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Bürgerbeteiligung zur Jugendarbeit in Lohne liefert 13 Erkenntnisse

Der Jugendtreff will sich neu ausrichten. Während der Online-Befragung der Stadt gingen mehr als 700 Beiträge ein. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen nun als Grundlage für politische Entscheidungen.

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Die Jugendarbeit im Jugendtreff Lohne steht auf dem Prüfstand. Die Stadt hat eine Bürgerbeteiligung initiiert. Erste Erkenntnisse dieses Prozesses stehen fest – und müssen nun politisch bewertet werden. Foto: Timphaus

Die Jugendarbeit im Jugendtreff Lohne steht auf dem Prüfstand. Die Stadt hat eine Bürgerbeteiligung initiiert. Erste Erkenntnisse dieses Prozesses stehen fest – und müssen nun politisch bewertet werden. Foto: Timphaus

Die Ergebnisse der Befragung zur Neuaufstellung der Jugendarbeit im Lohner Jugendtreff liegen vor. Aus mehr als 700 Beiträgen auf der Online-Plattform „Zukunft Lohne“ und einem Workshop mit Jugendlichen haben die Experten des Unternehmens CrowdInsights nun 13 Erkenntnisse verfasst. Das schreibt die Stadt in einer Pressemitteilung.

Die Erkenntnisse fassen die wichtigsten Ideen und Anregungen zusammen und dienen jetzt als Grundlage für weitere Entscheidungen. Zum einen heißt es zur Resonanz, dass viele Antworten auf die Postkartenaktion eingingen. Zu einem Workshop kamen hingegen kaum Jugendliche. "Die Menge der Antworten und die Bereitschaft, sich an einer Befragung zu beteiligen, lässt von daher wenig Rückschlüsse darauf zu, wie weit die Teilnehmenden mit dem Angebot des Jugendtreffs vertraut sind oder dieses selbst nutzen", heißt es.

Generell wird vom Jugendtreff erwartet, dass er ein Ort ist, an dem sich alle Kinder und Jugendlichen wohl fühlen; unabhängig von Alter oder Herkunft. Das Urteil der Befragung zur räumlichen Ausstattung ist eindeutig: Der Jugendtreff ist dringend renovierungsbedürftig. Der künftige Treff soll weg vom Kneipenstil und sich zu einem modernen, hellen und freundlichen Ort entwickeln. Ob Abriss und Neubau oder grundlegende Sanierung – darüber herrscht Uneinigkeit.

Der Standort sollte über Außenbereich verfügen

Die Mitarbeiter des Jugendtreffs erfahren viel Lob. Für die Zukunft werden aber eine bessere Balance aus jungen und älteren Angestellten angeregt und mehr frischer Wind. Einige der Teilnehmer der Bürgerbeteiligung wünschen sich eine Entflechtung von Jugend- und Integrationsarbeit. Das technische Angebot des Jugendtreffs sollte erweitert werden.

Zur Standortwahl kommt der Hinweis, dass der Jugendtreff idealerweise über einen ansprechenden Außenbereich verfügen sollte. Ansonsten sind Zentralität, Erreichbarkeit und Ruhe wesentliche Faktoren. Das Ferienprogramm wurde im Prozess gelobt, doch es fehlt an tagesaktueller Jugendarbeit. Viele Vorschläge gingen während der Befragung ein, wie ein Repaircafé, generationsübergreifende Projekte und Tagesfahrten.

Die Internetseite bedarf eines Relaunches

Die Befragten wünschen sich, dass der Jugendtreff eine Anlaufstelle für den Nachwuchs bei Gesprächsbedarf ist. Er soll Hilfestellungen bieten. Jugendliche sollen in die Gestaltung und das Programm eingebunden werden. Die Internetseite des Jugendtreffs bedarf eines Relaunchs. Kooperationen und Vernetzungen sind genauso gewünscht wie Konzerte oder andere Events im Jugendtreff.

Die neue Plattform zur Bürgerbeteiligung startete Anfang Februar. Unter www.zukunft-lohne.de konnten die Bürger drei Fragen zur Jugendarbeit im Jugendtreff beantworten. Knapp 150 Ideen, Anregungen und Wünsche kamen so zusammen. Mehr als 550 Antworten lieferten dann ab Mitte Februar die Lohner Schüler. Die Stadt Lohne ließ dazu mithilfe der Schulsozialarbeiter Postkarten verteilen.

Ein weiterer Baustein der Befragung war ein Workshop mit Jugendlichen, der Anfang Mai stattfand. Trotz Werbung in den Schulen und im Jugendtreff war die Beteiligung daran aber enttäuschend, schreibt die Verwaltung. "Letztlich beteiligten sich bei der Präsenzveranstaltung nur vier Mädchen und Jungen."

Der Jugendtreff selbst hatte Prozess angestoßen

Weitere Ergebnisse beinhalten die räumliche und personelle Ausstattung des Lohner Jugendtreffs sowie die inhaltliche Ausrichtung der Angebote.

"Wir werden nun die vorliegenden Erkenntnisse auswerten, anschließend das Gespräch mit dem Jugendtreff suchen und die weitere Vorgehensweise abstimmen", erklärt Bürgermeisterin Dr. Henrike Voet. Denn der Anlass für den Beteiligungsprozess ist ein Antrag des Vereins Lohner Jugendtreff. Er hatte im Herbst vergangenen Jahres bei der Stadt Lohne den Prozess angestoßen, an dessen Ende ein zukunftsfähiges Neukonzept stehen soll. Die Ergebnisse des Beteiligungsprozesses stehen im Herbst auf der Tagesordnung des Jugendausschusses.

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