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Bei Grün-Weiß Brockdorf beginnt mit den Kunstrasenplätzen eine neue Ära

Mit einem Wortgottesdienst und einer Feier im Vereinslokal Kalvelage wurden jetzt die frisch angelegten Spielflächen des Vereins gesegnet und eingeweiht. 996.000 Euro hat der Bau gekostet.

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Es ist vollbracht: Darüber freuen sich (von links) Martin Espelage (Geschäftsführer GW Brockdorf), Bernhard Mescher (Bauleiter Firma Borchers), Jonas Heidbreder (Planungsbüro Pätzold + Snowadsky), Manfred Brink (Firma Borchers), Dirk Christ (1. Vorsitzender GW Brockdorf), Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer, Hans Engelmann (NFV Vechta), Franz-Josef Schlömer (KSB-Vechta) und Norbert Nuxoll (2. Vorsitzender GW Brockdorf). Foto: Heinzel

Es ist vollbracht: Darüber freuen sich (von links) Martin Espelage (Geschäftsführer GW Brockdorf), Bernhard Mescher (Bauleiter Firma Borchers), Jonas Heidbreder (Planungsbüro Pätzold + Snowadsky), Manfred Brink (Firma Borchers), Dirk Christ (1. Vorsitzender GW Brockdorf), Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer, Hans Engelmann (NFV Vechta), Franz-Josef Schlömer (KSB-Vechta) und Norbert Nuxoll (2. Vorsitzender GW Brockdorf). Foto: Heinzel

"Mit den neuen Kunstrasenplätzen beginnt eine neue Ära", sagte Dirk Christ, der Vorsitzende von Grün-Weiß Brockdorf, während der jetzt veranstalteten Einweihungsfeier der neuen Plätze. Nun könne das ganze Jahr über trainiert und gespielt werden: "Die besten Voraussetzungen für unsere Sportler", erklärte der Vereinschef. Der Zusammenkunft im Vereinslokal Kalvelage waren ein Wortgottesdienst und eine kleine Begehung des Kunstrasenplatzes vorangegangen. Diakon Ulrich Taphorn segnete die Spielfläche.

"Das Schmuckstück ist nun um einen Brillanten reicher", sagte Geschäftsführer Martin Espelage und meinte das Vereinsgelände in der Mitte des Dorfes.

"Ein Punkt, auf den der Verein stolz sein kann"Martin Espelage, Geschäftsführer GW Brockdorf

Er erläuterte in seinen Ausführungen die Kosten dieser halbjährigen Baumaßnahme. "Ein Punkt, auf den der Verein stolz sein kann", meinte er einleitend. Im vergangenen Jahr hatte er die notwendigen Ausgaben mit 996.000 Euro beziffert. 75 Prozent davon – also etwa 750.000 Euro – finanzierte die Stadt Lohne. Weitere 100.000 Euro kommen vom Landessportbund. "Wir sind Klinken putzen gegangen", meinte Espelage über die in der Rechnung fehlenden rund 150.000 Euro. Trotz Corona hätte der Verein bei der Bürgerstiftung sowie Banken und Firmen Spenden einwerben können. Diese Summe steht aktuell bei etwa 45.000 Euro.

Die Sponsoren finden sich auf einer Tafel am Eingang zu den Plätzen. "Da ist noch jede Menge Platz", sagte der Geschäftsführer. Weitere 45.000 Euro kämen aus Rücklagen des Vereins. Die restlichen 40.000 bis 60.000 Euro würden erst einmal als zinsloses Darlehen von der Stadt Lohne beantragt. Abschließend betonte er, dass das Bauprojekt im Kostenrahmen geblieben sei. Dafür dankte er auch Bauleiter Bernhard Mescher, der alle Bestellungen rechtzeitig aufgegeben habe und so verhindert hätte, dass die Kosten ins Uferlose stiegen.

Aus dem großen Kunstrasenplatz können auch zwei kleinere Spielfelder gemacht werden. Foto: HeinzelAus dem großen Kunstrasenplatz können auch zwei kleinere Spielfelder gemacht werden. Foto: Heinzel

Entstanden sind ein Groß- und ein Kleinspielfeld. Der große Platz könne problemlos in 2 kleinere Plätze umfunktioniert werden. An beiden Spielflächen wurden Beleuchtungsanlagen installiert sowie die existente Beregnungsanlage optimiert. Sie dient im Sommer zur Kühlung des Kunstrasens. Es sei "eine sehr schöne Anlage", sagte Jonas Heidbreder vom Planungsbüro Pätzold + Snowadsky. Der neue Kunstrasenplatz und das dazugehörige Kleinspielfeld ersetzten die Plätze 3 und 4 an der Zerhusener Straße.

Der Landschaftsarchitekt erläuterte die Baumaßnahme und bezeichnete die Bodenverhältnisse, den vorhandenen Platz und die Wasserproblematik als die ursprünglich größten Herausforderungen. Der Platz sei komplett neu aufgebaut und eine umfangreiche Drainage eingebracht worden. Bei Platz 2 seien ebenfalls große Rohre verlegt worden, sodass später weitere Drainagen problemlos anschließbar wären. Der Kunstrasen wurde mit Sand beschwert. Es wurde also kein Granulat eingesetzt. Allerdings sei die jetzt beendete Baumaßnahme nur der erste von 3 Schritten gewesen, so Martin Espelage, da der Stadtrat damals eine dreiteilige Lösung für das Wasserproblem auf den Plätzen von GW Brockdorf beschlossen hätte. Offen sei noch, wann Phase 2 und 3 umgesetzt würden.

Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer sagte an seinem letzten Tag im Amt als Lohner Stadtoberhaupt: "Auch die weiteren Schritte werden durch die Stadt Lohne positiv begleitet." Für ihn sei das Ganze "gelebte Subsidiarität". Die Vereine vor Ort wüssten, was benötigt wird, und dem vertraue man. "Kurze Wege, Vertrauen zueinander und Arbeiten miteinander", das zeichne die Verhältnisse in Lohne aus. Grün-Weiß Brockdorf sei ein Verein mit einer guten Jugendarbeit – ein Verein, der Identität stifte und lebe.

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