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Bittere Realität schlägt sich in den neuesten Corona-Zahlen nieder

125 neue positive Testergebnisse: Nach dem "Feiertags-Effekt" schießen die Corona-Zahlen im Landkreis Cloppenburg wieder in die Höhe. Die Kreisverwaltung reagiert pessimistisch.

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Symbolfoto: dpa

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Es war erst eine böse Vorahnung, seit Freitag ist es bittere Realität: Die vorübergehende Entspannung bei den Corona-Zahlen im Landkreis Cloppenburg ist offenkundig nur das Abbild des Feiertags-Effektes mit wenigen Tests und eingeschränkten Laborkapazitäten gewesen. Das tatsächliche Infektionsgeschehen blieb aber auf einem hohen Niveau - das zeigt sich jetzt endgültig in den am Freitagnachmittag veröffentlichten Zahlen - es gibt 125 Neuinfektionen. "Die hohen Zahlen folgen dem Infektionsgeschehen der vergangenen Tage und Wochen", erklärt Rühl.  Und die Kreisverwaltung zeigt sich pessimistisch: Man gehe "davon aus, dass sich dieser Trend zunächst einmal fortsetzen wird."

Demnach liegen dem Cloppenburger Gesundheitsamt aus allen Städten und Gemeinden positive Testergebnisse vor. Aus der Stadt Friesoythe (21 Neuinfektionen, jetzt 177 aktive Coronafälle), der Gemeinde Molbergen (19 Neuinfektionen, jetzt 72 aktive Coronafälle) und der Gemeinde Garrel (16 Neuinfektionen, jetzt 148 aktive Coronafälle) werden besonders viele positive Testergebnisse gemeldet. Die meisten aktiven und nachgewiesenen Infektionen gibt es mit 266 weiterhin in der Stadt Cloppenburg - hier wurden 14 neue positive Testergebnisse gemeldet. "Das Infektionsgeschehen umfasst keine einzelnen großen Ausbrüche sondern besteht aus vielen Einzelpersonen oder Familien", berichtet Kreissprecher Sascha Sebastian Rühl. "Sehr viele der neuen Fälle sind Kollegen, Bekannte oder Familienangehörige bereits infizierter Personen."

Den 125 Neuinfektionen stehen gleichzeitig 63 Personen gegenüber, die seit Freitag als genesen gelten. Dadurch steigt die Zahl der aktiven und nachgewiesenen Infektionen im Kreisgebiet auf 1136. Das ist im Vergleich zum Vortag (1075) ein deutlicher Anstieg.

Die Lage in den 3 Krankenhäusern: Zurzeit müssen laut Angaben der Kreisverwaltung 31 infizierte Patienten stationär behandelt werden - ein Patient weniger als am Vortag. 5 dieser Patienten liegen auf der Intensivstation. Laut Angaben der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (kurz: DIVI) müssen aktuell 2 Patienten beatmet werden. Nach derzeitigem Stand (9. April, 12.15 Uhr) sind 21 von 25 Intensivbetten belegt.

Wie bereits berichtet hat das Landesgesundheitsamt am Freitagvormittag für den Landkreis Cloppenburg eine 7-Tage-Inzidenz von 174,0 gemeldet.  Aktuell stehen 2168 Einwohner des Landkreises unter amtlich angeordneter Quarantäne - 166 mehr als am Vortag. Seit Beginn der Pandemie wurden im Landkreis 9270 Infektionen nachgewiesen.

Am kommenden Montag tritt eine neue Allgemeinverfügung für den Landkreis Cloppenburg in Kraft. Ab dann wird auf eine nächtliche Ausgangsbeschränkung verzichtet. Die Allgemeinverfügung wird auf der Internetseite des Landkreises veröffentlicht.

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