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Benedikt-Schule macht bei Programm "Respekt Coaches" mit

Über das Familienministerium wird das Angebot gefördert. Die Idee: Gegen alle Formen von Menschenfeindlichkeit soll präventiv gearbeitet werden.

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Freuen sich auf die Kooperation: (hinten, von links) Gerd Meyer (Bürgermeister Visbek), Hartmut Heinen (Landkreis Vechta), Heribert Mählmann (Caritas-Sozialwerk St. Elisabeth), Jens Werner (Polizei), (vorne, von links) Dietmar Seide (Schulleiter Benedikt-Schule), Frauke Schulze (Schulsozialarbeiterin) und Angelika Möller (Caritas-Sozialwerk). Foto: Albers

Freuen sich auf die Kooperation: (hinten, von links) Gerd Meyer (Bürgermeister Visbek), Hartmut Heinen (Landkreis Vechta), Heribert Mählmann (Caritas-Sozialwerk St. Elisabeth), Jens Werner (Polizei), (vorne, von links) Dietmar Seide (Schulleiter Benedikt-Schule), Frauke Schulze (Schulsozialarbeiterin) und Angelika Möller (Caritas-Sozialwerk). Foto: Albers

Argumentieren lernen, Positionen beziehen und dabei unterschiedliche Meinungen akzeptieren: Das sollen Schülerinnen und Schüler durch das Präventionsprogramm "Respekt Coaches" lernen. Bundesweit gibt es Angebote, gefördert über das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Nun gehört die Benedikt-Schule in Visbek zu den Teilnehmerinnen. Mit der Gemeinde Visbek, dem Landkreis Vechta, dem Jugendmigrationsdienst des Caritas-Sozialwerks St. Elisabeth und der Polizei ist jetzt eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet worden. 

Demokratische Werte sollen gefördert werden

Hintergrund des Schulterschlusses der Einrichtungen sei der Wille, fanatischen, extremistischen oder anti-demokratischen Entwicklungen keine Chance zu geben, heißt es beim Ortstermin. Die Benedikt-Schule solle dabei präventiv arbeiten können. Auf der Agenda des Programms stehen hierfür die Stärkung der Selbstwirksamkeit, das Erlernen von interkultureller und interreligiöser Kompetenz, der Umgang mit den Medieneinflüssen sowie die Förderung eines demokratischen Miteinanders.

Dietmar Seide, Schulleiter der Benedikt-Schule, ist begeistert von dem gemeinsamen Projekt. Zugleich warnt er aber vor dem Trugschluss, dass man die jungen Menschen vor allem bewahren könne. „Wir können die Jugendlichen nicht mit einer Kuppel schützen." Wichtig sei, sie sensibel zu machen: Wo verstecken sich Fanatismus, wo Intoleranz, wo Extremismus? Und welchen Einfluss haben Medien?

Konzept wird in den nächsten Wochen konkretisiert

Die Sozialarbeiterin der Schule, Frauke Schulz, sagt: „Die Kinder und Jugendlichen bringen eine Menge mit. Die Frage wird sein, was wir gemeinsam mit unseren unterschiedlichen Hintergründen auf die Beine stellen können.“ Geplant sei bisher: Die Schülerinnen und Schüler sollen sich wöchentlich in Gruppenangeboten mit Inhalten wie Demokratieförderung oder Medienkompetenz befassen; als "Primärprävention gegen Menschenfeindlichkeit", wie es auf der Homepage des Angebotes heißt. Das Konzept für Visbek werde aber noch konkretisiert.

Hierfür sei die Kooperation mit dem Jugendmigrationsdienst des Caritas-Sozialwerkes wichtig. Angelika Möller soll die Visbeker begleiten. „Wir müssen schauen, dass sich die Kompetenzen langfristig und fest verankern“, sagt sie. 

Prävention liegt im Interesse der Jugendhilfe 

Der Geschäftsführer des Caritas-Sozialwerkes St. Elisabeth, Heribert Mählmann, hat bereits vor 2 Jahren gute Erfahrungen mit "Respekt Coaches" in Cloppenburg sammeln können. Da das Projekt durch Mittel des Bundes gefördert werde, entstehe ein Mehrwert für die Region, sagt er.

14 Prozent der Menschen im Landkreis Vechta haben einen Migrationshintergrund, sagt Hartmut Heinen, Erster Kreisrat. "Das multikulturelle Leben bringt uns viele Chancen, aber eben auch Herausforderungen, die gemeistert werden müssen", sagt er. Die präventive Wirkung dieser Kooperation sei deshalb im Interesse der Jugendhilfe des Landkreises.

Gemeinde Visbek freut sich auf und über die Kooperation

Als Vertreter der Gemeinde Visbek sichert Bürgermeister Gerd Meyer seine Hilfe zu; ebenso hat Jens Werner, Leiter des Polizeikommissariat Vechta, viele positive Worte für die Kooperation. "Als Schulträger kann man nur glücklich sein, dass die Schule im Bereich der Präventionsarbeit ein Leuchtturm im Landkreis Vechta darstellt", freut sich Meyer.

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