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Böseler sollen neues Begegnungszentrum mit Leben füllen

Die Kirchengemeinde hat die neue Einrichtung eingeweiht. Die Kosten für den Neubau sind deutlich gestiegen, unter anderem durch moderne Technik.

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Viel Lob und viele Geschenke für die Bauherren: (von links), Pfarrer Stefan Jasper-Bruns, Architektin Birgit Sauerwald, Kirchenprovisorin Hedwig Meinerling, Bürgermeister Hermann Block und MdL Karl-Heinz Bley mit Weihbischof Wilfried Theising nach der feierlichen Einsegnung. Foto: Pille

Viel Lob und viele Geschenke für die Bauherren: (von links), Pfarrer Stefan Jasper-Bruns, Architektin Birgit Sauerwald, Kirchenprovisorin Hedwig Meinerling, Bürgermeister Hermann Block und MdL Karl-Heinz Bley mit Weihbischof Wilfried Theising nach der feierlichen Einsegnung. Foto: Pille

Es gibt einen neuen Mittelpunkt im Ort Bösel: Die katholische Kirchengemeinde hat geliefert – nun liegt es an den Böselern, das neue Begegnungszentrum mit Leben zu füllen. Nach gut zwei Jahren Planungs- und Bauzeit ist das von der Böseler Architektin Birgit Sauerwald entworfene Gebäude gegenüber dem Rathaus am Freitagabend durch Weihbischof Wilfried Theising offiziell eingeweiht worden.

Beim Gottesdienst zum Auftakt in der St. Cäcilia-Pfarrkirche bedankte sich Pfarrer Stefan Jasper-Bruns bei allen am Bau Beteiligten – und besonders bei den Kirchsteuerzahlern, die ein Haus ermöglicht hätten, "das das Leben in der Gemeinde bereichert". Auch in der Predigt des Weihbischofs war Raum für die Freude und die mit dem Zentrum verbundene Aufbruchsstimmung. Es sei ein "Haus für alle Menschen, ein Haus der Nächstenliebe", sagte Theising, Kirche und Welt seien kein Widerspruch, sie bedingten sich.

Er gratulierte den Böselern, das Vorhaben "mit Klarheit und Mut" umgesetzt zu haben. Immerhin galt es so manche Bedenken aus dem Weg zu räumen – etwa, ob der Bau in diesem Umfang genehmigt werden könne, oder die Fragen nach der Finanzierbarkeit. Die Baukosten waren unter anderem durch den Einbau zukunftsweisender Technologien und durch erhebliche Preissteigerungen um über 350.000 Euro auf rund 1,6 Millionen Euro gestiegen. Zudem wurde in erheblicher Höhe in die Anlagen der Haustechnik investiert, um den Energieverbrauch zu minimieren.

Auch die politische Gemeinde beteiligt sich

Der Garreler Landtagsabgeordnete Karl-Heinz Bley (CDU) unterstützte die Böseler darin, dass sich das Land Niedersachsen an der Bausumme mit 508.000 Euro an Fördergeldern im Rahmen der Dorferneuerung beteiligte, davon mit 13.000 Euro für den Abbruch des alten maroden Gebäudes. Wegen der Menge an Schadstoffen war der Abriss doppelt so teuer.

Bürgermeister Hermann Block betonte, die politische Gemeinde habe vorrangige Prioritäten zurückgestellt, um den Erfolg zu garantieren. Sie ist mit 150.000 Euro beteiligt. Die Kirchengemeinde trägt die Kosten für die Bewirtschaftung. Das gilt auch für die nun zusätzlich mit eingebundene Heimatbücherei und die von außen zugängliche behindertengerechte Toilette.

Heimatbibliothek zieht ein

Eins wurde in der Feierstunde an diesem Abend in Bösel deutlich: Mit der Einweihung ist eine lange Etappe erfolgreich abgeschlossen worden, eine neue hat spätestens mit der Einweihung begonnen. Das Begegnungszentrum mit seinem Nutzungskonzept, so alle Redner, steht künftig als "Ort für alle Generationen für Miteinander im Austausch" und ist offen für kirchliche und zivilgesellschaftliche Aktivitäten – unabhängig von Religion, Kultur, Geschlecht oder sozialer Situation.

Der Vorsitzende des Böseler Heimatvereins, Hans Olliges, freute sich darüber, "dass die Heimatbibliothek nun endlich eine endgültige Heimat gefunden hat"; das sei der Wunsch des Vereins und der Gemeinde gewesen. So sieht das auch Monika Wegmann, denn auch die Katholische Öffentliche Bücherei ist künftig dort zu finden.

Wieder Veranstaltungsort

Zahlreiche Menschen waren schließlich zum "Tag der offenen Tür" im Anschluss an die Einweihung und am Sonntagnachmittag gekommen, um sich einen ersten Eindruck von den neuen Räumlichkeiten zu verschaffen. Unter den Besuchern waren viele Bürger, aber auch viele Vereinsvertreter sowie des Bildungswerkes Friesoythe, die sich allesamt darauf freuen, die neuen Räume zu nutzen. Viele Veranstaltungen, besonders solche, die bereits früher im Pfarrheim stattfanden, sind wieder geplant. Neue Ideen sollen dazukommen.

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