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Böseler Benefizaktion: 10.000 Euro für Spielgeräte und Bürger in Not

Pandemiebedingt musste das traditionelle St.-Martin-Gänseessen abgesagt werden, doch Sponsorengelder wurden fleißig gesammelt. Martin Pille und Franz Rielmann überreichten die Schecks.

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Übergabe: Franz Rielmann (links) und Martin Pille (rechts) überreichten im Beisein von Bürgermeister Hermann Block (Mitte) die Schecks an Johannes Kleymann und Dr. Annette Oltmann. Foto: Wimberg

Übergabe: Franz Rielmann (links) und Martin Pille (rechts) überreichten im Beisein von Bürgermeister Hermann Block (Mitte) die Schecks an Johannes Kleymann und Dr. Annette Oltmann. Foto: Wimberg

Die Corona-Krise hat zwar das achte Böseler St.-Martin-Gänseessen ausgebremst, aber nicht die beispielhafte Benefizaktion. Schließlich „haben wir die besten Spender der Welt“, sagte Martin Pille. Und die wollten sich auch und gerade in Krisenzeiten nicht davon abhalten lassen, soziale Projekte und humanitäre Hilfe zu unterstützen.

Pille hatte die Veranstaltung 2012 ins Leben gerufen. Mit Franz Rielmann etablierte er sie zum stets ausverkauften „Selbstläufer“ und damit zur festen Feierlichkeit im Gemeindeleben. Die Gäste werden im Heimathaus gut unterhalten, können es sich schmecken lassen und dabei Gutes tun.

Der Initiator dankte seinem Kompagnon für die Unterstützung. Um Spendengelder zu sammeln „hat sich Franz mal wieder einen schwarzen Patt gelaufen“, unterstrich der Böseler und informierte über die Vereine und Projekte, die bedacht werden sollen. 10.000 Euro gehen zu gleichen Teilen an den Verein „ZiB“ („Zusammen in Bösel“) sowie die DJK.

Ältere Menschen und Kinder mittelloser Familien stehen im Fokus

„ZiB“ unter dem Vorsitz von Dr. Annette Oltmann hat vor allem Bedürftige in Bösel im Blick, die durch das soziale Netz gefallen sind. Die Mitglieder sind Ansprechpartner für Bürger in Not, besonders für ältere Menschen, die in Armut leben und sich oft scheuen, weil sie nicht als Bittsteller auftreten wollen. Im Fokus sind aber auch Kinder mittelloser Familien, denen man ermöglichen will, dass sie die gleichen Bedingungen haben wie alle anderen und so zum Beispiel auch an Veranstaltungen teilnehmen können.

Johannes Kleymann, Vorsitzender der DJK Bösel, nahm bei der offiziellen Übergabe im Rathaus den zweiten Scheck entgegen und stellte gemeinsam mit Bürgermeister Hermann Block die geplante „Inklusions-Spiellinse“ im Dorfpark vor.

Die Gemeinde möchte gemeinsam mit dem Sportverein als Kooperationspartner die Anlage für alle Generationen errichten. Es sollen dort Spiel- und Therapiegeräte für Kinder, aber auch Erwachsene mit individuellen Behinderungen und unterschiedlichsten Fähigkeiten entstehen, die nicht zuletzt für Rollstuhlfahrer zugänglich und nutzbar sind.

Geräte für alle Generationen sollen im Böseler Dorfpark installiert werden

Ziel ist es, dass hier Inklusion und Barrierefreiheit selbstverständlich und die sozialen und gesellschaftlichen Bedingungen für Menschen mit Handicaps allen Alters verbessert werden. Welche Geräte installiert werden sollen, stünde noch nicht fest, so der Verwaltungschef. Fachkundige Hilfe werde man sich ins Boot holen und sich eine Auswahl zeigen lassen. Finanziert werden soll das Vorhaben mit Modellcharakter und einem Investitionsvolumen von rund 50.000 bis 70.000 Euro über Sponsoring. Die Bodenarbeiten führt der Baufhof aus.

Da die DJK die Patenschaft übernimmt, hat sie Zugang zu bestimmten und bundesweiten Fördertöpfen, die Projekte dieser Art bezuschussten, erläutern die Verantwortlichen. Mit 1000 Euro beteiligen sich die Ratsmitglieder über ihre „Geburtstagskasse“ an der Finanzierung. Im Zuge der Neugestaltung des Böseler Ehrenmals soll im Frühjahr auch die Spiellinse installiert werden. Vorgesehen dafür ist die Freifläche vor dem „Betreuten Wohnen“.

Wenn auch nicht in großer Runde, eine Gans werde bei den Familien Pille und Rielmann auch in diesem Jahr serviert. Im kommenden Jahr hoffen die beiden Organisatoren dann, wieder vor vollem Haus feiern zu können.

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