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Besucher sollen sich auf Stoppelmarkt sicher fühlen

Polizei, Feuerwehr und Sanitätsdienst sehen sich für den Ansturm auf der Westerheide gut gerüstet. Doch die Beamten warnen: Taschendiebe nutzen gerne das Gedränge.

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Anlaufstelle für den Notfall: Die Stoppelmarkt-Wache der Polizei befindet sich direkt am Amtmannsbult neben dem Riesenrad. Auch Sanitätsdienst und Feuerwehr sind in diesem Bereich stationiert. Foto: Speckmann

Anlaufstelle für den Notfall: Die Stoppelmarkt-Wache der Polizei befindet sich direkt am Amtmannsbult neben dem Riesenrad. Auch Sanitätsdienst und Feuerwehr sind in diesem Bereich stationiert. Foto: Speckmann

Die Berichterstattung rund um den Stoppelmarkt 2022 wird Ihnen präsentiert von der Volksbank Vechta.

Der Stoppelmarkt lockt jedes Jahr etwa 800.000 Besucher an. Mit einer entsprechenden Resonanz ist auch nach der pandemiebedingten Zwangspause zu rechnen. Bei so vielen Menschen gleicht die Westerheide in Vechta einer Großstadt. An dem Ansturm muss sich auch die Arbeit der Sicherheitskräfte orientieren. Dreh- und Angelpunkt ist wie gewohnt das Amtmannsbult. Hier sind Polizei und Sanitätsdienst stationiert, hier hält sich auch die Feuerwehr für etwaige Einsätze in Bereitschaft.

Auf Einladung der Polizei haben am Mittwoch letzte Abstimmungsgespräche zwischen Behörden und Organisationen sowie der Stadt Vechta als Veranstalter stattgefunden. Die Verantwortlichen sehen sich gut vorbereitet Das bewährte Sicherheitskonzept sei in den vergangenen Monaten angepasst worden und komme auch in diesem Jahr zur Anwendung, erklärt Günter Stukenborg, Leiter des Polizeikommissariats Vechta.

Laut Mitteilung der Polizei werden während des Volksfestes von Donnerstag bis Dienstag (11. bis 16. August) zahlreiche Beamten auf der Westerheide im Einsatz sein. Unterstützung erhalten die Mitarbeiter der Polizei Vechta durch Einheiten der Bereitschaftspolizei und anderen Polizeiinspektionen sowie Diensthundeführern der Polizeidirektion Oldenburg. Auch die Bundespolizei ist vor Ort. Sie wird sich auf den Stoppelmarktbahnhof konzentrieren.

„Die Gäste des größten Volksfestes Nordwestdeutschlands sollen sich stets sicher fühlen. Unsere Kolleginnen und Kollegen haben ein offenes Ohr und sind ansprechbar“, betont Michael Bavendiek, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes im Polizeikommissariat Vechta. Es seien sowohl uniformierte als auch zivile Streifenteams auf dem Marktgelände unterwegs. Sie führen in Verdachtsfällen Personenkontrollen durch.

Anzahl an Straftaten und Delikten relativ gering

Die Stadtverwaltung erklärt auf Anfrage, dass sich das seit Jahren erprobte und weiterentwickelte Konzept bewährt habe und im Verhältnis zur hohen Besucherzahl nur sehr wenige Straftaten und Delikte begangen würden. Die polizeiliche Erfahrung zeigt, dass es bei solchen Großveranstaltungen zu Körperverletzungen kommt. Außerdem würden Taschendiebe gerne das Gedränge nutzen, um Beute zu machen.

Die Polizei rät den Besuchern, Geld und Wertgegenstände und insbesondere Smartphones immer in verschiedenen, verschlossenen Innentaschen möglichst dicht am Körper zu tragen. Hand- und Umhängetasche sollten stets verschlossen sein und sich auf der Körpervorderseite befinden. „Lassen Sie Ihre Wertsachen nicht unbeobachtet, wenn Sie zum Beispiel auf der Tanzfläche sind“, so die Empfehlung.

Den Sicherheitskräften liegt besonders am Herzen, dass die Marktbesucher die Rettungswege freihalten und nur die ausgewiesenen Parkplätze nutzen. „Wenn Personen verletzt sind oder andere medizinische oder polizeiliche Hilfe benötigen, muss sichergestellt sein, dass die Einsatzkräfte auch schnell zum Ort des Geschehens gelangen“, erläutert Stukenborg.

Neben dem Aufgebot der Polizei setzt die Stadt Vechta auch selbst einen Sicherheitsdienst während des 6-tägigen Volksfestes ein. Allein während des Umzugs zur Markteröffnung sind etwa 60 Kräfte im Einsatz. In den Folgetagen sind mehrere Sicherheitsleute am Bahnhof und Busbahnhof auf der Westerheide im Einsatz. Außerdem verfügen mehrere Zeltbetreiber und Schausteller über eigene Sicherheitsdienste.

DRK-Kreisbereitschaft mit 80 Kräften im Einsatz

Die DRK-Kreisbereitschaft Vechta sieht sich für die Tage gut gerüstet. Der Sanitätsdienst umfasst etwa 80 Ehrenamtliche. Aufgrund der Hitze rechnet Kreisbereitschaftsleiter Henrik Busch mit vermehrten Wespenstichen. Um Kreislaufproblemen vorzubeugen, sollten die Besucher viel Flüssigkeit zu sich nehmen. „Aber das Richtige trinken“, sagt Busch augenzwinkernd. Soll heißen: Zwischen den Bieren auch mal ein Wasser einschieben.

Die Feuerwehr hingegen möchte auf den Gebrauch von Wasser am liebsten komplett verzichten. Löscheinsätze oder technische Hilfeleistungen müssen nicht sein. Mehrere Kräfte und Fahrzeuge sind während des Marktbetriebs am Amtmannsbult stationiert. Bei der Wache bekommen die Kameraden aus Vechta und Langförden wieder nachbarschaftliche Unterstützung aus Lohne, Goldenstedt und Lutten. Beim Stoppelmarkt zieht eben die ganze Region mit.

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