewünscht: Im Bührener Kindergarten wird jeder Winkel genutzt und nach Bedarf umgeräumt.   Foto: Vorwerk

In der Bührener Kita wird es eng. Schon jetzt ist abzusehen, dass im Sommer bis zu 14 Krippenplätze fehlen werden. Durch die neuen Baugebiete und die rege Bautätigkeit ist davon auszugehen, dass der Bedarf auch in den kommenden Jahren bestehen bleibt. Eine Erweiterung ist daher nötig und wurde vom zuständigen Fachausschuss am Mittwoch einstimmig empfohlen.

Im Herbst dieses Jahres könnten die Handwerker zur Tat schreiten und den Bestand um die nötigen Räume erweitern. Gegenwärtig gibt es dort zwei Regelgruppen mit je 25 Betreuungsplätzen und eine Krippengruppe mit 15 Plätzen. Zur geplanten Erweiterung gehört neben dem Gruppenraum auch ein separater Bereich für das Mittagessen inklusive einer Küche sowie die erforderlichen Personalräume.

Die Kosten belaufen sich nach derzeitigen Schätzungen auf 1,23 Millionen Euro. An Landesmitteln werden 180.000 Euro beigesteuert und an den verbleibenden Kosten beteiligt sich die Kirchengemeinde St. Laurentius Langförden/Bühren als Träger beziehungsweise das Offizialat mit 10 Prozent (105.000 Euro). Der Landkreiszuschuss beträgt 160.000 Euro, sodass der Anteil der Gemeinde Emstek 784.355 Euro ausmacht.

So weit, so gut. Da aber schon zum nächsten Kindergartenjahr ein erhebliches Raum-Defizit vorhanden ist, muss eine Übergangslösung geschaffen werden. Dafür wird nach der Ausschuss-Empfehlung auf dem Grundstück östlich der Kirche ein Gebäude in modularer Bauweise errichtet, wie es die Kommune schon an der Kampstraße in Emstek gemacht hat. Im Herbst könnten dann schon die erforderlichen Plätze angeboten werden und in den Folgejahren wären Bedarfs-Spitzen einfach aufzufangen. Die Bauweise ermöglicht es, den Komplex relativ einfach wieder abzubauen, an anderer Stelle zu verwenden oder zu verkaufen. Der Neupreis inklusive Innenausbau, und Küche zuzüglich der Einrichtung beläuft sich auf 250.000 Euro.

Kindergarten "Kunterbunt" wird teurer

Die Endabrechnung für den neuen Kindergarten "Kunterbunt" in Hoheging liegt vor und die Summer unterm Strich weicht nicht unerheblich von den geschätzten Kosten ab. Statt gut 1,42 Millionen Euro sind 1,8 Millionen Euro zu zahlen. Erklärt wird die Differenz von 375.000 Euro mit Preissteigerungen bei den Baumaterialien, dem Ausbau von drei zusätzlichen Bodenräumen, dem Einbau einer zusätzlichen Küche/Krippe, unerwarteten Abbruch und Entsorgungsarbeiten, Forstarbeiten auf der angrenzenden Waldfläche und den baulichen Vorbereitungen für die geplante Erweiterung. Da sich die Stadt Cloppenburg und die Gemeinden Garrel und Emstek die Baukosten für das Projekt unter anderem nach der Einwohnerzahl im Dreiländereck Hoheging, Kellerhöhe und Bürgermoor teilen, wird der Anteil sich für Emstek von 369.000 auf 498.000 Euro erhöhen.

Kinder sollen in einer Einrichtung bleiben können

Um dem großen Bedarf an Krippenplätzen in Emstek gerecht zu werden, wurde vom Gemeinderat schon im März 2019 beschlossen, den neuen Kindergarten an der Margarethenstraße mit 90 Prozent der Baukosten zu bezuschussen.  Die damalige Schätzung der Gesamtkosten belief sich auf 2,8 Millionen Euro. Der Baufortschritt ist deutlich zu sehen und noch in diesem Jahr wird die Fertigstellung erwartet. Anschließend werden die provisorischen Krippengruppen im ehemaligen Schwesternwohnheim "bedarfsgerecht außer Betrieb genommen", wie es in der Sitzungsvorlage heißt. 

Mit der katholischen Kirchengemeinde als Trägerin der neuen Einrichtung und des Maria-Goretti-Kindergartens hat man sich darauf verständigt, dass es auf Dauer sinnvoll sei, in beiden Häusern ausreichend Krippen- und Kindergartenplätze vorzuhalten, sodass die Kinder durchgängig in einer Einrichtung  betreut werden. Im Neubau wird es demnach zwei Krippen- und zwei Regelgruppen geben und in Zukunft an der Anton-Wempe-Straße drei Krippen- und drei Regelgruppen. 

Umbaumaßnahmen am Maria-Goretti-Kindergarten nötig

Das macht im Bestand Umbau- und Erweiterungsarbeiten nötig, in deren Zuge momentan noch nicht vorhandene Nebengebäude geschaffen werden sollen. Dazu gehören ein Speiseraum mit Küche, da aktuell 90 Kinder mittags im Kindergarten essen, aber auch die erforderlichen Personalräume. Die diesbezüglichen Planungen und Kostenschätzungen sollen nun erstellt werden und gehen dann in die politischen Beratungen ein.

In Höltinghausen, so wurden die Ausschussmitglieder informiert, ist die Ziellinie in Sicht. Die Erweiterung des Kindergartens wird im Sommer fertig sein.

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