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Beratungsstellen schaffen gemeinsamen Anlaufpunkt im Bereich "Medien"

Die Projektdauer ist zunächst auf ein Jahr angelegt, dabei soll unter anderem der Bedarf ermittelt werden. Jeden Mittwoch gibt es die Möglichkeit für persönliche Gespräche.

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Projektvorstellung: Verena Höffmann (von links), Josef Wolking, Melanie Schleusner-Abeltah, Sebastian Handke und Norbert Thyen.   Foto: Hermes

Projektvorstellung: Verena Höffmann (von links), Josef Wolking, Melanie Schleusner-Abeltah, Sebastian Handke und Norbert Thyen.   Foto: Hermes

Mit einem gemeinsamen Angebot im Bereich Medien starten 
die Erziehungsberatungsstelle Stiftung Edith Stein und die Beratungsstelle für Sucht und Suchtprävention in Cloppenburg. "Es ist die erste zentrale Anlaufstelle im Landkreis für diesen Bereich", erklärte Fachstellenleiterin Verena Höffmann am Mittwoch bei der Vorstellung des Projektes.

Angesprochen sind Kinder und Jugendliche sowie auch Erwachsene und Angehörige. "Wir möchten damit auch erst einmal den Bedarf ermitteln", sagt Josef Wolking von der Stiftung St. Vincenzhaus. Man habe kurzfristig Projektmittel bekommen, zunächst ist das Angebot auf ein Jahr angelegt. "Wir beobachten, wie sich das entwickelt. Ideen und Lust haben wir genug", ergänzt Höffmann. 

Ansprechpartner sind Sebastian Handke von der Erziehungsberatungsstelle und Melanie Schleusner-Abeltah von der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention. Sie sind unter Tel. 0170/9292676 oder 015172920402 sowie per E-Mail unter info@projekt-connect.de erreichbar. 

"Die Beratung ist kostenfrei und wir haben selbstverständlich eine Schweigepflicht."Melanie Schleusner-Abeltah von der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention

"Die Beratung ist kostenfrei und wir haben selbstverständlich eine Schweigepflicht", sagt Schleusner-Abeltah. Mit der Vernetzung beider Stellen könne man nun den genauen Bedarf abdecken und möglicherweise direkt an die richtigen Stellen vermitteln. Zeit und Raum für persönliche Gespräche gibt es jeden Mittwoch von 9 bis 18 Uhr in den Räumlichkeiten an der Emsteker Straße 15.

Der Medienkonsum sei in den vergangenen Jahren stetig gestiegen, auch die Corona-Pandemie samt Lockdown habe dazu beigetragen. Laut Marktforschung nutzen zurzeit 80 Prozent der Menschen in Deutschland ein Smartphone. Somit sind der Bildschirm und das Internet immer in der Hosentasche mit dabei. Dadurch werde die Welt schnelllebiger, gerade Kinder und Jugendliche seien betroffen.

97 Prozent der 12- bis 13-Jährigen nutzen das Internet

Nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) verbringen 12- bis 17-Jährige im Schnitt 22,8 Stunden pro Woche mit Computerspielen oder im Internet. Bei den 18- bis 25-Jährigen sind es 23,6 Stunden in der Woche. Bei der Online-Nutzung stehen demnach Kommunikation und Unterhaltung im Vordergrund. Aus einer weiteren Studie des medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest geht zudem hervor, dass 97 Prozent der 12- und 13-Jährigen das Internet nutzen, hauptsächlich WhatsApp oder Youtube. 

Das neue Angebot ist bewusst als zentrale Anlaufstelle gedacht, denn präventive Maßnahmen gebe es schon einige. "Da sind zum Beispiel viele Schulen gut aufgestellt, die das Thema im Unterricht aufgreifen", sagt Höfmann. Was sich im Laufe des Jahres noch ergibt, bleibe abzuwarten. Eine Bilanz soll jedenfalls fortlaufend gezogen werden.

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