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Bezirksvorsteher fordern mehr Hilfen für Bauerschaften

Der ländliche Raum darf nicht abgehängt werden, sagen  Neuenkirchen-Vördens Bezirksvorsteher. Sie appellieren an das Land, die Gemeinde etwa beim Unterhalt der Straßen zu unterstützen.

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Meinungsaustausch: Über die Bauerschaften sprachen (von links) Alwin Grote, Friedrich Kramer, Niko Timphaus, Hubert Niehaus, Ansgar Brockmann, Bernhard Wessel, Verena Niehues, Heinrich Jans-Wenstrup (Wenstrup), Hermann Schütte, Heinrich Pöhlking (Bieste) und Martin Menke. Foto: Lammert

Meinungsaustausch: Über die Bauerschaften sprachen (von links) Alwin Grote, Friedrich Kramer, Niko Timphaus, Hubert Niehaus, Ansgar Brockmann, Bernhard Wessel, Verena Niehues, Heinrich Jans-Wenstrup (Wenstrup), Hermann Schütte, Heinrich Pöhlking (Bieste) und Martin Menke. Foto: Lammert

Explodierende Baulandpreise, die Ausweisung von Bauland auch in den Bauerschaften sowie die Unterhaltung des Gemeindestraßennetzes waren Themen, mit denen sich die Teilnehmer des Neuenkirchen-Vördener Bezirksvorstehertreffens am Donnerstag im Restaurant Kruse befassten.

Bürgermeister Ansgar Brockmann hatte dazu auch die drei stellvertretenden Bürgermeister Verena Niehues, Martin Menke und Hermann Schütte sowie die Amtsleiter Jürgen Rolfsen (Bauamt) und Niko Timphaus (Bürgerservice und Zentrale Verwaltung) mitgebracht.

Mit Blick auf die Ausweisung von Bauplätzen in den Bauerschaften verwies Ansgar Brockmann auf Nellinghof, wo dies durch das Aufstellen einer Außenbereichssatzung gelungen sei. Das ließe sich vielleicht auch in anderen Bauerschaften umsetzen.

Von Wahlde bemängelt hohe Preise für Bauland

Franz von Wahlde, Bezirksvorsteher von Hinnenkamp, bemängelte in dem Zusammenhang die explodierenden Baulandpreise. Die Kosten ließen sich geringer halten, wenn die Gemeinde die Baugebiete selbst vermarkte.

Dazu sagte Ansgar Brockmann, Rat und Verwaltung setzten wie beim Gebiet "Hinterste Flage" in Neuenkirchen auf Investoren, weil sonst zu viele Mittel der Gemeinde gebunden seien. Die erheblich höheren Kosten für Bauland seien unter anderem mit den deutlich gestiegenen Erschließungs- und Planungskosten begründet.

Mit Blick auf den Unterhalt der Gemeindestraßen forderte der Hörstener Bezirksvorsteher Bernhard Wessel eine großzügigere Unterstützung durch das Land. Neuenkirchen-Vörden sei alleine nicht in der Lage, die Kosten zu tragen, um sein eigenes Straßennetz mit einer Gesamtlänge von 265 Kilometern instand zu halten.

Sein Nellinghofer Amtskollege Alwin Grote mahnte in dem Zusammenhang an, das Land müsse auch mehr Geld für den Radwegebau im ländlichen Raum bereitstellen. So warteten die Nellinghofer schon seit Längerem auf den Bau des fehlenden Radwegestücks entlang der Landesstraße von ihrer Bauerschaft nach Fladderlohausen.

Ansgar Brockmann teilte mit, beim geplanten Radweg entlang der Kreisstraße von Nellinghof nach Wenstrup gebe es Bewegung. Die Grundstücksverhandlungen seien wohl auf einem guten Weg.

Wessel will Büros in Bauerschaften ermöglichen

Bernhard Wessel forderte hinsichtlich der Zukunft der Bauerschaften, auch in ihnen müsse zukünftig eine Wertschöpfung möglich sein. Nichts spreche dagegen, dass sich in ihnen zum Beispiel Büros ansiedeln. Allerdings müsse dafür die Infrastruktur etwa beim schnellen Internet stimmen.

Der Bürgermeister ging in seinem Bericht auch auf allgemeine Gemeindethemen ein. So teilte er mit, nach der aktuellen Haushaltsplanung werde die Gemeinde 2022 einen Kredit von 5,7 Millionen Euro aufnehmen, um ihre geplanten Investitionen stemmen zu können. Allerdings gehe er davon aus, dass die Neuverschuldung am Endes Jahres deutlich niedriger liegen werde.

Gemeinde könnte neues Feuerwehrhaus von einem Investor bauen lassen

Zum neuen Feuerwehrhaus in Vörden führte er aus, der Rat werde sich damit befassen, ob die Gemeinde es selber baue oder einen Investor beauftrage, um es später zu mieten. 

Niko Timphaus sagte zum Thema Brauchtumsfeuer, zukünftig sei pro Bauerschaft zu Ostern nur noch eines erlaubt. Anträge könnten Vereine, Institutionen oder kirchliche Träger stellen. Die Gemeinde wolle die Zahl von bis zu 130 Osterfeuern künftig deutlich reduzieren.

Während der Versammlung ehrte Ansgar Brockmann Friedrich Kramer (Neuenkirchen) und Bernhard Wessel für die 15- beziehungsweise 25-jährige Tätigkeit als Bezirksvorsteher mit Urkunden und Nadeln des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes. Hubert Niehaus (Vörden) erhielt die Ehrenmedaille für seine Verdienste.

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