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Beim "Appelschnack" stehen auch die Kleinsten an der Saftpresse

Der Kulturverein Höltinghausen freute sich über viel Zuspruch zu seiner Veranstaltung: Aus Äpfel, Birnen und Quitten wurden Saft, Kuchen und Brot.

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Gemeinsame Arbeit: Beim Apfelsaftpressen wurden die Kinder tatkräftig von ihren Eltern unterstützt. Foto: Frerich

Gemeinsame Arbeit: Beim Apfelsaftpressen wurden die Kinder tatkräftig von ihren Eltern unterstützt. Foto: Frerich

Äpfel, Birnen und Quitten wurden beim diesjährigen "Appelschnack" in Höltinghausen fleißig zu Saft, Kuchen und Brot verarbeitet. Sowohl die Kinder als auch die Eltern fanden Spaß am Umgang mit der Saftpresse. Das gemeinsame Erleben stand bei der Veranstaltung hoch im Kurs, die der Kulturverein Höltinghausen seit 2016 veranstaltet.

"Uns gefällt es sehr gut hier", erzählte Panagiota Weihrauch aus dem "Café 4 You"-Team in Friesoythe. Weihrauch war mit Kindern und Jugendlichen im Rahmen einer Integrationsveranstaltung zu Besuch in Höltinghausen. Gemeinsam durfte die Jugendgruppe erleben wie Apfelsaft hergestellt wird. Begonnen am Förderband bis zur Abfüllung in die sogenannten Bag-in-Box Behälter – beim "Appelschnack" gab es nichts, was nicht ausprobiert werden durfte. Zum Verköstigen durfte der selbstgemachte Saft sogar mit nach Hause genommen werden. "Nächste Woche probieren wir den Apfelsaft gemeinsam", freute sich Weihrauch.

Die Betreuerin wollte den Jugendlichen mit dem Ausflug etwas mit auf ihren zukünftigen Weg geben: Weggeschmissen wird bei der Saftproduktion nichts. Apfelreste wurden, wie Sebastian Oevermann erklärte, an Wildtiere verfüttert. "Die Jäger freuen sich über die sogenannte Treste", sagte Oevermann. Der Höltinghauser ist Profi am Entsafter. Zuerst wurden die Äpfel gewaschen, dann zerkleinert und schließlich plattenweise ausgedrückt. Zum Schluss wurde der Saft auf 80 Grad erhitzt und abgefüllt. "Das macht den Apfelsaft über Monate haltbar", erklärte Oevermann zufrieden. 

Schon am Morgen kamen viele Familien auf den Hof Oevermann

Siegfried Schwarzer von den Kulturfreunden Höltinghausen war schon früh auf den Beinen. "Heute Morgen war hier richtig was los", erzählte Schwarzer beeindruckt. Über 15 Familien waren mit ihren Kindern auf den Hof Oevermann gekommen, um Äpfel, Birnen und Quitten zu verwerten. Die Ernte in diesem Jahr sei mehr als großzügig ausgefallen, sagte Schwarzer.

Sogar die Kleinsten durften ihr Geschick an der Kinder-Saftpresse beweisen. Zuerst wurden die Früchte in einem Holzfass gewaschen und dann in der Presse händisch zu Saft verarbeitet. Roxana Oevermann half den Kindern beim Bedienen der Saftpresse. "Für viele ist das einfach noch zu schwer", erklärte Oevermann. Denn auch heute kann die Saftproduktion nicht ganz von Maschinen übernommen werden. „Das ist ganz schön viel Handarbeit“, hob Lutz Kaminski vom Kulturverein hervor. Denn auch die Saftkartons müssten immer noch per Hand befüllt werden.

Aus den übrig gebliebenen Äpfeln durften die Kinder Apfeltaschen backen. Hierfür wurde ein großer Holzbackofen auf 180 Grad aufgeheizt.  Dass der "Appelschnack" aber nicht nur etwas für Feinschmecker ist, wusste Siegfried Schwarzer: "Hier soll man miteinander ins Gespräch kommen", sagte der Kulturfreund, sichtlich erfreut über den Verlauf des Tages.

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