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Blockhaus Ahlhorn soll zum Campus werden

Fällt eine Machbarkeitsstudie positiv aus, soll das Blockhaus Ahlhorn zu einem außerschulischen Lernort entwickelt werden. Es müsste viel Geld investiert werden.

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Mitten in der Natur: Zum Blockhaus-Ensemble gehören mehrere Gebäude. Foto: ELKiO

Mitten in der Natur: Zum Blockhaus-Ensemble gehören mehrere Gebäude. Foto: ELKiO

Die Pläne, wie es mit dem Jugend- und Freizeitheim Blockhaus Ahlhorn weitergehen kann, konkretisieren sich. Wie der Bremer Projektentwickler Marcus Henke auf Nachfrage mitteilt, sei beabsichtigt, die Liegenschaft bei den Ahlhorner Fischteichen zu einem Campus für die Jugend- und Erwachsenenbildung zu entwickeln.

Einer der wichtigsten Interessenten an einer Nutzung des Blockhauses sei die Schlaues Haus Oldenburg gGmbh als Kooperationsprojekt der Uni Oldenburg und der Jade-Hochschule, so Henke. Das Blockhaus soll demnach als außerschulischer Lernstandort und als Forschungseinrichtung für die Land-, Forst- und Wasserwirtschaft dienen. Henke zufolge soll das Blockhaus als Ziel von Schulklassen und Konfirmandengruppen erhalten bleiben. Auch die Pfadfinder seien an einer Nutzung interessiert.

Wie berichtet, hat sich die evangelisch-lutherische Kirche in Oldenburg aus Kostengründen aus der jahrzehntelang bestehenden alleinigen Trägerschaft des Blockhaus-Ensembles zurückgezogen. Die besondere Konstellation: Die Flächen gehören den niedersächsischen Landesforsten, die Gebäude darauf der Kirche. Ein Erbpachtvertrag regelt die Nutzung. Die Projektentwickler Marcus Henke und Anton Brinkhege würden – für den Fall, dass eine Machbarkeitsstudie die Wirtschaftlichkeit ihres Vorhabens in Aussicht stellt – eine Betreibergesellschaft gründen und mit dieser anstelle der Kirche in den Erbpachtvertrag einsteigen.

Mit Ergebnissen wird im nächsten Quartal gerechnet

„Das Worst-Case-Szenario wäre, wenn nichts passiert“, sagt Henke und verweist auf das Netzwerk, das in den vergangenen Wochen mit Politik, Wirtschaft, Naturschutzverbänden und anderen Akteuren geknüpft worden sei. „Alle wollen, dass es weitergeht.“ Anders als geplant, werden die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie noch etwas länger auf sich warten lassen, so der Projektentwickler. Er rechne mit Ergebnissen im nächsten Quartal. „Wir erkennen viele Möglichkeiten, ein großes Interesse, aber auch eine große Komplexität der Aufgabenstellung.“

Der Sanierungsbedarf liege aktuell bei 6 Millionen Euro, so Henke. Die Kirche lasse derzeit den Wert des Blockhaus-Ensembles über einen unabhängigen Gutachter ermitteln. Wie ein mögliches Übergabeszenario aussehe, lasse sich noch nicht beschreiben. Dirk-Michael Grötzsch, Pressesprecher der Kirche, betonte auf Nachfrage, dass die Kirchenleitung "von der Herangehensweise der Projektierer vollumfänglich überzeugt" sei und die Zukunftsperspektiven des Blockhauses mit großer Zuversicht betrachte.

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