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Bürgerstiftung Neuenkirchen-Vörden startet eine Bildungsoffensive

Vorstandssprecher Norbert Feldkamp kündigt an, dass die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in den Fokus rückt. Darauf soll 2023 ein Schwerpunkt der Arbeit und Förderung liegen.

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Wirft den Blick voraus: Norbert Feldkamp informierte über die Vorhaben und Schwerpunkte der Bürgerstiftung Neuenkirchen-Vörden in diesem Jahr. Foto: Lammert

Wirft den Blick voraus: Norbert Feldkamp informierte über die Vorhaben und Schwerpunkte der Bürgerstiftung Neuenkirchen-Vörden in diesem Jahr. Foto: Lammert

43.000 Euro: Das ist die Summe, die die Bürgerstiftung Neuenkirchen-Vörden nach Worten ihres Vorstandssprechers Norbert Feldkamp im vergangenen Jahr für Projekte und individuelle Maßnahmen zur Verfügung gestellt hat. Rückblickend bezeichnete er 2022 bei einem Pressegespräch als "zufriedenstellendes Jahr".

Zumindest das, gerne aber auch bisschen mehr, soll 2023 werden. Der Vorstand der Bürgerstiftung hat seine Hausaufgaben dafür erledigt. Die Planungen konkretisieren sich jeden Tag ein bisschen mehr. "Wir wollen auch 2023 nach unserem Leitmotiv ,Wir für uns – und nah am Menschen' Schwerpunkte setzen", erklärte Norbert Feldkamp.

Teilhabe soll nicht am Geld scheitern

Ihr Hauptaugenmerk legt die Bürgerstiftung 2023 auf die Bildungsoffensive und auf den Bereich "Senioren und Soziales". Im Rahmen der Bildungsoffensive möchte die Stiftung Kindern aus sozial schwächeren Familien die Teilhabe etwa an kulturellen oder sportlichen Angeboten ermöglichen. Das dürfe nicht am Geld scheitern, sagte Norbert Feldkamp und ergänzte, zur Bildungsoffensive gehöre es jedoch auch, Kinder und Jugendliche mit besonderen Talenten zu unterstützen. 

Aber die Bürgerstiftung möchte mit den beiden Schwerpunktthemen auch erreichen, den Austausch unter den Generationen zu fördern und zu verbessern. "Wir möchten die Werte des Miteinanders in die Projektarbeit einfließen lassen", erklärte der Vorstandssprecher, der zusammen mit Dennis Brömlage, Josef Middendorf, Marianne Rehling und seit dem 28. November vergangenen Jahres Heiko Bornhorst den Vorstand bildet.

Heike Bornhorst löste Dr. Dorothee Imsieke ab

Heike Bornhorst löste in dem Gremium Dr. Dorothee Imsieke ab, die auf eigenen Wunsch ausgeschieden war. Die Leiterin des Kindergartens Sonnenland soll sich innerhalb des Vorstandes vermehrt um die Bildungsthemen kümmern. 

Da ist nun auch ins Auge gefasst, das Leseprojekt mit den bisherigen Bildungsinhalten zusammenzuführen. Es sei notwendig, die Arbeit der Bürgerstiftung den Veränderungen anzupassen, sagte der Vorstandssprecher, der zudem eine "Konkretisierung der Fördermaßnahmen" ankündigte. Das bedeutet: Der Vorstand will die bislang verfolgte Förderstrategie überdenken und sich als einen  Schwerpunkt auf die Teilhabe konzentrieren.

Bürgerstiftung setzt 2022 begonnene Vortragsreihe fort

Im Bereich "Soziales und Senioren" möchte die Bürgerstiftung die Themenreihen etwa zur Organspende, zu Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen in diesem Jahr fortsetzen. Denn: "Sie sind gut angekommen." Außerdem möchte der Vorstand den Bereich "Soziales und Senioren" in den Mittelpunkt der nächsten Initiativförderung rücken, nachdem die Mittel, die aus dem Vördener Windpark "Im Bernhorn"  fließen, im vergangenen Jahr in den Bereich Umwelt- und Naturschutz gegangen waren.

Für die eigentliche Initiativförderung stehen der Bürgerstiftung 24.000 Euro zur Verfügung. Zudem erhält die Stiftung aus dem Windpark 12.000 Euro, die sie für ihre Projekte verwenden kann.

Das Geld ist für die Arbeit wichtig, denn das Stiftungskapital beträgt konstant 250.000 Euro. "Zustiftungen sind nur schwer erreichbar, wir planen vorsichtig mit 3000 Euro in 2023", sagte Norbert Feldkamp. Eine Erhöhung aber würde den finanziellen Spielraum der Bürgerstiftung erhöhen, die ihre Projekte ausschließlich mit den Zinsen, die das Stiftungskapital erbringt, oder Zuwendungen finanzieren darf. Die aktuell 250.000 Euro sind unantastbar.

Grundlage für Stiftungsfonds ist geschaffen

Darüber hinaus will die Bürgerstiftung in diesem Jahr mit einem Stiftungsfonds eine individuelle Fördermöglichkeit einleiten. Das bedeutet: Bürger oder auch Firmen stellen der Stiftung eine Summe von mindestens 25.000 Euro als Unterstiftung zur Verfügung und legen fest, für welche Zwecke die Erträge zu verwenden sind. Die Grundlage dafür hat der Vorstand geschaffen. Nun hofft dessen Sprecher auf die ersten Stifter.

Darüber hinaus steht die Bürgerstiftung vor der Herausforderung, neue ehrenamtlich tätige Bürger zu gewinnen. 2022 brachten es rund 135 Ehrenamtliche auf mehr als 7000 Stunden. Inzwischen ist es nach Worten Norbert Feldkamps gar nicht mehr so leicht, Bürger zu finden, die einen Teil ihrer Zeit einbringen.

Viele helfende Hände sind auch 2023 notwendig

Dabei sind viele helfende Hände auch bei geplanten Aktionen wie dem Bürgerbrunch am 16. Juli in Severinghausen oder der wieder geplanten Weihnachtsaktion "Wünsch Dir was" notwendig.

Insgesamt hat Norbert Feldkamp beobachtet, dass der Egoismus immer stärker das Miteinander in der Gesellschaft zerreißt. Gehe der Weg so weiter, stehe die Demokratie auf wackeligen Beinen. Dem will die Bürgerstiftung entgegenwirken.

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