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Böseler Bauhof soll nach 40 Jahren zeitgemäß saniert werden

Ein Neubau am vorhandenen Standort soll ebenso geprüft werden wie eine Verlegung des Betriebs beispielsweise in ein Gewerbegebiet. An der Sanierungsbedürftigkeit gibt es keine Zweifel.

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Abgängig: das Gebäude des Böseler Baubetriebshofes, das früher mal als Hähnchenmaststall genutzt wurde. Foto: Wimberg

Abgängig: das Gebäude des Böseler Baubetriebshofes, das früher mal als Hähnchenmaststall genutzt wurde. Foto: Wimberg

Das Gelände ist unzureichend strukturiert, das Gebäude  sanierungsbedürftig und von einer zeitgemäßen Unterbringung kann nach 40 Jahren ohne nennenswerte Erneuerungen keine Rede mehr sein. Wovon die Rede ist? Vom Böseler Bauhof.

Seit 1982 hat der Bauhof seinen Sitz am Bernethsdamm. Ob er dort bleiben wird, soll diskutiert und geprüft werden. „Städtebaulich wäre der Bereich natürlich auch anders nutzbar“, sagt Bürgermeister Hermann Block und meint damit die Ausweisung von weiteren Grundstücken im durch Wohnen und Gewerbe dicht besiedelten Gebiet.

Der Bauhof könnte möglicherweise im Außenbereich, sprich in einem Gewerbegebiet, angesiedelt werden. Doch konkrete Pläne gebe es noch nicht und die Option, auf dem vorhandenen Standort einen Neubau zu errichten, werde geprüft, so Block.

Das Dach ist marode und die Isolierung "unterdurchschnittlich"

Fakt ist: Die Aufenthaltsräume und der Umkleidebereich in dem früheren und umfunktionierten Hähnchenmaststall können nicht mehr optimal beheizt und belüftet werden. Zudem habe das Gebäude eine „unterdurchschnittliche Isolierung“. Das Dach sei marode und auf dem knapp 7000 Quadratmeter großen Areal mit schmaler Zufahrt seien zudem die Schüttboxen und die Salzlagerhalle sanierungsbedürftig. Insgesamt können Betriebsabläufe und Organisation nicht mehr zufriedenstellend und nach heutigen Standards vorgenommen werden. Da seien sich alle Verantwortlichen einig, heißt es aus dem Rathaus.

Die politischen Gremien seien über den Zustand informiert, haben sich inhaltlich bisher jedoch noch nicht mit dem Thema „Neubau“ beschäftigt. Sobald die Planungsmittel über den Haushalt 2022 freigegeben seien und der Standort feststehe, solle mit der konkreten Projektumsetzung begonnen werden.

Gemeinde will Kleintierzuchtverein bei Raumsuche unterstützen

Zum neuen Raumprogramm gehören laut Verwaltung Umkleide- und Duschmöglichkeiten für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Darüber hinaus zählen separate Lagermöglichkeiten für Arbeitsmaterialien der einzelnen Kolonnen (bisher nur ein großer Raum), eine Waschhalle, ein behindertengerechtes WC, ein Trockenraum für nasse Kleidung und ein Büro für den Bauhofleiter zum Konzept.

Benötigt werden auch größere Außenlagerflächen, „um zukunftsfähig zu bleiben“, so der Verwaltungschef.  Gleichzeitig habe die Gemeinde zugesagt, den auf dem Bauhofgelände untergebrachten Böseler Kleintierzuchtverein bei der Suche nach neuen Räumen zu unterstützen.

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