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Bischof Joseph Kizito weiht Bildstock für Heiligen Johannes ein

Die Figur aus weißem Sandstein findet an der Dwerger Straße in Molbergen ihr neues Domizil. Zum Patronatsfest hielt die Gemeinde einen feierlichen Gottesdienst ab.

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Experten unter sich: Pfarrer Uwe Börner (rechts) erläutert dem Bischof Joseph Kizito die Geschichte der Statue. Foto: Landwehr

Experten unter sich: Pfarrer Uwe Börner (rechts) erläutert dem Bischof Joseph Kizito die Geschichte der Statue. Foto: Landwehr

Mit dem Musikverein, mit den Fahnenabordnungen der Vereine, den Geistlichen der Gemeinde und vielen Gläubigen feierte die Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist Molbergen im Garten des Pfarrhauses zusammen mit Bischof Joseph Kizito aus Südafrika ihr Patronatsfest. Anschließend weihte der Bischof an der Dwergter Straße den Bildstock mit dem Heiligen Johannes ein.

Seit vielen Jahren ist Kizito eng mit Familie Koopmann aus Molbergen verbunden, da er in der Diözese Aliwal North (Südafrika) 14 Jahre mit Schwester Tharsilla zusammengearbeitet hat, die eine Schwester von Hedwig Koopmann ist. Nun besuchte er für 3 Tage deren Heimat, in der er bereits vor einigen Jahren zu Gast gewesen war. Mit 26 Jahren hatte Schwester Tharsilla ihre Heimat verlassen und war als Ordensschwester nach Südafrika gegangen. Mithilfe des hier gegründeten Vereins „Kinder für Kinder“ unterstützt die Molberger Pfarrgemeinde nach wie vor die Bildungsprojekte in Aliwal North.

In seiner Predigt lobte der Bischof die Arbeit Schwester Tharsillas, die immer das Ziel gehabt habe, den Kindern in Aliwal North Essen, eine Ausbildung und ein Dach über dem Kopf zu geben. „Was wird aus den Kindern?“, sei immer ihr Anliegen gewesen.

1,20 Meter hohe Sandsteinfigur findet würdigen Platz

Aber nicht nur das Patronatsfest wurde gefeiert. Pfarreirat, Ortsausschuss und Kirchenausschuss hatten einen Kranz für die kleine, neue Kapelle an der Dwergter Straße gebunden. In der Kapelle hat ein Bildstock des Heiligen Johannes, den Steinmetz Heinz Stall jr. gestaltet hat, seinen Platz gefunden. Werner Spille und Martin Middendorf hatten die Kapelle verantwortlich geplant und errichtet. Hier hat die 1,20 Meter hohe Sandsteinfigur ihren würdigen Platz gefunden. Denn diese Figur hat eine ganz besondere Geschichte.

„In der ganz alten Kirche gab es eine Figur des Heiligen Johannes. Irgendwann wurde sie in der alten Friedhofskapelle aufgestellt. Sie stammt wohl aus dem späten Mittelalter“, schätzt Pfarrer Uwe Börner. Der Zahn der Zeit habe an ihr genagt. Außerdem sei sie für Antiquitätenjäger sicher wertvoll. Nun werde sie sicher verwahrt, ergänzt der Pfarrer. Aber der Pfarrpatron St. Johannes sollte schon als bildliche Darstellung einen Platz in der Gemeinde finden, waren sich die Verantwortlichen im Kirchenvorstand einig.

In Bildhauer Heinz Stall aus Fürstenau fanden sie den Künstler, der eine Johannes-Figur als Nachbildung erstellen konnte. Mit 1,20 Meter Größe überragt sie die alte Skulptur beträchtlich. „Der neue Johannes wiegt 180 Kilo. Fünf gestandene Männer mussten sich ganz schön anstrengen, sie zunächst in der Kirche und jetzt hier aufzustellen“, erläutert Pfarrer Uwe Börner. Inzwischen wurde die Urkunde zum Tag der Weihe mit drei Münzen der letzten drei Päpste sowie den aktuellen Euromünzen und den Pfarrnachrichten in den Boden des Bildstocks eingelassen.

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