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Besondere Ehre für Elsbeth Meyer

Die 81-Jährige hat nun das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommen. Bereits 2020 war die gebürtige Dammerin mit dem Ehrenamtspreis der Bürgerstiftung Neuenkirchen-Vörden ausgezeichnet worden.

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Für Engagement ausgezeichnet: Der ehemalige Landrat Herbert Winkel hat Elsbeth Meyer das Bundesverdienstkreuz verliehen. Foto: Landkreis Vechta/Steinkamp

Für Engagement ausgezeichnet: Der ehemalige Landrat Herbert Winkel hat Elsbeth Meyer das Bundesverdienstkreuz verliehen. Foto: Landkreis Vechta/Steinkamp

Es war eine freudige Überraschung für die Mitglieder der Seniorengruppe der Pfarrgemeinde Maria Frieden in Vechta: Bei ihrem jüngsten Treffen hat Herbert Winkel der Leiterin des Kreises, Elsbeth Meyer, das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Es war die letzte Amtshandlung dieser Art des ehemaligen Landrats. "Mit Auszeichnungen wie dieser rücken wir Bürgerinnen und Bürger in den Mittelpunkt, die eigentlich nicht die große Bühne suchen, obwohl es sich um ganz besondere Menschen handelt", wird Winkel in einer Pressemitteilung zitiert.

Elsbeth Meyer organisiert im Südkreis Kulturveranstaltungen

Bereits im vergangenen Jahr war die gebürtige Dammerin mit dem Ehrenamtspreis der Bürgerstiftung Neuenkirchen-Vörden ausgezeichnet worden. Meyer, die heute in Vechta wohnt, ist in Neuenkirchen-Vörden aufgewachsen. Als  Vorsitzende des Vereins Kulturbahnhof Neuenkirchen-Vörden fährt sie noch regelmäßig in den Südkreis, um Kulturveranstaltungen zu organisieren und Künstler zu betreuen, heißt es.

"Menschen zusammenzubringen, Gemeinschaft zu leben, etwas anzupacken – tun, was zu tun ist: Das ist der Kern Ihrer ehrenamtlichen Arbeit", lobte Winkel in seiner Laudatio das Engagement der 81-Jährigen. Die Auszeichnung sei daher bei ihr in guten Händen. Besonders das kirchliche Engagement habe Meyer am Herzen gelegen.

Meyer hatte etwa viele Jahre das Messdienerzeltlager der Kirchengemeinde St. Bonifatius Neuenkirchen und die Sternsinger-Aktion organisiert. Auch in ihrer Zeit als Lehrerin an der Ludgerus-Schule habe sie Spuren hinterlassen, heißt es. Als Beispiele nannte der ehemalige Landrat Kegelabende für alleinstehende Lehrerinnen und Lehrer und das regelmäßige Treffen der Pensionäre.

Die 81-Jährige leitet die Seniorengruppe

Seit mehr als 20 Jahren leitet Meyer nunmehr die Seniorengruppe, in der damals noch selbstständigen Pfarrgemeinde St. Maria Frieden. Sie habe der Gruppe neues Leben eingehaucht. Winkel zitierte laut Mitteilung aus der Ordensbegründung des Bundespräsidenten: "Es ist ihr gelungen, einen Ort zu schaffen, an dem sich ältere Menschen treffen und austauschen können, Fragen artikulieren und Hilfe erfahren dürfen." Dieses Angebot sei gerade nach den langen Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie besonders wertvoll, so Winkel. Es brauche Persönlichkeiten wie Meyer, die Menschen "ansprechen und mitziehen". Er hoffe, dass sich andere Menschen vom Engagement der 81-Jährigen anstecken ließen.

Für die Kirchengemeinde überbrachte Propst Michael Matschke Glückwünsche: "Der Bundespräsident hat Frau Merkel nach dem Überreichen der Überlassungsurkunde gesagt: ,Machen sie erst einmal weiter!' Das möchte ich an Sie weitergeben, liebe Frau Meyer: Machen auch Sie weiter!" Matschke dankte Meyer für ihren Einsatz in der Seniorengruppe. Wie Winkel betonte er, dass soziale Kontakte nach Monaten des eingeschränkten öffentlichen Lebens wichtig seien.

Meyer gab den Dank an die Mitglieder der Seniorengruppe zurück: "Es ist schön, dass ihr immer wieder hier herkommt. Und ich verspreche Euch: Wir machen weiter. Ich mache weiter." Mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes habe sie nicht gerechnet. "Es geht mir einfach darum, etwas zu bewegen. Und das bereitet mir Freude."

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