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Bösels neuer Regent amüsiert sich königlich

Andreas Kurmann von der 3. Kompanie regiert nun gemeinsam mit Annika Brake. Mit dem traditionellen Königsball endet der traditionelle Schützenfest-Montag.

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Böseler Königsthron 2022: (von links) Ansgar Preuth, Christian und Christiane Bley, Königin Annika Brake, König Andreas Kurmann sowie Mareike Henke und Gerd Theilmann vor den 3 Fahnenträgern. Foto: Pille

Böseler Königsthron 2022: (von links) Ansgar Preuth, Christian und Christiane Bley, Königin Annika Brake, König Andreas Kurmann sowie Mareike Henke und Gerd Theilmann vor den 3 Fahnenträgern. Foto: Pille

Bösels neuer Schützenregent Andreas Kurmann von der 3. Kompanie ("Sandker") hatte am Montagnachmittag allen Grund, sich königlich zu amüsieren. Hochsommerliche Temperaturen begleiteten ihn zur Proklamation im Parkstadion, in das die Kompanien einmarschiert waren. Ob der Hitze war Marscherleichterung gewährt worden. Nachbarn hatten es nicht versäumt, Königsresidenz und -allee mit Schleifen, Girlanden und Fähnchen zu schmücken. "Es lebe der König": Unter dem Beifall und den Hochrufen Hunderter Schützen, Damenriegen und Zuschauer überreichte Schützenchef Martin Oltmann ihm und der Königin die Insignien ihrer Titel, Kette und Diadem.

Ansgar Preuth als Königlicher Adjutant, Mareike Henke und Gerd Theilmann sowie Christiane und Christian Bley komplettieren den Thron und übernahmen im Hofstaat repräsentative und zeremonielle Aufgaben. In seinen Dankesworten hob Andreas III. seine Familie, seine Königin, Lebensgefährtin Annika Brake, hervor, aber auch "seine" Kompanie. Der neue König rief als erste Amtshandlung den wichtigsten Grundsatz seiner absolutistischen Herrschaft aus: Er wünsche sich viel Besuch auf dem Thron nach dem Motto "Nich väl schnacken, Kopp in' Nacken". Mit dabei auch Kaiser Werner Lamarre, Bürgermeister Hermann Block und Pfarrer Johannes Rohlfing von der evangelischen Kirche, die mit den vielen Besuchern das Geschehen der Thronbesteigung im Parkstadion verfolgten.

Schützenfest ist in Bösel immer noch das "Fest der Feste"

Tags zuvor hatte das Schützenvolk König Johannes Wegmann und Königin Anja verabschiedet, die gleich 3 Jahre auf dem Thron ausharren mussten; die Corona-Pandemie hatte die jährliche Erbfolge durcheinandergebracht. Nach alter Vätersitte ist der Schützenfest-Montag immer noch der "Tag der Böseler". Und der begann bereits nächtens – Schwerstarbeit für das "Niedersachsen Sound Orchester" (NSO), denn bereits um 6 Uhr in der Früh warfen sie die Leute "mit Pauken und Trompeten" lautstark aus den Betten. Bei diversen Frühschoppen in den Kompanielokalen, die zum Besten gehören, was das Schützenfest bietet, hatten die Schützen sich richtig ins Zeug gelegt und die Stimmung bis zum Antreten angeheizt. Begleitet vom NSO ging es dann über die Straßen rund um den Dorfpark und hinein ins Festzelt zum Königsball mit "Sweet Dream".

Im Laufe des Abends zeigte sich, dass das Schützenfest immer noch das "Fest der Feste" in Bösel ist. Die Besucher nahmen die Einladung des Königs wörtlich und kamen in Scharen. Kaum eine Minute war der Thron ohne Gäste, und die Helfer hatten alle Hände zu tun, die Weinflaschen zu entkorken. Für die ausdauerndsten Schützen ist das Fest mit dem Montag noch nicht vorbei: Das Katerfrühstück am Dienstag hat Tradition.

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