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Berufsorientierung für junge Menschen: Adolf-Kolping-Schule in Lohne kooperiert mit Lions Clubs aus Vechta

Auch die Berufsberatung durch die Agentur für Arbeit ist integriert. An 4 Tagen stellten 21 Betriebe aus der Region sich und ihre Ausbildungsberufe den 49 Schülern vor.

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Mehr Perspektiven für junge Menschen: Die Kooperation bei den Berufsorientierungstagen für die Berufseinstiegsklassen an der Adolf-Kolping-Schule stellten (von links) Berufsschullehrer Konrad Muhle, Lions-Präsident Dr. Uwe Heil, Berufsberaterin Iris Heckmann und Lions-Pastpräsident Josef Stukenborg vor. Foto: Timphaus

Mehr Perspektiven für junge Menschen: Die Kooperation bei den Berufsorientierungstagen für die Berufseinstiegsklassen an der Adolf-Kolping-Schule stellten (von links) Berufsschullehrer Konrad Muhle, Lions-Präsident Dr. Uwe Heil, Berufsberaterin Iris Heckmann und Lions-Pastpräsident Josef Stukenborg vor. Foto: Timphaus

"Wenn ich bei euch arbeite, kann ich mir dann so ein krasses Auto leasen?" Der junge Mann nimmt kein Blatt vor den Mund, ist gnadenlos direkt. Doch Thomas Menke bleibt gelassen und klärt auf. Der Serviceleiter des Autohauses Ewald Menke ("Mercedes Menke") in Lohne sagt: "Wenn du das entsprechende Kleingeld vorweisen kannst, ist das durchaus möglich."

Diese Szene beschreibt, wie unmittelbar der Kontakt zwischen den Unternehmen und den jungen Menschen bei den Berufsorientierungstagen der Berufseinstiegsschule an der Adolf-Kolping-Schule vielfach abläuft. Dazu trägt auch die Präsenz von Auszubildenden bei, die mit den Schülern auf Augenhöhe kommunizieren.

An 4 Tagen stellten jetzt 21 Betriebe aus der Region sich und ihre 23 verschiedenen Ausbildungsberufe vor. Vorgeschaltet war eine Online-Befragung zum Stand der Berufsorientierung und den Berufswünschen der Schüler. Möglich machte das Projekt eine Kooperation der Lohner Berufsschule mit dem Lions Club Vechta Amicitia (Damen) und dem Lions Club Vechta (Herren) sowie der Agentur für Arbeit Vechta.

Alles hat an Struktur und Stringenz gewonnen

Wie Lions-Präsident Dr. Uwe Heil ausführt, unterstützen die Serviceclubs die Adolf-Kolping-Schule seit einiger Zeit auf  drei Feldern: bei der Berufsorientierung, mit Praktika und finanzieller Hilfe. Die Basis für die Zusammenarbeit legte Lions-Pastpräsident Josef Stukenborg, der 2021 unter dem Motto "Zukunft gestalten. Werte leben" das Projekt ins Rollen brachte. "Um die Zukunft gestalten zu können, brauchen wir junge Menschen", sagt Stukenborg.

Der Auftakt der Berufsorientierungstage im neuen Format verlief im Frühjahr 2022 schon vielversprechend. Im Nachgang nahmen die Beteiligten dann noch einige Modifizierungen vor. So finden die Berufsorientierungstage nun früher statt, um schon für das erste von zwei Pflichtpraktika (je 2 Wochen im November und März) eine Wirkung zu erzielen. Außerdem ist Berufsberaterin Iris Heckmann von der Agentur für Arbeit Vechta in den Ablauf integriert, die mit den Schülern ihre berufliche Vorlieben und Interessen ergründet. So hat alles an Struktur und Stringenz gewonnen.

Was macht eigentlich ein KfZ-Mechatroniker? Darüber klärte Serviceleiter Thomas Menke vom Autohaus Ewald Menke gemeinsam mit Azubi Vincent Preuß auf. Foto: TimphausWas macht eigentlich ein KfZ-Mechatroniker? Darüber klärte Serviceleiter Thomas Menke vom Autohaus Ewald Menke gemeinsam mit Azubi Vincent Preuß auf. Foto: Timphaus

"Die Berufsorientierungstage folgen jetzt einem logischen Strang", stellt Heil fest. Das Feedback der 49 Schüler, nahezu alle mit Migrationshintergrund, falle positiv aus. Und auch für die Firmen sei es mal etwas anderes. "Wir wollen niemanden verloren geben. Diese jungen Menschen brauchen Fürsprecher und Mentoren", beschreibt der Lions-Präsident die Motivation, die aus dem selbstlosen Einsatz der Clubs resultiere – getreu dem Motto "We serve".

Seine Amtskollegin Katharina Genn-Blümlein sagt: "Ich bin begeistert, wie viele Betriebe wir aus unserem Lions-Netzwerk heraus für diese Woche der Berufsorientierung gewinnen konnten." Auch Stukenborg freut sich: "Das ist einfach eine Win-win-Situation für alle."

Konrad Muhle ist für die Durchführung der Berufsorientierungstage zuständig. Der Berufsschullehrer schildert, dass viele Schüler oft motiviert losgehen und sich ein Praktikum suchen. Wichtig sei dabei aber, dass die Firmen eine qualifizierte Ausbildung garantieren. "Aushilfe im Dönerladen oder Regale einräumen im Supermarkt – das passt nicht", sagt Muhle.

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