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Bösel vergibt Grundstücke demnächst nach sozialen Kriterien

Angrenzend an "Bösel Nord" entsteht künftig "Südlich Neuland", in dem es 22 Bauplätze geben könnte. Erweitern möchte sich ein Physiotherapeut. Vivonio plant ein neues Bürogebäude.

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Lückenschluss: Noch wächst auf der Fläche Mais, die künftig ebenfalls als Wohnbauland im neuen Baugebiet "Südlich Neuland" ausgewiesen werden soll. Foto: Wimberg

Lückenschluss: Noch wächst auf der Fläche Mais, die künftig ebenfalls als Wohnbauland im neuen Baugebiet "Südlich Neuland" ausgewiesen werden soll. Foto: Wimberg

Bauen ist in Bösel nach wie vor beliebt. Um den Bedarf an Flächen zu decken, weist die Gemeinde kontinuierlich neue Areale aus; aktuell im Bereich "Südlich Neuland" nahe der bereits vorhandenen Bebauung "Bösel Nord" und der geplanten "Kita für alle". Auf dem noch landwirtschaftlich genutzten Stück, das erworben werden konnte, können rund 22 Grundstücke entstehen. Die dafür notwendigen formalen Voraussetzungen mit der Aufstellung eines Bebauungsplans werden geschaffen.

Wie Bürgermeister Hermann Block und Bauamtsleiter Christoph Burtz mitteilten, sollen die sogenannten Großbauten, die in der Gemeinde bereits für großen Unmut gesorgt haben, verhindert werden. So müssen Staffelgeschosse eingerückt werden. Eine Warteliste soll es nicht geben, stattdessen sei es politischer Wille, soziale Kriterien aufzustellen, nach denen die Plätze in Form eines Punktesystems vergeben werden. Die Straße Neuland werde ausgebaut und um einen Geh- und Radweg erweitert.

Auch wenn noch keine Bautätigkeit in Sicht ist, "ist das Interesse auch hier bereits groß", betonte die Verwaltungsspitze. Nicht ohne Grund, denn freie Flächen in den Gebieten "Südlich der Jägerstraße" und "Westlich Flachsweg" sind nicht mehr vorhanden.

Bagger können 2022 für die Erschließung anrollen

Für die neuen Pläne soll die frühzeitige Bürger- und Behördenbeteiligung umgehend vorgenommen werden. "Die 2014 in diesem Bereich vorgenommene Bauleitplanung setzen wir damit fort." Läuft das Vorhaben planmäßig, könnten die ersten Bagger für die Erschließungsarbeiten 2022 anrücken. 2 Jahre später kann dann auch eine weitere verbleibende Fläche südlich des Rahewegs neben der Böseler Grundschule bebaut werden.

Veränderungen auch an der Pfarrer-Sommer-Straße: Eine dort ansässige Physiotherapiepraxis möchte sich am Standort erweitern und dafür soll der Bebauungsplan "Auf dem Esch" geändert werden. Damit wird die direkt anliegende unbebaute Gemeindefläche, die aktuell dem Aspekt Natur und Landschaft Rechnung zollt, als Wohnbauland ausgewiesen werden.

Ein Teil soll dann an den Praxiseigentümer veräußert werden. Ein städtebaulicher Vertrag werde unter anderem die Kompensation des damit wegfallenden Baumbestandes in diesem Bereich regeln. Wie die Verwaltung weiter mitteilt, hat auch das Unternehmen "Vivonio" als neuer Besitzer des fm-Büromöbelwerks Expansionsabsichten und plant an der Glaßdorfer Straße ein neues Bürogebäude. Unter anderem für diese Bauleitplanung ist Claudia Dellwisch zuständig, die seit kurzer Zeit das Bauamt verstärkt.

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