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Böseler Ortsmitte: Marktplatz und mehr Raum für Fußgänger und Fahrradfahrer

Rund um die Kirche gibt es eine Neustrukturierung. Die Bahnhofstraße wird saniert und soll in diesem Zusammenhang auch verkehrssicherer werden. Gebäude sollen "Am Kirchplatz" weichen.

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Neugestaltung: Abgerissen werden sollen das "Gründing-Haus" (links) und das Haus gegenüber des Rathauses (hinten), die sich beide im Besitz der Gemeinde befinden. Aus dem Gesamtbereich könnte ein Marktplatz werden. Foto: Wimberg

Neugestaltung: Abgerissen werden sollen das "Gründing-Haus" (links) und das Haus gegenüber des Rathauses (hinten), die sich beide im Besitz der Gemeinde befinden. Aus dem Gesamtbereich könnte ein Marktplatz werden. Foto: Wimberg

Der Verkehr soll auch in der Gemeinde Bösel neu gedacht werden. Weniger Platz für Autos, mehr Raum für Fahrradfahrer und Fußgänger lautet die Strategie der Verwaltung bei ihrer Quartiersplanung in der Ortsmitte.

Rund um den Kirchplatz soll über die Städtebauförderung die Aufenthaltsqualität gesteigert werden. Und das möglichst barrierefrei, wie Bürgermeister Hermann Block und Bauamtsleiter Christoph Burtz betonten.

Die Sanierung der Bahnhofstraße zählt zu einem der größten Projekte. Eine Komplettsanierung ist vorgesehen, zu der auch ein neuer Regen- und Schmutzwasserkanal gehören. Um für mehr Sicherheit zu sorgen und die Geschwindigkeit zu drosseln, soll sie darüber hinaus verkehrssicherer und der Bereich insgesamt fahrradfreundlicher werden.

Quartiersplanung: Die Bahnhofstraße wird saniert, soll verkehrssicherer und fahrradfreundlicher werden. Foto: WimbergQuartiersplanung: Die Bahnhofstraße wird saniert, soll verkehrssicherer und fahrradfreundlicher werden. Foto: Wimberg

Eine attraktive Anbindung an den Dorfpark ist gewünscht und nicht zuletzt sei es erforderlich, die noch vorhandenen Leerstände zu beheben, "um die Einkaufsatmosphäre zu erhöhen", so Block. Zwischen Kirche und Rosen-Apotheke wurde die Straße Mitte der 1990er Jahre bereits einer Instandsetzung unterzogen, im südlichen Bereich präsentiert sie sich allerdings in einem unansehnlichen und maroden Zustand, der nicht zuletzt durch die viele Jahrzehnte alten und unebenen Gehwegplatten auf beiden Seiten der Fahrbahn dokumentiert wird. Dieses Bild soll sich bis in den Kurvenbereich an der Ginsterstraße ändern.

"Es gibt keine Denkverbote."Bürgermeister Hermann Block

Grundsätzlich sei die Gemeinde für alle Ideen offen, die das beauftragte Planungsbüro unterbreiten werde. "Es gibt keine Denkverbote", sagte Block und blickt dabei auch ins benachbarte Mittelzentrum Friesoythe, das seine Innenstadtsanierung weitestgehend abgeschlossen hat. Die Vorschläge für Bösel müssten bekanntermaßen mit den Ansprüchen eines Grundzentrums vereinbar sein. In den zukunftsorientierten Fokus sollen neben dem Freizeit- und Aufenthaltscharakter vor allem Themen wie Handel, Dienstleistung, Gastronomie und die Ärzteversorgung rücken.

Letztere bündelt sich im Ärztehaus am Kirchplatz. Wie berichtet, hat die Kommune das benachbarte Haus mit Grundstück am Hölker Weg erworben, um den medizinischen Bereich weiterzuentwickeln und die Versorgung in der wachsenden Gemeinde zu stärken.

Baustart: Im Gewerbegebiet Südkamper Ring haben die ersten Bauherren ihre Aufträge erteilt. Vier Grundstücke sind noch frei. Foto: GemeindeBaustart: Im Gewerbegebiet "Südkamper Ring" haben die ersten Bauherren ihre Aufträge erteilt. Vier Grundstücke sind noch frei. Foto: Gemeinde

Weichen wird das ebenfalls gekaufte Gebäude (Gründing) gleich neben dem Rathaus. An seine Stelle könnte unter Einbeziehung des Parkplatzes für die Rathaus-Mitarbeiter eine Art Marktplatz als zentraler Standort entstehen.

Dem Erdboden gleich gemacht wird voraussichtlich auch das gegenüberliegende Haus, in dem früher die Polizei untergebracht war. Auch dieses Gebäude befindet sich angesichts der anvisierten städtebaulichen Neuordnung mittlerweile im Besitz der Gemeinde.

Realisiert werden sollen die Pläne, nachdem die Sanierung der Landesstraße und der Bau des Kreisverkehrsplatzes fertiggestellt sind. "Das wird dann unsere zweite große Baustelle", kündigt der Bürgermeister an.

Voll erschlossen ist bereits das Gewerbegebiet "Südkamper Ring". Von den 21 Grundstücken sind laut Verwaltung 10 beurkundet und am Montag weitere 3 verkauft worden. 4 sind reserviert und 4 noch frei.

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