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Bemühungen gescheitert

Thema: Krankenhäuser schlagen Alarm – Die Bemühungen, Impfgegner zu überzeugen, sind gescheitert. Jetzt braucht es mehr Aufklärung – und vielleicht auch junge Prominenz.

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Bald zwei Jahre hat die Corona-Pandemie das gesellschaftliche Leben in Deutschland und dem Rest der Welt im Griff. Dass nun wieder mehr Menschen auf den Intensivstationen der Krankenhäuser um ihr Leben kämpfen müssen macht deutlich, wie sehr die Bemühungen, Gegner einer Corona-Impfung zu überzeugen, gescheitert sind. Die vermeintlich harte Tour mit 2- und 3G-Regeln zieht einfach nicht.

Es sind besonders die Jungen und Jüngeren, die sich unwillig zeigen, dem Aufruf von Regierungen und Ärzten zu folgen, sich impfen zu lassen. Warum auch? Zum einen wird ihnen vermittelt, das Virus könne ihrer Altersgruppe nahezu nichts anhaben, zum anderen hat die Bundesregierung bei ihren Impfkampagnen genau diese Gruppe versäumt, explizit anzusprechen. Anstelle von Influencern oder erfolgreichen Rappern lachen Uschi Glas und Sepp Maier von den Werbeplakaten. Bei allem Respekt, wie sollen diese Personen aus völlig anderen Lebenswelten die Jungen überzeugen?

Junge Prominente und Aufklärung können Skeptiker überzeugen

Einen Bärendienst erwies jüngst auch Joshua Kimmich den Bemühungen die Pandemie zu bekämpfen. Der Fußballprofi verweist auf fehlende Langzeitstudien als Grund sich nicht impfen zu lassen. Dieses Argument ist jedoch längst entkräftet. Denn: Impfreaktionen zeigen sich fast immer direkt danach. 

Um Skeptiker zu überzeugen, bedarf es also noch viel mehr Aufklärung. Gleichzeitig braucht es wohl auch junge Prominente, die mit gutem Beispiel vorangehen und Werte wie Solidarität und Gemeinschaft anstelle von Bildern ihres Lifesytles in ihrem Instagram-Kosmos verkaufen, während die älteren Bürger schlimmstenfalls auf der Intensivstation sterben.

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