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Beim Frühtanz in Thüle ging die Post ab

Nach 2-jähriger Corona-Zwangspause veranstaltete der Gasthof Sieger wieder den Frühtanz am 1. Mai. Die Partygänger strömten in Scharen auf das Festgelände.

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Der Bollerwagen ist schon fast Pflicht: Unzählige Gruppen Jugendlicher zogen zum Festgelände. Foto: Passmann

Der Bollerwagen ist schon fast Pflicht: Unzählige Gruppen Jugendlicher zogen zum Festgelände. Foto: Passmann

In Scharen pilgerten am 1. Mai überwiegend jugendliche Partygänger zum Frühtanz beim Gasthof Sieger in Thüle. Genau 50 Jahre ist es her, als Sieger in Thüle erstmals am Maifeiertag zu einer Party einlud. Aus dem damaligen Maibockfest ist der Frühtanz geworden. Sieger steht inzwischen also für ein halbes Jahrhundert Tanz, Musik und gute Laune. Das war jetzt beim Jubiläum nichts anderes. Wieder gab es ein gut besuchtes Zeltfest, die „Hütte war voll“. Aus Anlass des Jubiläums hatten die Nachbarn einen Kranz für den Eingang des Zeltes gebunden.

„Es war wieder einiges los“, freute sich Gastwirt Bernd Sieger. Anders lautenden Gerüchten nach schließt er seinen Gasthof nicht und auch im kommenden Jahr heißt es wieder: „Auf zum Frühtanz nach Thüle“. Nachdem die Party wegen Corona 2 Jahre ausgefallen war, wollten viele junge Leute wieder gemeinsam feiern und Spaß haben. Unter das junge Volk hatten sich aber auch einige „ältere Semester“ gemischt, die mehr oder weniger vor bereits 20, 30 oder weit mehr Jahren schon zum Maitanz bei Sieger in Thüle „aufgeschlagen“ waren.

Aus allen Himmelsrichtungen, so etwa aus Bösel, Friesoythe oder Garrel waren die Partyfreunde zu Fuß zum Festgelände unterwegs. Natürlich bestens ausgestattet mit Bollerwagen und reichlich alkoholischen Getränken.

Die Hütte war voll, und alle Besucher hatten gute (Feier-)Laune mitgebracht. Foto: PassmannDie "Hütte war voll", und alle Besucher hatten gute (Feier-)Laune mitgebracht. Foto: Passmann

Die Frühtänzer hatten sich einiges einfallen lassen. Die wenigsten Gruppen waren mit einfachen Bollerwagen unterwegs. Lautes Hupen, eine gelbe Rundumleuchte, ein meterhoher Glaszylinder gefüllt mit Wodka-Orangensaft und Eiswürfeln: So ausgerüstet war ein ganz besonderes Exemplar unter den vielen umgebauten Bollerwagen. Die Wagen waren zum Teil in fröhlichen Farben bemalt, viele mit einem Autoradio oder einer Stereoanlage ausgerüstet.

Auch eine ganze Reihe voll besetzter Busse rollte nach Thüle. Und natürlich hatte sich so mancher Elternteil einspannen lassen und spielte für die Kinder das Taxi.

Schon am frühen Morgen konnte in Thüle gerockt“ werden. Foto: PassmannSchon am frühen Morgen konnte in Thüle „gerockt“ werden. Foto: Passmann

Im Schatten der Pfarrkirche St. Johann Baptist auf der Kirchstraße und im brechend vollen Zelt amüsierten sich die Partyhungrigen bei bester Laune. Bis zum frühen Nachmittag verlief alles friedlich. Das Rote Kreuz hatte bis zu diesem Zeitpunkt nur kleinere Einsätze. Damit es nicht zu einem massiven Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen kommt, hatte die Polizei verstärkte Kontrollen angekündigt.

Auf den Straßen und Wegen im gesamten Landkreis waren aber nicht nur die Frühtänzer unterwegs. Der strahlende Sonnenschein zog auch viele Familien nach draußen. So wie in Thüle wurde in vielen Ortschaften des Landkreises Cloppenburg der 1. Mai standesgemäß mit einem Ausflug begrüßt und natürlich an vielen Orten auch ausgiebig gefeiert.

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