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Bösels "Filetstück", die Brüggemann-Fläche, wird neu beplant

Die Gemeinde hat zum Jahresbeginn die 4,2 Hektar gekauft. Das ist aber nicht alles. Derzeit wird der Schweinestall umgebaut, der schon viel Ärger gemacht hatte.

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Neue Nutzung: Der Schweinestall Brunnberg-Brüggemann wird zurzeit komplett umgebaut. Der Eigentümer möchte dort in Zukunft Betriebe unterbringen. Foto: Pille

Neue Nutzung: Der Schweinestall Brunnberg-Brüggemann wird zurzeit komplett umgebaut. Der Eigentümer möchte dort in Zukunft Betriebe unterbringen. Foto: Pille

Oldtimer und Läden statt Schweine und Ferkel: Ein "historischer Moment für die Gemeinde", sagt Bösels Bürgermeister Hermann Block. Gemeint ist der Tag zu Jahresbeginn 2021, an dem Bösel die Chance bekam, die 4,2 Hektar große ortsnahe "Brüggemann-Fläche" zu erwerben, um die die Kommune 60 Jahre lang vergeblich gerungen hatte. Auf diesem Terrain entwickelt die Gemeinde nun in bester Wohnlage die Erweiterung des Bebauungsgebietes "Bösel Nord".

Das ist aber nicht alles. Der heutige Besitzer, Josef Brunnberg-Brüggemann, lässt den Schweinestall in der Dorfmitte umbauen. Das Objekt machte eine Dorfentwicklung auf diesem "Filetstück" bislang unmöglich, weil sich der inzwischen verstorbene Ratsherr Hubert Brüggemann auf keinerlei Vereinbarung mit der Gemeinde einließ.  Weder die Aufgabe der Schweinehaltungsnutzung, noch eine Aussiedelung kamen infrage. Die zähen Verhandlungen verschiedener Gemeindedirektoren und Bürgermeister blieben ohne Erfolg. 

Schweinestall bekommt eine Schönheitskur

Brunnberg-Brüggemann kündigte nun eine geschäftliche Nutzung des ehemaligen Schweinestalles an. "Man wird das Gebäude nicht wiedererkennen, obwohl wir statisch nichts verändert haben", so Brunnberg-Brüggemann, "und man wird auch nicht mehr riechen können, dass das einmal ein Schweinestall gewesen ist".

Welche Art von Betrieben oder Läden er dort ansiedeln möchte, dazu wollte er noch keine Angaben machen. "Ich bin in guten Verhandlungen und hoffe, dass alles zeitnah in trockenen Tüchern ist". Eines aber stehe schon fest: Seine eigene Oldtimer-Sammlung verschiedener Fahrzeuge bekommt dort ebenfalls ein neues Domizil.

"Archäologische Prospektion" ist in Vorbereitung

Wie Christoph Burtz, der Fachbereichsleiter im Bauamt der Gemeinde erläuterte, werden dahinter 50 Bauplätze entstehen. Der Gemeinderat wolle bald die Vergabe- und Verkaufsbedingungen festlegen. Bevor es aber losgehen könne, müsse eine "Archäologische Prospektion" durchgeführt werden. Wie in dem benachbarten Baugebiet vor einigen Jahren machen sich Experten auf die Suche nach archäologischen Relikten und Bodendenkmälern.  Die Funde werden dokumentiert. "Außerdem", so Burtz, "müssen wir noch ein kleines Regenrückhaltebecken bauen und die Stichstraßen anlegen."

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