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Bischof Genn: Bekenntnis zu Homosexualität hat im Bistum keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen

Der Bischof von Münster äußert sich zur Outing-Kampagne #OutInChurch. Die Mitarbeitenden, die sich geoutet haben, findet Genn mutig. Ihr Anliegen kann er verstehen.

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Dr. Felix Genn, Bischof von Münster. Foto: Bistum Münster

Dr. Felix Genn, Bischof von Münster. Foto: Bistum Münster

Das Bekenntnis zu Homosexualität hat im Bistum Münster keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen. Darauf weist der Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, in seiner Stellungnahme zur Kampagne #OutInChurch hin. Das Oldenburger Münsterland gehört größtenteils zum Bistum Münster.

Genn schreibt: "Im Bistum Münster müssen Mitarbeitende, die sich offen zu ihrer Homosexualität bekennen, keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen fürchten. Außerdem ist es seit einigen Jahren im Bistum Münster bereits so, dass auch der persönliche Familienstand keine Relevanz für die Anstellung oder Weiterbeschäftigung bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Verwaltung hat."

Über die Kampagne "OutInChurch" hatten sich am Montag 125 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der katholischen Kirche als queer geoutet und ein Ende ihrer Diskriminierung gefordert. Unter ihnen sind Priester, Gemeinde- und Pastoralreferentinnen, Religionslehrer und Religionslehrerinnen, aber auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der kirchlichen Verwaltung.

Genn: Outing verdient Respekt

Dieses Outing verdiene Respekt, betont Genn. "Die bewegenden Aussagen und Lebensschicksale machen deutlich, dass wir in der katholischen Kirche ein Klima der Angstfreiheit brauchen. Niemand darf wegen seiner sexuellen Orientierung oder seiner geschlechtlichen Identität diskriminiert oder abgewertet werden." 

Vor diesem Hintergrund sehe er auch die Diskussionen im Rahmen des "Synodalen Wegs" sowie eine Debatte über das kirchliche Arbeitsrecht. Jede Person sei "unbedingt von Gott geliebt". Die sexuelle Orientierung oder die geschlechtliche Identität spiele dabei keine Rolle. 

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