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Bei der Siegerehrung kullerten zur Nationalhymne die Freudentränen

Mit einer Silber- und einer Bronzemedaille gelang Marie Sybel vom Reit- und Fahrverein Löningen-Böen-Bunnen bei ihrem ersten Start auf dem Bundeschampionat in Warendorf eine fulminante Premiere.

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Fulminante Premiere: Mit Moonlight sichert sich Marie Sybel die Silbermedaille auf dem Bundeschampionat. Foto: LL-Foto

Fulminante Premiere: Mit Moonlight sichert sich Marie Sybel die Silbermedaille auf dem Bundeschampionat. Foto: LL-Foto

Ein für sie persönlich fulminanter Doppelerfolg gelang der in Essen auf der Anlage von Bernd Huslage arbeitenden und für den Reit- und Fahrverein Löningen-Böen-Bunnen startenden Marie Sybel am Wochenende auf dem Bundeschampionat in Warendorf. Mit dem seit einigen Monaten bei ihr in ihrem Ausbildungsstall in Beritt stehenden und ihr von einer Züchterin aus Bayern anvertrauten hannoversch gebrannten „Moonlight“ vom Sprehe-Hengst „Millenium“ aus einer „Fürstenball“-Mutter gewann sie in der Dressur der Kategorie der 3-jährigen Stuten und Wallache die Silbermedaille.

Marie Sybel sieht kühnste Erwartungen übertroffen

Bronze gab es für ihre beiden Dressur-Vorstellungen mit dem Pony „Cassiopeia WE“ von Golden Dream/ Charivari ebenfalls in der Klasse der 3-Jährigen im Pony-Wettbewerb. „Das war mein erster Start in Warendorf. Dass ich sofort mit gleich 2 von mir vorbereiteten Pferden in die Medaillenränge reite, übertrifft meine kühnsten Erwartungen“, freute sie sich im Gespräch mit dieser Redaktion. Sie sei mit keinen Erwartungen dorthin gefahren, habe aber schon die Atmosphäre auf den Wettkampfplätzen, die erstmals wieder nach 2019 von tausenden Besuchern gesäumt wurden, sehr genossen.

Nach dem ersten „phänomenalen Tag“, an dem „Moonlight“ dann locker und losgelassen seine Veranlagungen gezeigt habe, sei sie bereits zuversichtlich gewesen. Das habe der Wallach im Finale leider nicht ganz wiederholen können, dennoch sei der 2. Platz ein riesiger Erfolg. Es sei ein wunderschönes Gefühl gewesen, als bei den Siegerehrungen die Nationalhymne gespielt wurde. „Ich habe vor Freude geweint“, gesteht sie. Natürlich sei sie von der Qualität der beiden Pferde überzeugt gewesen, aber vor dem Hintergrund des ersten Starts mit keinen großen Erwartungen zur inoffiziellen Deutschen Meisterschaft für bis zu 6-jährige Nachwuchspferde angereist.

Schon als Kind habe sie bei den Übertragungen von der Teilnahme an einer Olympiade geträumt. Ob ihr das jemals gelinge, sei angesichts der Voraussetzungen, der nirgendwo sonst auf der Welt so großen Leistungsdichte und dem erforderlichen Ausnahmepferd eine schwierige Frage. „Für mich waren Warendorf und die nationale Konkurrenz mein eigenes Olympia und die Medaillen ein toller Lohn für die Arbeit.“ Die Spezialistin für die Ausbildung junger Dressurpferde trainiert selbst wöchentlich mit ihrem S-erfolgreichen 11-jährigen Dressurpferd (von Bonifatius/Weltmeyer) bei Johannes Augustin in Menslage. Die 33-Jährige, die mit ihrem Lebensgefährten in Menslage lebt, hat vor 1,5 Jahren den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt und die Halle sowie Boxen auf dem Hof Huslage gepachtet.

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