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Bei minimalistischer Eiswette heißt es „Dei Dümmer geiht“

Seit 2001 hat die Veranstaltung am Olgahafen in Dünmmerlausen Tradition. Dieses Mal aber fand sie wegen der Corona-Pandemie im kleinsten möglichen Rahmen statt.

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Ein besonderer „Gast“: Irgendwie hatten Ansgar Brockmann (links) und Grünkohlkönig Walter Tödtemann bei den Messungen auch das Corona-Virus gefangen.  Foto: Lammert

Ein besonderer „Gast“: Irgendwie hatten Ansgar Brockmann (links) und Grünkohlkönig Walter Tödtemann bei den Messungen auch das Corona-Virus gefangen.  Foto: Lammert

Die Wassertemperatur des Dümmers betrug am Sonntagmittag 2,7 Grad bei einer Außentemperatur von 5,1 Grad Celsius.

Hätte die Tourist-Information (TI) Erholungsgebiet Dammer Berge ihre seit 2001 jährlich durchgeführte Dümmereiswette auch in diesem Jahr im regulären Rahmen veranstaltet, hätten all diejenigen gewonnen, die bei der alles entscheidenden und einzigen Frage, ob der See am Tag der Wette zugefroren ist oder nicht, auf „geiht“ statt „steiht“ getippt hätten.

Wegen der Corona-Pandemie aber fanden im Vorfeld des Sonntags keine Tippspiele statt. Auch das mit der Eiswette verbundene Grünkohlessen mit der Wahl des Grünkohlkönigs entfiel ersatzlos. Um die Eiswette aber nicht gänzlich absagen zu müssen, fanden sich der TI-Vorsitzende Ansgar Brockmann und der seit 2020 amtierende Grünkohlkönig Walter Tödtemann aus Wagenfeld am Olgahafen ein, um den Zustand des Sees sozusagen amtlich zu analysieren.

Das Virus wird zum "Ehrengast"

Dabei fiel ihnen sogar ein recht überdimensioniertes Corona-Virus in die Hand, das TI-Geschäftsführer Bernd Stolle offenbar zum See geschmuggelt hatte und das zukünftig in den Annalen der TI als Eiswetten-„Ehrengast 2021“ auftauchen wird. Ebenfalls im Gepäck hatte er zwecks der erforderlichen Messungen ein Eisometer und ein Thermometer.

Im Zusammenhang mit der Begutachtung des Sees teilte Walter Tödtemann seine Bereitschaft mit, das Amt des Grünkohlkönigs ein weiteres Jahr auszuüben. Widerspruch erhob sich nicht.

Es dürfe schließlich keinen Zeitraum ohne Regenten geben, begründete die Majestät ihr Engagement. Zudem begrüße der Wagenfelder, dass zumindest ein bisschen Eiswette auch tatsächlich am Dümmer stattfand und nicht online.

Dass Walter Tödtemann am Sonntag feststellte „Dei Dümmer geiht“ überraschte auch mit einem Blick in die Historie der Veranstaltung nicht. Nur sechs Mal war der See seit 2001 am Tag der Eiswette zugefroren. Und noch ein Blick in die Geschichte: Den größten Andrang bei dieser Veranstaltung verzeichnete die TI 2009.

Am und auf dem mit einer dicken Eisdecke versehenen See versammelten sich rund 20 000 Menschen, um zu erleben, wie der damalige Präsident des Niedersächsischen Landtags, Hermann Dinkla als Ehrengast zur Tat schritt und offiziell verkündete: „Dei Dümmer steiht.“

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