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Beruflich rettet Jürgen Trumme Menschen, privat ist er auf den Hund gekommen

Sehr persönliche Ansichten, immer dieselben zehn Fragen: Jürgen Trumme aus Dammer gilt als Urgestein der Malteser in Damme.

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Jürgen Trumme mit seinem Labrador Keek. Foto: M. Niehues

Jürgen Trumme mit seinem Labrador Keek. Foto: M. Niehues

Und? Wie ging es in letzter Zeit?
Sehr gut – sogar richtig toll! Der Malteser Hilfsdienst bestimmt selbstverständlich immer noch mein Leben. Aber nach 31 Jahren im Rettungsdienst arbeite ich etwas weniger, um so kürzerzutreten. Ich habe damit beruflich und privat alles bestens organisiert. Vor drei Jahren hatte ich mich damit befasst, mir einen Hund zuzulegen. Ein Labrador wurde mir empfohlen. Im April 2020 habe ich dann einen zehn Wochen alten Welpen bekommen. Keek heißt er und bestimmt seitdem sehr mein privates Leben. Es geht mir super damit. Er braucht Auslauf. Und ich bekomme ihn dadurch auch. Durch den Hund kommt man mit unglaublich vielen Leuten ins Gespräch. Das ist sehr bereichernd für mich. Und wenn Keek zwei Jahre alt wird, wird er der Rettungshundestaffel der Malteser in Damme beitreten.

Was haben Sie sich einmal so richtig gegönnt?
Ich war zuletzt mit einer Gruppe von Freunden am Dümmer See in Dümmer bei Schwerin. Wir hatten ein tolles Ferienhaus mit Steg und zwei Booten direkt am See. Das war einfach fantastisch. Nach Corona war das die erste Auszeit, die ich mit Freunden gemeinsam erleben konnte.

Wenn Sie König von Deutschland wären: Was gehört als erstes abgeschafft?
Über den strikten Leinenzwang für Hunde während der Brut- und Setzzeit sollte nachgedacht werden. Ich fahre während dieser Zeit mit meinem Hund oft in die Stemweder Berge, weil es eine solche Regelung in Nordrhein-Westfalen nicht gibt. Ich finde, auch bei uns sollte es einen Leinenzwang für gut gehorchende Hunde und ausgebildete Halter nicht geben müssen.

Welchen Traum werden Sie sich als nächsten erfüllen (können)?
Bei mir ist Keek im Moment der Lebensmittelpunkt. Und ich unternehme mit ihm gerne Touren und suche dabei Ferienhäuser für Hundehalter auf. Wenn ich Rentner bin, oder meinen Beruf in Altersteilzeit ausübe, wäre es für mich ein Traum, mir ein Wohnmobil zuzulegen.

Was tun Sie am Liebsten?
Die Arbeit macht mir immer noch Spaß. Ich höre mir gerne die Lebensgeschichten von älteren Menschen an. Das finde ich hochinteressant. Denn es gibt tolle Sachen, die gerade Senioren zu berichten haben. Und ich freue mich natürlich, wenn ich in meinem Beruf ein Feedback bekomme. Wenn ich jemand helfen oder etwas Gutes tun konnte, höre ich das natürlich gern. Da schlägt dann mein Samariter-Herz als Malteser.

Welche Eigenschaften mögen Sie an sich selbst? Und welche nicht?
Ich gehe gerne offen auf Leute zu. Ich glaube, dass ich gut zuhören kann und auch Situationen gut einschätzen kann. Hin und wieder bin ich ein Morgenmuffel. Nach einer halben Stunde ist das dann aber auch wieder weg.

Welche TV-Sendung mögen Sie am liebsten?
Besonders Sendungen des Norddeutschen Rundfunks. Ich sehe gerne "Hallo Niedersachsen", das "Rote Sofa" oder "Mare TV". Die Naturdokus interessieren mich auch sehr.

Mit wem würden Sie sich gerne einmal treffen?
Ich würde mich gerne mal mit Wolfgang Schäuble treffen und austauschen wollen. Ich halte ihn für einen sehr intelligenten Menschen mit sehr langer politischer Erfahrung. Mich würde schon interessieren, wie er sein Leben nach dem Attentat im Rollstuhl gemeistert hat. Und ich würde wissen wollen, wie er andere führende Politiker so einschätzt.

Was würden Sie gerne einmal wieder essen?
Dicke Rippchen mit Schnibbelbohnen und Kartoffeln, wie sie meine liebe verstorbene Mutter immer zubereitet hat.

Welches Thema in den lokalen Medien hat Sie am meisten beschäftigt?
Die Sache mit Kimmich habe ich aufmerksam verfolgt. Er hat doch eine Vorbildfunktion und hat sich selten doof verhalten. Ansonsten habe ich gerne gelesen, dass der Dammer Carnevalsumzug wieder stattfindet. Und natürlich hat mich die Entwicklung zum Thema Krankenhausstandort Damme sehr interessiert. Ich hoffe, dass alles einen guten Weg geht. Das finde ich sehr wichtig, insbesondere auch für die Mitarbeiter.

Zur Person:

  • Jürgen Trumme ist 56 Jahre alt, kommt aus Damme und ist ledig.
  • Er ist seit 31 Jahren im Rettungsdienst und Krankentransport bei den Maltesern in Damme tätig, davon lange in leitender Funktion.
  • Von den Maltesern selbst wird er als "Institution" bezeichnet.

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