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Böseler Anwohner ärgern sich über Lkw-Verkehr direkt vor der Haustür

Ortskundige Fahrer nutzen den Südkamper Ring als Abkürzung, um ins Böseler Gewerbegebiet zu kommen. Die aufgestellten Schilder werden missachtet.

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Schilderwald: Doch das Durchfahrtverbot missachten viele Lkw-Fahrer auf dem Weg ins Gewerbegebiet. Foto: Claudia Wimberg

Schilderwald: Doch das Durchfahrtverbot missachten viele Lkw-Fahrer auf dem Weg ins Gewerbegebiet. Foto: Claudia Wimberg

Schnell von der Thüler Straße in den „Südkamper Ring“ einbiegen und schon bald befindet man sich im Gewerbegebiet. Für Lkw-Fahrer verlockend, für die Anwohner ein Ärgernis, „und es wird immer schlimmer“, spricht Ramona Tönjes auch für ihre Nachbarn. 13 Häuser gehören zum Südkamper Ring, der zwischen der Thüler und der Glaßdorfer Straße liegt.

Gegen das sich in diesem Bereich immer weiter entwickelnde Gewerbegebiet „haben wir nichts, doch für den mit den Betrieben verbundenen Verkehr gibt es breit ausgebaute und asphaltierte Straßen“, informiert die Böselerin.

Eine davon endet im Einmündungsbereich der Fr anz-Meyer-Straße, dann folgt das Wohngebiet mit einer schmalen, gepflasterten und an den Seitenrändern unbefestigten Trasse. Lkw und Zulieferer haben in diesem Bereich nichts zu suchen.

"An manchen Tagen eine Katastrophe"Ramona Tönjes, Anwohnerin

Wer von der Bundesstraße 72 kommt, muss auf der Thüler Straße den Südkamper Ring rechts liegen lassen und nur wenige hundert Meter weiter in die Glaßdorfer Straße als offizielle Zufahrt in den Unternehmensbereich einbiegen. „Das macht jedoch kaum jemand, wenn er um die Abkürzung weiß und es ist an manchen Tagen eine Katastrophe, was hier vorbeirauscht.“

Abgesehen vom erhöhten Lärmaufkommen durch die schweren Fahrzeuge „leben hier Familien mit Kindern“, sorgen sich die Anwohner auch um die Sicherheit. „Nicht zuletzt sind 50 km/H hier viel zu hoch“, kommentieren die Bürger das gerade installierte Ortsschild im Einmündungsbereich des Südkamper Rings von der Thüler Straße kommend. Dazu eine Tonnenbeschränkung, die Lkw die Durchfahrt untersagt. „Aber das schreckt nicht ab“, wissen die Familien und wünschen sich mehr Unterstützung von Politik und Verwaltung, mit denen es schon vermehrt Gespräche gegeben habe und die zu einem Ortstermin aufgefordert wurden.

Anwohner sollen Verstöße notieren und einreichen

„Die Situation ist bekannt“, reagierte Bürgermeister Hermann Block auf Anfrage von OM online, aber weitreichende Veränderungen, wie von den Südkampern für diese Außenbereichslage gefordert, seien nicht umsetzbar. Die vom Landkreis vorgeschlagene Einrichtung einer Art Sackgasse sei mit einem erheblichen baulichen Umfang und Investitionen verbunden. „Die Flächen haben wir dafür auch nicht und diese Pläne kommen für uns nicht infrage“, betonte der Verwaltungschef.

Insgesamt, so Block, sei die Gemeinde mit Blick auf verkehrsreduzierende Maßnahmen zum Wohl der Anwohner „schon sehr weit gegangen.“ Sie seien aufgefordert worden, Verstöße zu notieren sowie Kennzeichen und Uhrzeiten im Rathaus einzureichen. „Das werden wir dann weiterleiten.“ Wie Block weiter mitteilte, werde die Gemeinde den Stand und ihre Sicht der Dinge noch schriftlich zusammenfassen und den Anwohnern zukommen lassen.

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