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Blaualgen am Dümmer: Landkreis Diepholz verhängt Badeverbot

Im zweitgrößten See Niedersachsens, dem Dümmer, sind bereits früh im Mai Blaualgen aufgetreten. Für zwei Stellen hat das Gesundheitsamt per Allgemeinverfügung deshalb ein Badeverbot verhängt.

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Blaualgengefahr: Aufgrund erhöhten Vorkommens ist für zwei Stellen am Dümmer ein Badeverbot angeordnet worden.  Archivfoto: M. Niehues

Blaualgengefahr: Aufgrund erhöhten Vorkommens ist für zwei Stellen am Dümmer ein Badeverbot angeordnet worden.  Archivfoto: M. Niehues

Es gilt für die Strände „Marissa Ferienpark“ und „Lembruch Seestraße“. Ein Blick in den Niedersächsischen Badegewässer-Atlas verrät, dass dort die beiden Badeverbote am Dümmer aufgelistet sind. Demnach weist der Dümmer in Lembruch und auch in Hüde aktuell ein vermehrtes Blaualgen-Vorkommen auf. Dazu heißt es auf der Homepage, dass ein erhöhtes Vorkommen von Cyanobakterien (Blaualgen) zu beobachten ist. Die Schlierenbildung ist demnach wetterabhängig. Nicht fehlen darf der Hinweis, dass Blaualgen hautreizend sein können und giftig wirken. Vorsicht sollte entsprechend auch für badende Hunde gelten.

Die Verantwortlichen am Dümmer machen ein Badeverbot mit roten Fähnchen kenntlich. Ein gelbes Fähnchen bedeute eine Warnung vor Blaualgen, aber noch kein Verbot. Erste Warnungen vor Blaualgengelten gibt es auch am Parksee in Lohne und an der Badeinsel im Steinhuder Meer.

Auch an anderen Stellen gilt Vorsicht: Nur bei klarem Wasser solle man im Dümmer baden, heißt es vom Gesundheitsamt. Blaualgen können die Haut und die Schleimhäute reizen und allergische Reaktionen. Wenn Blaualgen vermehrt auftreten, färbt sich das Wasser blau-grünlich bis oliv-grünlich. Oft warnt zudem ein unangenehmen Geruch. Schlieren, die sich auf der Wasseroberfläche bilden, sind ein besonders eindeutiger Hinweis auf Blaualgen.

Haut- und Schleimhautreizungen drohen

In einer Fallstudie des Umweltbundesamtes wird berichtet, dass durch Baden in stark blaualgenhaltigem Wasser vermehrt Symptome wie Haut- und Schleimhautreizungen und allergische Reaktionen, aber auch Magen-Darm- und Atemwegserkrankungen auftreten. Mit dazu gehört in der Studie der Hinweis, dass noch nicht geklärt sei, ob dies durch die cyanobakteriellen toxischen Inhaltsstoffe (Cyanotoxine) oder Begleitbakterien verursacht werde.

Wie kommt es zur Bildung von Blaualgen? Blaualgen entwickeln sich vor allem dann, wenn das Wetter gut ist. Viel Sonnenschein, wenig Regen und eine hohe Wassertemperatur sind entscheidend. Dann steigen die ph-Werte der Gewässer, und das fördert die Entwicklung der Blaualgen, die nicht nur in Flachseen wie dem Dümmer vorkommen können, sondern auch in Flüssen oder sogar im Meerwasser. Blaualgen sind eigentlich gar keine Algen, sondern sogenannte Cyanobakterien. Einige von ihnen enthalten einen grün-blauen Farbstoff, der Ihnen umgangssprachlich den Namen „Blaualgen“ verliehen hat.

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